Yao Lu. Neue Landschaften in Istanbul

Das Istanbul Modern präsentiert das Werk des chinesischen Fotografen Yao Lu, Neue Landschaften. Die interessante Ästhetik Lus dreht sich um die Überreste menschlichen Konsums, mit dem er Landschaften kreiert, die an die klassische chinesische Malerei erinnert. Die Ausstellung wird bis zum 22. Mai 2011 eröffnet sein.

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Yao Lu wurde in Beijing, China im Jahr 1967 geboren. Nachdem er Druck an der Akademie für Bildende Kunst in China studiert hat, fing er an mit Fotografie zu experimentieren, so dass er später Dozent an der Fakultät für Design in Queensland College of Art in der Universität von Griffith wurde. Seine Ästhetik entwickelte sich zu einem Mix aus Fotografie, Malerei und Design.

Die Arbeit Lus gehört zwar zur Konzeptkunst, aber es interessant wie seine Landschaften dem Expressionismus oder der traditionellen Malerei Chinas ähnelt. Seine Werken strahlen Harmonie und Ästhetik aus, die man auch in den poetischen Landschaften der traditionellen Landschaftsmalerei Chinas sehen kann, mit dem Zusatz, dass man bei näherem Hinsehen im Werk Lus auch viel Gewalt, Protest  und Kritik gegen die Zerstörung der Natur entdecken.

Lu bereist China mit seiner Kamera, um so die Symbole der Zerstörung einer aufstrebenden Gesellschaft zu dokumentieren. Seine Arbeit ist folglich komplex, und entsteht in drei verschiedenen Etappen: zuerst deckt er Müllberge mit einem grünen Netz ab, um sie dann abzulichten und schließlich bearbeitet er am Computer die so entstandenen Bilder.

Wie jeder gute Fotograf, so beobachtet auch Lu die Natur und wendet dieselben Elemente in ihr an, um den Beobachter anzusprechen.

Lus Kritik richtet sich gegen die Zerstörung der Umwelt, die durch eine Gesellschaft entsteht, die sich durch Konsum und ständiger Expansion kennzeichnet. Seine apokalyptischen Müllberge sind eine visuelle Metapher, die uns bewusst macht, wie wir mit der Erde umgehen.

Aber wie der I Ching haben seine Werke mehrere Lektüren. In seiner komplexen Rhethorik hat jedes Detail seine eigene Bedeutung, die uns zum Denken anregt. Die Repräsentation der Schönheit der Landschaft, könnte vielleicht als Metapher dienen, um an die Zukunft einer Menschheit zu glauben, die in der Lage ist statt Zerstörung, Schönheit zu kreieren.

Mehr Information: http://www.istanbulmodern.org/en/f_index.html


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