Zeit für Gott

Von Helmutmuehlbacher

Manchmal ist es gut, sich einmal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und sich zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Euch wird sicher aufgefallen sein, dass ich in diesem Jahr sehr viel Zeit für die Bio-Heu-Region aufgewendet habe.

Umso mehr Stress und Arbeit ich in diesem Jahr empfand, desto öfter habe ich mich zurückgezogen um mir Zeit für Gott und mich selbst zu gönnen.

Zeit für Gott zu haben, bedeutet sich Zeit für das Leben zu nehmen, denn Gott ist das Leben

Gerade jetzt in der Adventszeit nehme ich mir sehr viel Zeit für das Wichtigste in meinem Leben, für Gott und die Liebe zu ihm. Hier ein sehr schöner Beitrag von mir dazu.

http://herzundliebe.com/allgemein/www-was-wirklich-wichtig-ist/

Ja es gäbe noch sehr viel zu TUN, vor allem jetzt noch vor Weihnachten,

  • Heuköniginnen Kalender austeilen
  • Beiträge und Fotos für unser Buch über die Seele der Bio Heu Region sammeln
  • Am Bauernhof noch viele Arbeiten vor dem Winter erledigen und im Wald
  • In der Firma alle Abschlüsse und viele Aufträge noch im alten Jahr erledigen
  • sich Gedanken um die wirtschaftliche Zukunft des Bauernhofes zu machen
  • versch. Veranstaltungen und Events zu besuchen
  • und natürlich Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen

Am Donnerstag dem 27.11. 2014 haben wir auf der Welser Messe noch zusammen mit der Königin und dem Obmann der Bio Heu Region unseren Heuköniginnen Kalender 2015 präsentiert und an prominente Persönlichkeiten wie Armin Assinger, unserem Minister oder anderen Politikern überreicht.

Nichts absolut gar nichts, könnte ich, oder hätte ich, wenn Gott das nicht wollte. Aus diesem Grund besuchte ich dann von Freitag bis Sonntag ein Vertiefungswochenende der Cursillo Bewegung in der Benediktinerabtei Michaelbeuern mit Abt Johannes.

Benediktinerabtei Michaelbeuern

Er war ein hervorragender Impulsgeber und so durfte ich gemeinsam mit anderen Teilnehmern nicht nur jede Menge Kraft und Zuversicht schöpfen, sondern auch mehrmals in Gesang und Gebet Gott begegnen.

Nicht unsere natürlichen wunderschönen Heuköniginnen, die Models des Steyr oder Jungbauernkalender oder irgendwelche Stars schenken mir so viel Lebensfreude und Sonne im Herzen, sondern es ist dies meine Frau und unsere Kinder.

Gott hat mir diese wunderbare Frau geschickt, sie ist diese Sonne in meinem Herzen, ohne ihr würde diese Sonne in einem dunklen Schatten versinken. Ich bin dafür so unglaublich dankbar und mir sehr wohl bewusst, dass Gott dieses Glück mir von Heute auf Morgen nehmen kann. Mir bleibt deshalb nur tiefste DEMUT, denn Gott, unser Schöpfer ist um so vieles größer und mächtiger als wir es uns je denken können.

Aus diesem Grund baue ich auf die Liebe, auf die Güte und Barmherzigkeit Gottes. Alles andere wäre nur auf Sand gebaut. Partnerschaft, Familie, Bauernhof, Arbeit, Reichtum, Besitz, Anerkennung usw. können von einen Tag auf den anderen zerfallen und dann bleibt nicht mehr viel übrig.

Sehr befreiend und völlig unkompliziert war auch mein Beichtgespräch mit Abt Johannes. In einem Beichtstuhl habe ich mich als Jugendlicher sehr unwohl gefühlt und aus diesem Grund habe ich sicher schon über 20 Jahre keinen solchen mehr betreten. Das Beichtgespräch mit dem Abt war etwas ganz anderes, dass ich jeder Leserin und jedem Leser nur empfehlen kann.

Hier sitzt man gemeinsam an einem Tisch mit einer brennenden Kerze. Der Geistliche tritt einem genau gleichwertig gegenüber und erzählt ebenso Erfahrungen aus seinem Leben. Hier geht es nicht um Sünden, sondern darum, was mir im Leben gelungen ist, und was nicht so optimal war. Jeder von uns hat seine Schwächen und Fehler. Ich jedenfalls ging aus diesem Gespräch gestärkt und voller Freude heraus.

Vielleicht sehen einige Menschen dies anders, doch für mich ist so ein Gespräch mehr eine geistliche Begleitung welche von Vertrauen, Verständnis, der Liebe und der Barmherzigkeit Gottes gezeichnet ist.

Wir alle brauchen wieder mehr Toleranz und Menschlichkeit, anstatt dauernd den Moralapostel zu spielen.

Unser Pfarrer Christoph, Abt Johannes, Erzbischof Franz Lackner, Kardinal Christoph Schönborn und natürlich Papst Franziskus haben diese Menschlichkeit und Toleranz. Ja sie messen mit menschlichem Maß. Auch wenn sie in der Amtskirche oft eine unangenehme Rolle zu spielen haben, sind alle menschlich voll in Ordnung. Bis auf Papst Franziskus durfte ich alle schon mehrmals treffen und auch persönlich kennenlernen, daher traue ich mir diese Worte zu, ohne werten oder jemand beurteilen zu wollen.

Es war ein schönes Gefühl, mit Abt Johannes und den Teilnehmern der Cursillo Bewegung so in den Advent zu starten um sich auf Weihnachten vorzubereiten. Zum Abschied gab es neben herzlichen Worten natürlich auch noch den Heuköniginnen Kalender.

Am Montag nach dem Vertiefungswochenende besuchte uns Landesrat Sepp Schwaiger bei der Ausschussitzung der Bio Heu Region und dieser hat dann von der Königin persönlich den Kalender überreicht bekommen. Als Fotograf der Heukönigin war ich da wieder voll dabei.

Landesrat Sepp Schwaiger mit Heukönigin Lorena Grabner

Dienstags ging es dann in die Stadt Salzburg, wo Karl Lagerfeld und Udo Jürgens einen Heuköniginnen Kalender mit persönlicher Widmung von Lorena bekamen. Dazu besuchte ich das Hotel Sacher, wobei den Damen von Channel ebenfalls einige Kalender Exemplare unserer Königinnen übergeben wurde. Das war vielleicht eine Show, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Welch ein Unterschied zum Wochenende im Kloster.

Heuköniginnen Kalender und Lorena Käse auch für Udo Jürgens und Karl Lagerfeld

Ja da kann man innerhalb weniger Tage sehen, was wirklich wichtig ist und wie die Begegnungen im Hotel Sacher zeigten, wer sich nur wichtig nimmt, oder glaubt, wichtig zu sein.

Die Zeit mit Gott, Abt Johannes und den Cursillo Freunden hat mir sehr gut getan und jetzt freue ich mich schon wieder auf die Familie, den Advent und Weihnachten.

Ein größeres Glück kann es für mich gar nicht geben, als eine Familie zu haben, mit Freude arbeiten zu dürfen, sowie arbeiten zu können und die Liebe Gottes zu spüren.