Wo ist der Mann?

Von Andalusienmutti

Die liebste Bettie vom Blog Frühes Vogerl, den ihr unbedingt mal lesen solltet, hat etwas Interessantes beobachtet: Die Männer sind weg, oder fast weg. Wir Mama-Blogger schreiben ja gerne und viel über den Alltag mit Kindern und was sie wieder für Dummheiten angestellt haben, wie wir uns dabei fühlen und was die Umwelt damit zu tun hat, doch über die Männer kommt selten etwas. Bettie fragte nun also, warum das so ist. Nun, das ist bei uns ganz einfach, der Mann ist oft einfach nicht da.

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Unser Tag sieht meist so aus:

7.30Uhr, der Wecker klingelt, ich steh auf, mach mir einen Riesenkaffee, das Kind meldet sich aus dem Kinderzimmer, der Mann schnarcht.

8.00Uhr, Kind und ich frühstücken, danach Badezimmer, waschen, Zähne putzen und Ankleiden für beide, der Mann schnarcht.

8.45Uhr, Kind und ich machen uns auf dem Weg zum Kindergarten. Der Mann hat kurz ein Auge aufgemacht, uns beiden einen Kuss aufgedrückt und dreht sich wieder im Bett um.

11.00Uhr, der Mann erscheint langsam, ich sitze am Rechner und arbeite. Dank Homeoffice sehe ich den Mann also wenigstens mal tagsüber.

13.00Uhr, der Mann ist meist für Mittagessen zuständig, wenn er nicht schon früher mit arbeiten anfängt.

14-15.00Uhr, der Mann ratzt auf dem Sofa seinen Mittagsschlaf, ich mach entweder mit, meistens sitze ich jedoch wieder vorm Rechner.

15.30Uhr, der Mann fährt auf Arbeit, er arbeitet als Sommelier in einem feinem Restaurant und vor Nachmittag betrinken sich die feinen Leute noch nicht mit teurem Wein. Ich fahre das Kind holen.

16-20.00Uhr, ich bin für das Bespaßen des Minimensches zuständig.

20.00Uhr, Zubereitung des Abendessen, allabendlicher Kampf um Baden, Zubett gehen, Vorlesen, etc. Der Mann ist auf Arbeit.

21.00 Uhr, im besten Fall ist der Minimensch nun im Bett, schlummert schon oder ist am Einschlafen. Ich räume ein bisschen die Wohnung auf und setze mich dann wieder vor den Rechner, entweder um noch etwas zu arbeiten oder um eine deutsche Serie zu gucken, der Mann ist auf Arbeit.

23.00 Uhr, meine Bett-Zeit. Meist lese ich noch etwas, der Minimensch schlummert weiter friedlich, der Mann ist noch auf Arbeit.

Zwischen 24 und 2.00Uhr, der Mann kommt von seiner Arbeit heim, das Kind und ich schlafen fest. Er drückt beiden noch einen Kuss auf, sieht noch etwas fern und geht dann selbst ins Bett.

Das ist also meine Begründung, warum der Mann so wenig auf dem Blog vertreten ist. Er lebt einfach in einer anderen Zeitzone. (Das kann aber auch von Vorteil sein, gerade wenn man abends seine Ruhe beim Fernsehen haben möchte.)