You better belize it: Mein Leben bei PAW

Wie bereits angekündigt wollte ich euch endlich teilhaben lassen an meinen Erfahrungen auf der Insel Caye Caulker und dem Animal Sanctuary PAW.
In diesem ersten Teil will ich über das Leben auf der kleinen Insel und meine tägliche Arbeit mit den Katzen schreiben, denn damit habe ich die meiste Zeit meiner drei Monate vor Ort verbracht.
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Caye Caulker ist eine kleine Insel mit ca. 4km² vor der Küste Belize' (das "e" ist stumm). Hier tickt die Uhr anders. Das Motto der Insel ist "go slow" und so gibt es keine Autos, nur Golfcars, keine geteerten Straßen, aber entspannte Menschen aus verschiedenen Ländern und Regionen wie Jamaica und Mexiko. Und fröhlich bunte Häuser! Das Motto ist das Entschleunigung und Reggae. Fast überall hat man Zugang zum Meer und den weißen Sandstränden, auch in meiner Unterkunft auf dem Grundstück des Sanctuary PAW. Um den Gnadenhof zu finanzieren, vermietet Madi nämlich kleine Bungalows auf ihrem Grundstück an Urlaub und Backpacker. Dabei gibt es kleine Einzelzimmer genauso wie günstige Mehrbettzimmer. Und das direkt am Meer für einen wirklich fairen Preis. Natürlich lebt man mit vielen Tieren zusammen, nämlich zu meiner Zeit ca. 80 Katzen und 4 Hunden. Da gibt es natürlich mal Geräusche oder auch Gerüche.
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Das bringt mich auch gleich zu meinem Herzstück des Lebens dort - die Tiere. Ich war dort als Volunteer für drei Monate und habe vor allem die Tiere versorgt. Das hieß für mich morgens um 7, bevor es zu heiß wird, die Klos reinigen und Näpfe füllen. So früh am Morgen? Das klingt zwar hart, war aber optimal. Durch die Hitze und Helligkeit war ich eh meistens früh wach und glaub mir, bei Temperaturen um die 30°C bist du über jedes Grad kühler dankbar. Die verschiedene Gehege, die sogenannten Catteries, haben wir uns aufgeteilt unter Madi und den anderen Volunteers, so dass nicht man nicht alles alleine machen musste, sondern schnell mit der Pflicht fertig war. Reinigung stand groß im Programm und so wurde diese Routine frühs und abends erledigt. Zwischenzeitlich hatten wir viel Freizeit, aber ich wollte noch mehr tun. Also baute ich auf Holzresten kleine Häuser für die Katzen oder Streuner der Insel. Denn auch wenn Madi sich Mühe gibt, allen Tieren ein zu Hause zu geben, war das nicht immer möglich. Tierschutz und Tierliebe wird in Mittelamerika nicht unbedingt groß geschrieben, Kastrationen sind selten und so vermehren sich Katzen rasend schnell und sind irgendwann mehr, als man zur Mausjagd braucht. Also werden sie im Meer entsorgt oder bleiben einfach herrenlose Streuner. Viele sind so wild, dass sie keinen Menschenkontakt kennen und wollen. Die, die Madi rechtzeitig findet und die sich auch halbwegs helfen lassen, sammelt Madi ein und gibt ihnen auf ihrem Grundstück ein zu Hause. Dort werden sie medizinisch versorgt und kastriert. Manche werden wieder zurück zu ihrem Fundort gebracht, da sie nicht in menschlicher Gesellschaft sein wollen und können. Kastration von Straßenkatzen ist ein wichtiges Thema, um dieser Population Einhalt zu gebieten. Viele Katzen bleiben auch bei Madi und warten auf eine Vermittlung oder verbringen dort ihren Lebensabend, denn die Vermittlungen laufen nur schleppend.
Jedes Katzengehege bekommt eine gewisse Ausgangszeit am Tag zugewiesen, in denen die Katzen frei auf dem Grundstück rumtollen dürfen. Um die verschiedenen Gruppen, teilweise wegen ansteckenden Krankheiten wie Katzenaids, getrennt zu halten, können leider nicht alle Tiere gleichzeitig übers Grundstück jagen. Also habe ich dafür gesorgt, dass jede Gruppe ihre Zeit bekommt und rechtzeitig wieder nach Hause ins Gehege geht. Und man glaubt es kaum, die Katzen haben das Prinzip verstanden und sind freiwillig wieder mit mir gekommen. Na gut, manchmal musste ich mit Leckerlis nachhelfen.
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Natürlich war auch viel Zeit zum Kuscheln und Spielen und so habe ich, wie soll es auch anders sein, mein Herz an einige Katzen besonders verloren.
Eine dieser Katzen ist Amor, ein kleiner getigerter Bub, den ich sehr liebe und an den ich noch täglich denke. Ich hätte ihn so gerne adoptiert, aber in der Kürze war es nicht möglich alle Maßnahmen zu treffen, die für die Tiermitnahme von Mittelamerika in die EU nötig sind. Leider.
Eine andere Katze war Patches und ihre süße Schwester Dusty, die ich beide auch sehr liebe.
Daneben gab es noch diese wunderbare Stafford Hündin namens Loca.
Ich habe sie eines Tages kennen gelernt, als ich irgendwo das Nationalgericht Rice and Beans gegessen habe und da dieser streunende Kampfhund auf mich zukam. Ehrlich gesagt, rutschte mir das Herz dabei in die Hose, denn ich wusste nicht, wie sie gesinnt war. Das hat sie schnell geändert, als ich merkte, dass sie eine herzensgute Kuschelmaus war. Auch sie wollte ich adoptieren, aber als sog. Listenhund, habe ich keine legale Chance sie ins Land zu kriegen. Leider 2.
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Daneben blieb mir immernoch viel Freizeit um die Insel zu erkunden oder schnorcheln zu gehen. Barfuß im Sand spazieren, Kajak fahren oder das Wasser erkunden. Belize ist ein Taucherparadies und der Grund warum ich meinen Taucherschein gemacht habe. Damals blieb mir nur das Schnorcheln, aber selbst das war schon unglaublich. Hier liegt das zweitgrößte Reef nach Australien und bietet eine atemraubende Unterwasserwelt. So bin ich mit Schildkröten, Haien und Rochen geschwommen und auch Sehkühe gibt es zu sehen.
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Jeden Abend gegen 19 Uhr geht die Sonne bereits unter und beschert die schönsten Sonnenuntergänge. Ich habe so viele Sonnenuntergangsbilder, ich könnte ein ganzes Fotoalbum damit füllen. Für euch habe ich mich auf eins begrenzt.
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Na gut, zwei. Hihi.
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Das wars jetzt erstmal mit diesem ersten Teil, wobei es mir schwer fiel nicht noch mehr zu schreiben.
Im nächsten Teil werde ich euch auf meine kleinen Erkundungsreisen in Belize und die Nachbarländer Guatemala und Mexiko mitnehmen.

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