ZEITREISE Leseprobe

Hier findet Ihr nun einen kleinen Appetitanreger zum in Kürze erscheinenden Sci-Fi / Fantasy Spektakel „ZEITREISE – Die Uhr der Entstehung“

Kapitel 2

Auf den Spuren der Templer

Stolz und ehrfürchtig kehrten die beiden Professoren zurück in die Heimat. Jason tüftelte bereits im Flugzeug an dem neuen Projekt. Er wollte schon immer die Welt verändern, etwas Großes entdecken, erschaffen oder einfach kennenlernen. Wie großartig muss es sein, den Versuch starten zu dürfen, das größte Mysterium der Welt zu lüften?

Nach einer kurzen Zugfahrt am nach der Rückkehr erreichte man Aberdeen. Rosalias Zwilling glich einem Kohlebrikett. Doch unter ihrem ehemaligen Standort konnte man in Stein geschlagen lesen:

„Lernt, um zu lehren und zu leben. Wissen ist Macht. Silvestro da Gubbio. 1599.“

Der Geschichtsliebende Jason war ein Streber ohnegleichen, aber garantiert nicht spießig. Seit seinem sechzehnten Lebensjahr spielte der Junge mit den blauen Augen Bass in einer Punkband. Bis auf ein paar Gigs in Kneipen war deren Karriere aber noch nicht weit fortgeschritten. Dagleish hingegen, längst ergraut mit Brille und Secondhandkleidung, liebte alte Schwarzweißfilme und ein Glas Rotwein in der Bibliothek im Gästezimmer. Der schrullige Professor lebte außerhalb von Edinburgh. Er teilte sich eine Doppelhaushälfte mit seiner Ex-Frau. Die Tochter Sarah studierte zu dieser Zeit im fernen Manchester Kunstgeschichte. Das erfüllte den Tüftler sichtlich mit Stolz, da er selbst damals auf einer Eliteuniversität namens Cambridge sein Wissen zum Besten gab. Ohne zu murren, überwies er seiner Kleinen jedes Mal Geld, wenn sie finanziell am Straucheln war.

Drei Tage nach der Rückkehr aus Italien, es war noch früh am Morgen, bereitete Scott Dagleish eine Überraschung vor. Jason wollte ihn am Nachmittag besuchen, um das in Palermo Erlebte Revue passieren zu lassen. Wie würde es jetzt weitergehen? Eine gewaltige Suche stand an. Die Mission „Heiliger Gral“, womöglich sogar das Unterfangen „Zeitreise“? Wie viele vor ihnen suchten schon danach, das ganze Leben lang.

Die Menschheit träumte seit ihrer Existenz davon. Doch ist es gut, allwissend, mächtig und nahezu göttlich zu sein?

Der Alte goss sich frisch gebrühten Kaffee ein und streifte sich eine Wolljacke über. Regen und ein grauer Wolkenhimmel zogen über das Land der mutigen Schotten. So patriotisch wie diese kleine Nation waren die Wissbegier und der Ehrgeiz des ungleichen Entdeckerduos.

Jason traf pünktlich ein. Auf dem antiken Wohnzimmertisch lag eine ausgebreitete Landkarte. Auf dieser war jeder kleinste Ort nördlich des Hadrianswall eingezeichnet, der eine Kirche besaß.

„Jason, verzeih mir.“ Dagleish paffte seine Zigarre und glitt mit dem Zeigefinger über das Pergament.

„Es ist nicht die beste Skizze, die ich da gezeichnet habe, aber es geht um den Inhalt.“

Der Junge blickte darauf, die Arme hinter dem Rücken verschränkt. „Schieß los, Papilein“, forderte er flapsig und grinste, als er sich noch tiefer über die Karte beugte.

„Nun, hier sieht man diese Dörfer. Es handelt sich um diejenigen, an denen Historiker etwas Einheitliches entdeckt haben. Jedes Gotteshaus mit einer roten Markierung weist einen Baphometenkopf auf, entweder am Portal oder in der Sakristei. Als Experte wirst du wissen, was das heißt. Die Tempelritter haben Baphomet als Götzen angebetet, sie haben auch in Schottland deutlich ihre Spuren hinterlassen.“

Der Kollege philosophierte daraufhin gleich los:

„Ja, Dagleish, die Bruderschaft hat angeblich gewusst, wo der Gral versteckt ist. Mysteriöse Schriften und Aufzeichnungen behaupten, dass sie seinen Nutzen kannten, ihn quasi anwendeten. Kein Normalsterblicher glaubt so was. Ich aber schon. Das würdeerklären, warum die Welt so ist, wie sie ist. Mit all ihren Grausamkeiten, Machtverhältnissen, ebenso aber auch dem Guten, der Liebe.“

Der Professor runzelte die Stirn und kniff die Augen leicht zusammen. Sein Schützling kramte indessen ein Buch aus seiner Ledertasche.

„Das, lieber Ziehvater, ist ein Teil meines Studienabschlusses. Symbole der Ritterschaft Christi vom salomonischen Tempel. Mein erstes Baby. Wann geht unsere nächste Tour los?“

„Morgen Früh, Kleiner. Wir treffen uns an der Main Station“, antwortete Dagleish.

Gesagt, getan. Die beiden Freunde begannen ihre Suche in Whithorn bei der Candida Casa. Der christliche Glaube war schon in die Provinz Galloway gebracht worden. An den südlichen Küsten bekehrten zunächst irische Mönche die Kelten. Scott Dagleish und Jason notierten sich als Erstes die Inschrift unter dem steinernen Baphometen an der Pforte. Diese musste später mit denen an den anderen Kirchen abgeglichen werden, falls vorhanden. Es gab aber noch weitaus mehr Geheimnisvolles zu entdecken. Spuren, die dabei helfen sollten, das größte Puzzle auf Erden zusammenzusetzen.

Das Geschehen in der Kapuzinergrabschaften von Sizilien behielten sie für sich. Stillschweigen war das Wichtigste, bedenkt man all die Spinner auf dem Globus. Sind die zwei selbst welche? Wie dem auch sei, es gibt nichts Interessanteres als die Geschichte. Die Legenden und Fakten, die die Toten hinterlassen haben. Jason jr. wollte sie erneut zum Leben erwecken und wie in Palermo sprechen hören.

„Junior, kuck´ mal auf die verwitterte Steintafel hier“, flüsterte Dagleish.

„Wenn ich mein altes Latein ausgrabe, steht da, dass hier ein römischer Feldherr begraben liegt. Wie gerne ich mit dem reden würde, weißt du? In Erfahrung bringen, wie das hier anno dazumal abgelaufen ist.“

„Eventuell kannst du das bald. Deshalb sind wirja hier, entgegnete Jason nüchtern und fotografierte die eingemeißelten Worte mit seinem Smartphone.

In den unteren Gewölben des Klosters roch es nach Moder und einer Prise Historie. Der Professor legte nun zwischen den Ruhestätten der Geistlichen ein Maßband an. Er fand heraus, dass augenscheinlich alles typisch für die Tempelritter ausgerichtet war.

„Da sieh´ mal einer an“, stutzte er.


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