WoW – Wunsch der Woche KW 45/15

Von Conro

Struktur bringt Ordnung und vor allem neue Beiträge in einen Blog. Und deshalb erscheint jetzt jeden Mittwoch – so der Plan – ein Beitrag in der Kategorie WoW. WoW ist eine Mischung aus den Aktionen „Waiting on Wednesday” und „Wunsch der Woche” und listet Bücher auf, die wir unbedingt lesen wollen, müssen, dürfen. Diese Woche von bquadrat

Schon vor einiger Zeit bin ich auf das Buch „Das Seelenhaus“ von Hannah Kent – welches jetzt als Taschenbuch erschienen ist – aufmerksam geworden und habe es dann wieder aus den Augen verloren. Damit mir das nicht noch einmal passiert, wandert es jetzt auf die Wunschliste.

Taschenbuch: 384 Seiten

Verlag: Droemer TB (2015)

ISBN: 978-3426304846

erhältlich u.a. bei Amazon


Kurzbeschreibung:
„Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen.“

Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart ­arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.

Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörig­keit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.[Buchcover und Kurzbeschreibung: © Droemer Knaur Verlag]

04.11.15 | 375 Wörter | 0 Kommentare | © durchgelesen