Wo Himmel und Erde sich berühren

Wo Himmel und Erde sich berühren

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch russische Legende erzählen, die Peter Graf v. Eysselsberg aufgestöbert und neu nacherzählt hat:

„Wo Himmel und Erde sich berühren“

„Es waren einmal in alter Zeit zwei junge Mönche, die fanden in der Bibliothek des Klosters, in dem sie lebten, in einem alten, in Leder eingebundenen Buch die geheimnisvolle Nachricht, dass es am Ende der Welt einen ganz besonderen Ort gebe, an dem sich der Himmel und die Erde berühren.

Die beiden Mönche beschlossen, diesen Ort zu suchen und nicht eher umzukehren, bis sie ihn tatsächlich gefunden hatten.

Sie machten sich auf die Reise, sie durchwanderten die weite Welt, sie bestanden unzählige Gefahren, erlitten alle Entbehrungen, die eine Wanderung durch die ganze Welt erfordert, und waren auch standhaft bei allen Versuchungen, die einen Menschen von seinem Ziel abbringen können.

Das Geheimnis des Ortes, an dem Himmel und Erde sich berühren, bestand darin:
Dort, an diesem wunderbaren Ort der Vereinigung von Himmel und Erde sei eine kleine, fast unscheinbare Tür. Man brauche nur anzuklopfen und einzutreten und schon befinde man sich bei Gott!

Wo Himmel und Erde sich berühren

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Und fast unglaublich! – Nach langen Monaten der Entbehrungen und Mühsale erreichten sie den geheimnisvollen Ort und standen endlich bebenden Herzens vor der Tür zum Glück.
Mit zitternden Fingern klopften sie an, sie sahen, wie die Tür sich langsam öffnete, und als sie dann eintraten, standen sie zu Hause in dem Garten ihres Klosters.

Da begriffen sie tief in ihrem Herzen:
Der Ort, an dem der Himmel und die Erde sich berühren, befindet sich hier auf dieser Erde. Es ist die Stelle, die uns Gott zugewiesen hat.


Ihr Lieben,

beim Lesen dieser Geschichte musste ich an meine Jugendzeit zurückdenken.
Erstaunt lasen wir damals die Berichte aus den USA über die Hippies. Menschen wollten frei leben, frei von allen Zwängen und Regeln und nur noch Liebe praktizieren. Ganz Hippiekommunen wurden gegründet, ganze Hippiedörfer in den USA gebaut.
Nicht davon ist übrig geblieben.

Wo Himmel und Erde sich berühren

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Andere Menschen reisten nach Indien, um zu Füßen von Gurus zu sitzen und erhofften sich von diesen Gurus Erlösung oder zumindest Wegweisung.
Viele dieser Menschen kehrten enttäuscht zurück.

In meiner damaligen Schule schnupften viele Haschisch und erhofften sich davon eine Bewusstseinserweiterung. Auch von diesen jungen Menschen wurden viele enttäuscht.

Warum fanden diese Menschen nicht ihr Glück,
nach dem sie sich doch so sehr sehnten?
Wo Himmel und Erde sich berühren
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach:
Wenn ich z.B. mit anderen Menschen einen Bauernhof kaufe, dann bringen wir alle unsere Stärken und unsere Schwächen mit, unsere Empfindlichkeiten, unsere Gefühle, unsere Ecken und Kanten.

Das bedeutet: Nicht die Umgebung ist entscheidend, sondern es kommt auf mein Inneres an, meine Einstellung, meine Gefühle, mein Denken, mein Handeln.

Wir Menschen glauben immer, wenn wir mit diesem oder jenem Menschen sprechen würden, wenn wir hier oder dort hin reisen würden, dann könnten wir glücklich werden, aber das stimmt nicht, das Glück ist uns so nah, wie es die meisten Menschen gar nicht glauben können:

Das Glück ist nicht am Ende der Welt zu finden, sondern dort,
wo DU jetzt bist, genauer gesagt: In Dir selbst!

Wenn wir das Glück in uns finden wollen, müssen wir zur Ruhe kommen, das Glück rennt nicht hinter uns her, es setzt sich vielmehr wie eine Möwe auf unsere Schulter und flüstert uns froh- und mutmachende Worte ins Ort. 

Wo Himmel und Erde sich berühren

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Wenn wir das Glück finden wollen, müssen wir unsere Blickrichtung ändern.
Es ist eben ein ganz großer Unterschied, ob wir angesichts der neuen Woche sagen: „Ach  wäre doch die Woche schon wieder herum!“ oder ob wir wie meine fünfjährige Nachbarstochter singen: „Froh zu sein, bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen glücklichen und fröhlichen Nachmittag und grüße Euch herzlich aus Bad Mein Garten bei herrlichem Sonnenschein

Euer Rosengärtner Werner

Wo Himmel und Erde sich berühren

Quelle: Karin Heringshausen



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