Zelda – Symphony of the Goddesses

Von Cornelia Wilhelm @NiveauKlatsch

Viele Videospiele zeichnen sich nicht nur durch ihre Spielweise, Geschichte oder ihre Charaktere aus. Oft ist es auch die Musik, die immer wieder für gute Stimmung und eine dichte Atmosphäre sorgt.

Bei der Serie „The Legend of Zelda" ist dies der Fall. Nun war das Symphony-Orchester, die Zelda -Symphony of the Goddesses, in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle zu Gast und verzauberte seine Zuhörer mit seiner bereits dritten Tournee.
Bereits vor dem Einlass ist die Stimmung unter den Besuchern mehr als nur gut und heiter. Viele Leute tragen T-Shirts mit verschiedensten Motiven der Serie, manche tragen grüne Mützen. Auch Cosplayer haben sich vor Ort eingefunden und gelten als Blickfang, da die Kostümierungen wahrlich gut gelungen sind. Fotos werden geschossen und natürlich tauschen sich so gut wie alle Besucher über ihre Lieblingsserie aus. Auf dem Parkplatz gibt es vereinzelt auch Autos, die lauthals den Soundtrack der Zelda-Reihe und anderer Nintendo-Serien über das Gelände jagen.

So fängt der Abend schon super an, bevor die Besucher überhaupt das Innere der Halle betreten haben.
Nach der üblichen Taschenkontrolle geht es in den Konzertsaal hinein, wobei sich viele Leute noch im Foyer aufhalten, T-Shirts und Poster kaufen oder sich unterhalten. Im Saal selbst sind viele Stuhlreihen aufgebaut, die Bühne ist bereits mit allerlei Instrumenten wie beispielsweise Harfen, Xylophonen, Cellos und einem Klavier ausgestattet. Noch dazu befindet sich eine große Leinwand an der Bühne, die mehrere Szenen verschiedenster Zelda-Spiele zeigt und im Hintergrund sind bereits bekannte Melodien zu hören. Selbst diese werden schon von den Besuchern mitgesummt und gesungen. Wann geht es denn endlich los?
So langsam finden sich alle Besucher an ihren Plätzen wieder und endlich betreten die Musiker die Bühne. Insgesamt sind es 66 Musiker und ein Chor, bestehend aus 24 Köpfen. Nachdem sich alle Musiker an ihren Plätzen eingefunden haben, betritt auch die Dirigentin Amy Anderson die Bühne und endlich beginnt die Musik.

Los geht es mit dem bekannten „Gerudo Valley", bekannt aus "The Legend of Zelda - Ocarina of Time", das bei vielen Serien-Liebhabern als das beste Zelda-Spiel gilt. Die Musik zieht die

Zuschauer direkt in ihren Bann und schnell wird klar, dass der Bildschirm den ganzen Abend zum Einsatz kommen wird. Passend zur Musik gibt es immer Spielszenen zu sehen, die zu den Melodien passen. Als würde man gerade spielen und die Musik würde live dazu gespielt werden.
Die Minuten verstreichen viel zu schnell und kurze Zeit später betritt der Chefproduzent der Konzert-Reihe, Jason Michael Paul, die Bühne. Dieser stellt sich kurz vor und anschließend erscheint Shigeru Miyamoto, der Erfinder der Zelda-Serie, auf dem Bildschirm und richtet einige Worte an die Zuschauer. Daneben kommen aber auch der aktuelle Zelda-Produzent, Eiji Aonuma und auch der Komponist der Zelda-Melodien, Koji Kondo zu Wort, die über verschiedene Aspekte des Soundtracks reden.
Insgesamt sind die ganzen Melodien in Häppchen verpackt und erreichen so den Zuschauer. So geht es mehrere Minuten lang um die Musik, die bei den Bossen der Serie erklingt, allerdings werden auch oft ganze Spiele in einem Stück verpackt. Dabei stellt "The Legend of Zelda - Majora's Mask" natürlich eine Besonderheit dar, da das Spiel vor kurzem erst auf dem Nintendo 3DS erschienen ist. Deswegen liegt auf diesem Serien-Ableger besonderes Augenmerk, woran sich auch die Merchandise-Artikel orientieren, die im Foyer verkauft werden. Ebenfalls schön: Bei jeder Melodie kommt die Erinnerung an den jeweiligen Spiel-Moment hoch, was natürlich auch an dem Bildschirm liegt. Viele Momente, die vielleicht vergessen schienen, werden durch die Musiker, den Chor, die Melodien und die gezeigten Spielszenen wiedererweckt, was den Hörer nicht nur einmal schmunzeln oder erstrahlen lässt.

Daneben erklingen noch bekannte Melodien aus "The Legend of Zelda - Twilight Princess", "A Link to the Past" und auch "Skyward Sword". Übrigens wird der Zuschauer auch sanft mit der Melodie „Fairy's Fountain" aus der Pause geholt. Gegen 22:30 Uhr ist das Konzert vorbei, die Zuschauer verlassen zufrieden und mit einem breiten Lächeln im Gesicht den Konzertsaal.
Als persönliches Fazit: Dies war mein bisher krassestes Konzert-Erlebnis. Ich war schon auf vielen Konzerten und habe bereits mehrmals meine Lieblingsband sehen dürfen. Doch dies war nicht mit dem vergleichbar, was mir das Symphony-Orchester der Zelda-Reihe geboten hat. So oft und vor allem durchgehend hatte ich noch nie Gänsehaut. Eine ganz besondere Erfahrung, wobei dies auch daran liegt, dass ich diese Serie bereits seit etwa 20 Jahren verfolge und nach wie vor mit Leidenschaft genieße.
Anderen Besuchern ging es mit Sicherheit ähnlich und ich bin richtig glücklich, dass ich die Chance bekommen habe, Teil dieser Konzert-Serie zu werden. Wer auch nur ansatzweise etwas mit "The Legend of Zelda" verbindet, sollte über die "Symphony of the Goddesses" nachdenken. Es lohnt sich auf dermaßen vielen Ebenen, dass es teilweise nicht mehr zu beschreiben ist.

Ich wünsch euch was,
Dennis