Wöchentliche Wundnachsorge und anderes Gedöns (2)

Du musst dich schonen


Schon als ich diesen Satz das erste mal zu hören bekommen habe, bekam ich einen leichten Hang zur Aggression. Ja ich hatte Brustkrebs. Ja ich bin Operiert und ja die Menschen meinen es gut. Und ja und ja und ja und ja (ihr dürft gerne gedanklich noch hinzufügen was ich eventuell vergessen habe).
STOP!
Der Rest funktioniert doch aber noch!
Ok, die ersten paar Tage habe ich nicht so viel gemacht. Aber der Einkauf kam mir ja nicht zugeflogen.
Und man wird es fast nicht glauben. Ich bin ganz alleine los und es nichts passiert. :)
Das ich jetzt nicht zwei Beutel voll mit schweren Sachen getragen habe, sollte eigentlich für jeden logisch sein für mein Umfeld irgendwie nicht. Auch als ich nach der ersten Woche daheim aufs Rad gestiegen bin konnte man nicht verstehen.
Hannoversche Leben
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Aber es war Frühling das Wetter war schön, mir ging es gut und ich habe genau das gemacht was mir gut tut (es wurde keine 3 Stunden Fahrradtour, das hätte den Narbenbereich überlastet aber hier in der gegend rum zu eiern dafür hat es allemal gereicht).
Ich war doch nicht Fußkrank und auch Händchen hat mitgespielt (denn umfassen und halten ging ja, nur mit dem Handzeichen geben das hat eher an alte Leute erinnert:)).
Aber das ist eben wenn man erst mal von sich ausgeht anstatt das ganze mal neutral zu betrachten.

Operationsnarben begutachten

War dann mal wieder so weit. Einmal in der woche das Date mit dem Doc und ich bin natürlich mit dem Rad hingefahren :)
Mein Arzt war mit meiner Wundheilung zufrieden, ich also auch. Er fühlte und klopfte den Narbenbreich ab ob sich nicht eventuell  Wundflüssigkeit darunter angesammelt hat.
Da alles ja noch von der Operation taub war fühlte sich das ganze merkwürdig an.
Aber alles war so wie es sein sollte. Hätte für mich sonst bedeutet dass das angesammelte Wundwasser abgesaugt (dafür gibt es einen schönen Begriff habe ihn aber leider vergessen) werden würde.
Kurz vor dem Ende der ende der Untersuchung meinte er noch „es könnte sein das im achselbereich  ein Teil der Narbe noch mal aufgehen geht.“
Das ich just in diesem Moment vor Schreck die Augen aufgerissen habe könnt ihr euch sicherlich vorstellen.
'Wie wieder ins Krankenhaus, wieder zu nähen?' so Sachen schossen mir durch den Kopf. Mein Blick drückte einfach alles aus.
Doch mein Arzt beantwortete sie mir auch postwendend ohne das ich sie aussprechen musste.
„Nein nein, da wird nichts zu genäht, das wird von alleine zuwachsen von aussen nach innen, da ist einfach so viel zug drauf.“
„AHA“
Ok, kann passieren muss aber nicht und das es nicht so schlimm ist, klingt doch schon mal gut.
Noch eine Handvoll Sterile Kompressen und Leukofix in die Hand gedrückt bekommen und damit war die Nachsorge beendet.
Und ich machte mich auf den Heimweg.

(M)ein gute Laune Foto

Wöchentliche Wundnachsorge und anderes Gedöns (2)
Das folgende Foto entstand am 18.5. 2014 ich war also schon ein paar Tage daheim.
Ich erfreute mich am schönen Frühlingswettter und an meinem neuen Seattle Seahwaks Footballshirt was frisch aus USA bei mir eingetroffen ist.
Spiegel von meinen Mädels aus dem Kinderzimmer gemopst (die brauchen ihn ja nicht mehr), im Wohnzimmer platziert und flockig ein paar Selfies geschossen.
Und weiss der Geier was mich geritten hat. Hab ich mich auf den Boden gelegt.
Allderdings, mich der länge nach auf dem Boden zu platzieren war aufgrund der Operationsnarben die ja logischerweise noch saumässig gespannt haben haben, verdammt umständlich den Finger schon auf dem Auslöser, ich also noch in Bewegung als ich die Beine ausgestreckt habe.
* BÄMMMM*
Wie komme ich wieder hoch?????
So entstand dieses Foto :) So lag ich erst mal da, grinsend auf dem Bauch. Keine Ahnung wie ich allein hoch kommen sollte. Aber hey was soll's ich hab gute Laune. :)
Kamera beiseite gelegt und mich erst mal auf den Rücken gedreht. Ich kam mir vor wie ein Käfer. Ob Käfer gute Laune haben, wenn sie auf dem Rücken liegen?
Aus dem Bett Aufzustehen ging da schon etwas leichter. Füsse raus mit Schwung nach oben. Aber hier war das schon etwas schwieriger.
Und hätte ich nicht so vor mich hin gekichert, Situationsbedingt, wäre es auch bestimmt etwas flotter gegangen.
So kicherte ich mich von Position zu Position und wieder stehend musste ich mich doch glatt erst mal ausruhen, denn ich war ganz schön außer Atem. „Mach ich so schnell net mehr.“ :) Schwor ich mir leise.
Aber so werde ich immer an einen richtig lustigen Nachmittag erinnert :)

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