“Würdest du das was du liest als qualitativ hochwertig bezeichnen?” ODER Komm, ich reduziere dich mal eben schnell auf deinen Buchgeschmack

Wir sollten der Wahrheit ins Gesicht sehen: Im Grunde lesen wir nur wissenschaftliche Texte von der Uni, Romane von Nobelpreisträgern oder am Besten noch den ganzen Brockhaus.
Nein, welch' grauenvolle Menschen müssen diese Leute sein, die ihre Nasen in Fantasybücher stecken, in Comics, Liebesromane oder noch Schlimmer - in "50 Shades of Grey"*?

“Würdest du das was du liest als qualitativ hochwertig bezeichnen?”  ODER Komm, ich reduziere dich mal eben schnell auf deinen Buchgeschmack

Sehr, sehr ungebildet und vor allem intellektuell nicht auf meinem Stand. Denn ich lese "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" und verstehe sofort ALLES. Kafka ist mein Lieblingsautor, ich kann Dir Passagen aus "Der Prozeß" auswendig aufsagen und übrigens habe ich auch noch alles von Tolstoi gelesen.

Diese Einstellung dachte ich nur bei einigen wenigen Menschen finden zu können, doch tatsächlich sind es mehr als ich je vermutet hätte. Man nennt sie auch Hipster, Möchtegern-Schlaue oder einfach nur AA's (Arrogante Arschlöcher).
Ich rechne es Leuten immer noch hoch an, wenn sie lesen und dann werde ich mit "Würdest du das was du liest als qualitativ hochwertig bezeichnen?" konfrontiert.
Diesen scherzhaft gemeinten Satz eines Kommilitonen habe ich weggelacht, aber später habe ich darüber nachgedacht. Würde ich das? Und vor allem - wer bin ich Bücher als "qualitativ hochwertig" einzuordnen.

Wir sollten endlich aufräumen mit "Das ist gut" und "Das ist Müll", denn man liest um Spaß zu haben (Lektüre für Uni/Schule ausgenommen, wobei ich "das Parfüm" sehr mag) und nicht um anderen Leuten zu erzählen, dass das was sie lesen "qualitativ gesehen Müll ist".

Zermürbt von der Uni und dem langen Tag, werde ich mein müdes Gehirn doch nicht mit Theodor Fontane oder Milan Kundera belasten.
(Ja, ich darf das sagen, denn ich hab "Jenny Treibel" GRAUENVOLL!!!!!!! und "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" auf jeden Fall interessant gelesen. Ha.)

Das wird vielleicht nicht gut enden, aber ich werfe das hier einfach mal ins WorldWideWeb:
"Ich lese "Schund" und ich stehe dazu!"

Bzw. Was ich eigentlich sagen will:

“Würdest du das was du liest als qualitativ hochwertig bezeichnen?”  ODER Komm, ich reduziere dich mal eben schnell auf deinen Buchgeschmack

Bitte sehr, da habt ihr's. Denn Fantasybücher bzw. Young Adult (Das wird ja im Grunde immer alles in einen Topf geworfen) ist "Schund". Denn Harry Potter ist Schund. Und Eragon. Und Bartimäus. Oh, Artemis Fowl. Gregor. Tribute von Panem. Tintenherz. Schrecklich ist das, dieser ganze Schund, der unsere Generation prägt. Hatte ich "Per Anhalter durch die Galaxis" schon erwähnt?

Nachdem ich diesen Absatz meinem besten Freund geschickt habe, hat er mit einem einzigen Satz das zusammen gefasst, was ich komplett übersehen hatte:
"Leute regen sich nicht über Fantasybücher auf, sondern darüber, dass so viele Schlechte gehyped werden. Nicht jeder Liebesfilm [ist] automatisch scheiße, weil es so viele gibt."
Wahre Worte, aber das ist glaube ich das generelle Problem schlechthin. Worauf ich erstmal anspielen will ist das Verhalten von generellen Besserwissern, die sehr viel Ahnung von Nichts zu haben scheinen. Aber das hier nur als kleiner Einschub.

Oh, keine Angst, diejenigen von euch, die sich mit Tolstoi, Fontane, Goethe (Also Faust I ist doch schon irgendwie cool - Sex, Crime & Death) oder wem auch immer angefreundet haben, das ist überhaupt kein Problem. Geschmäcker sind verschieden. Man könnte sogar meinen, ihr werdet vielleicht sogar noch ein wenig mehr doof angemacht.

"Was? Du liest GOETHE?"

Meine Güte, im Grunde umgibt uns überall die Möglichkeit Verurteilt zu werden und wenn Bodyshaming schon doof ist, wieso kann man das nicht generell auf ALLES übertragen?
Und wenn ich "Mädchenbücher" lese, dann ist das doch in Ordnung. Belästige ich jemanden damit? Ist meine Liebe für starke Protagonisten, Abenteuern und ein bisschen Action wirklich so schlimm? Ist das denn schlau? Denn gut sind die allemal.

Dumm oder Schlau - das sind doch bürgerliche Kategorien (Na, wer schnallt's?).

Heute gibt's nur noch zwei Kategorien: Langweilig oder Interessant (Personen, Bücher, Filme ... ).
Wer noch in den alten Mustern denkt, ist selbst Schuld.

Was also sollen wir tun? Nichts. Was lernen wir denn von dem furchtbaren Schund den wir alle lieben? Ach so, ja, genau: Zieh dein Ding durch und pfeif drauf!

“Würdest du das was du liest als qualitativ hochwertig bezeichnen?”  ODER Komm, ich reduziere dich mal eben schnell auf deinen Buchgeschmack

*Ich möchte hier nochmal sagen, jeder kann das für sich selbst beurteilen, aber die Exzerpte im Internet haben mich wirklich bibbern lassen. Das ist keine Literatur. Also auch nicht als gut und schlecht einzuordnen. Die Kategorie dafür würde man vielleicht mit dem innersten Kreis der Hölle von Dante gleichsetzen. Just sayin'.


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