Zaccagnini

Von Fhizban

Bolognano ist eine kleine Ortschaft in den Abruzzen, die große Schätze und Traditionen aufbewahrt. Hier wurde der Familienbetrieb Zaccagnini 1978 gegründet. Seitdem ist der Betrieb schnell und anhaltend gewachsen und hat sich dabei stets absolute Qualität „von der Weintraube bis ins Glas“ zum Ziel gesetzt. Heute ist der Betrieb international tätig und erstreckt sich über 150 Hektar wunderschöner Weinberge, die in jeder Produktionsphase gepflegt und kontrolliert werden. Höchste Qualität, Leidenschaft und Hingabe an die Arbeit haben die Tralcetto Weine zum Stolz der Weinherstellung in den Abruzzen gemacht, die auf der ganzen Welt geschätzt wird.

Zaccagnini
Dies ist nicht die Geschichte einer wohlhabenden Familie aus der Elitewelt und die eines Weininvestments. Marcello Zaccagnini wuchs in den elterlichen Weinbergen auf und lernte die Arbeit als Weinbauer von Grund auf. Der Winzerbetrieb wurde 1978 von Ciccio Zaccagnini gegründet. Zu Beginn der Aktivität war die Produktion auf ein paar tausend Flaschen begrenzt. Eine lebhafte Nachfrage eröffnete die Möglichkeiten des Wachstums, die im Jahr 1982 zur Erweiterung des Unternehmens führte. Seit dieser Zeit ist das wichtigste Ziel des Hauses die Qualität, die in erster Linie im Weinberg entsteht, bei niedrigen Hektarerträgen. Die Eingriffe gegen die bekannten Reberkrankungen sind biokompatibel. Eine zeitnahe Ernte, welche ausschließlich manuell erfolgt, ist wichtig um nur homogenes und reifes Lesegut zu ernten.

Die Flasche mit dem Rebholzstückchen
Marcello sieht sich selbst als einfacher Bauer und nicht als Geschäftsmann. Bekannt ist seine Leidenschaft für guten Wein und sein Instinkt für die Auswahl guter und loyaler Mitarbeiter. Neben dem Bemühen um die Qualität war da noch die Sache mit dem Etikett und dem Stückchen angebundenem Rebholz, um den Hals der Flasche. Dieses nahezu einmalige Erscheinungsbild trug nicht unerheblich zur Markenbildung von Zaccagninis Weinen bei. Von den Weintrinkern wurde diese emotionale Botschaft sehr wohl verstanden, als ein kleiner Gruß aus aus Weinbergen der Abruzzen. An diesem Beispiel kann erkennen, wie eng Wein mit Emotionen verbunden ist und wie nahe man dem Ziel gekommen ist, das Interesse am Wein, subtil mit Emotionen zu wecken und über lange Jahre am Leben zu erhalten.

Die Zaccagnini-Philosophie
Zaccagninis Weinberge liegen 50 Kilometer tief, im bergigen Hinterland der Provinz Pescara, in Bolognano; einer sehr abgelegenen Gegend, ringsum mit hohen, schneebedeckten Bergen. Geschützt durch eine Reihe von Bergketten liegen die Rebanlagen, einem Amphitheater ähnlich. Frische Winde wehen – fast garantiert – täglich, begünstigt durch eine Berglücke. Die frischen Brisen halten die Reben frei von Schimmel und die Berge können vor Frost und schlechtem Wetter schützen. Der vielleicht wichtigste Aspekt dvon Zaccagninis Philosophie ist, in der Weinbereitung jede Art von Chemikalien zu verzichten und so natürlich wie irgend möglich zu produzieren. Dies wird durch den Einsatz der besten Technologie erreicht, so dass sich der Chemieeinsatz erübrigt.

Zaccagnini bei www.gerardo.de

Der Wein, Kunst des Menschen
Dieses Motto fasst die Philosophie des Betriebes zusammen, die auf die Kombination zwischen Wein und Kunst gegründet ist: Das sind zwei Formen ewiger Freude, die das Leben offen legen, indem sie seine Geheimnisse enthüllen. Die Liebe zur Kunst der Kellerei Zaccagnini zeigt sich bei der Förderung von und der Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen auf diesem Gebiet. Die erste denkwürdige Kunstveranstaltung fand 1984 mit der Präsentation des Projekts “Difesa della Natura” (“Schutz der Natur”) des weltbekannten Künstlers Joseph Beuys statt.\r\n\r\nSpäter hat der Betrieb zahlreiche Kunstveranstaltungen gefördert, u.a. “Un fiore per Ivan” (“Eine Blume für Ivan”) und “Pigro, cantautori in vigna” (“Pigro, Liedermacher auf den Weinbergen”) als Hommage an den italienischen Liedermacher Ivan Graziani, die “Biennale d’Arte Sacra” (“Biennale der religiösen Kunst”) und “Fuori Uso” (wörtlich “Außer Betrieb”). Die Kellerei beherbergt auch die Veranstaltung “Uvarte“, an der viele bedeutende Künstler teilnehmen, deren Werke das zentrale Element auf den Etiketts eines besonderen Sortiments werden, das Sammlern vorbehalten ist.

Montepulciano Definiert
Der Montepulciano d“ Abruzzo wird in der Weinbauzone von vier Provinzen erzeugt: Chieti, L’Aquila, Pescara und Teramo. Zugelassen ist in der Hauptsache die Rebsorte Montepulciano (85-100%) sowie etwas Sangiovese zu Ergänzung (bis zu 15%). Der Montepulciano ist immer von kräftiger Kirschfarbe mit violettroten Reflexen. Sein eher zurückhaltender Duft ist weinig und subtil. Im Geschmack trocken und vollmundig, leicht tanninbetont und nach längerer Reife weich, fein und ausgewogen. Die Abruzzen sind eine hügelige und bisweilen wildromantische Berglandschaft. Die sonnenbeschienenen Weinberge reichen vom Landesinneren bis an an das adriatische Meer. Für italienische Verhältnisse ist die Weinerzeugung der Abruzzen mit 5% relativ hoch. Einige Gebietsgenossenschaften haben einen beträchtlichen Produktionsumfang, 15-16 Millionen Flaschen im Jahr sind keine Seltenheit. Gerne wird der Montepulciano d’Abruzzo mit dem Wein aus der gleichnamigen toskanischen Ortschaft Montepulciano bei Siena verwechselt. Der Vino Nobile di Montepulciano ist ein angesehener Rotwein, der jedoch aus einer Varietät der toskanischen Sangiovese gekelterte wird.

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