„Die Zukunft liegt ohne Zweifel bei den erneuerbaren Energieträgern. Das fossile Zeitalter geht seinem Ende zu. Energie aus heimischen erneuerbaren Quellen ist dabei der Schlüssel, um die hohe Abhängigkeit von sehr teuren fossilen Energieimporten zu verringern. Österreich hat eine lange Tradition bei der Nutzung von Holz
Holz wird wichtiger
2010 betrug der Anteil erneuerbarer Energieträger in Österreich 30 %. Bis 2020 soll dieser Anteil gemäß EU-Richtlinie für erneuerbare Energien auf mindestens 34 % steigen. Energie aus Holz bildet bei den Erneuerbaren das stärkste Standbein, noch weit vor der Wasserkraft. Dazu LK-Präsident Wlodkowski: „Holz wird als Energieträger noch weiter an Bedeutung zunehmen, da die Zielvorgaben der EU-Richtlinie für erneuerbare Energie bis 2020 nur mit Holz erreicht werden können und durch die Zwänge des Klimaschutzes der Anteil klimaschädlicher fossiler Energieträger in unserem Energiesystem rasch gesenkt werden muss. Holz bietet dabei ein großes Potenzial, da die CO2-neutrale Verbrennung, die regionale Verfügbarkeit und die Kostenvorteile gegenüber fossilen Energieträgern bestechend sind.“
Ländliche Entwicklung
Energieholz
Holz: Gut fürs Klima
Holz bietet als Bau- und Werkstoff sowie Energieträger umfassende Vorteile für das Klima. In einem Kubikmeter Holz ist eine Tonne des Treibhausgases CO2 gespeichert. Eine weitere Tonne CO2 wird eingespart, wenn Holz andere Produkte z.B. aus Stahl, Beton und fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas ersetzt. Holzprodukte kennen am Ende ihres Lebenszyklus keinen Abfall, denn entweder werden diese recycelt oder CO2-neutral verbrannt. „Dass die Mineralölwirtschaft derzeit den Tausch von Ölkesseln mit 2.000 Euro aus der eigenen Tasche subventioniert, zeigt, dass sich die Kunden immer mehr von der Öl- und Gas-wirtschaft abwenden. Denn wer heute noch einen Ölkessel installiert, macht sich endgültig von Importen und steigenden Preisen abhängig“, warnte Wlodkowski die Konsumenten.
Überzeugende Fakten
40 Prozent der heimischen Haushalte, das sind rund 1,4 Millionen, verwenden Holz als Energieträger. Es ist damit die wichtigste Wärmequelle der Österreicher, noch vor Gas (ca. 1,1 Millionen Haushalte) und Öl (ca. 0,96 Millionen Haushalte). Die beliebteste Holzheizung der Österreicher ist der Kachelofen. Hier gewährleisten ca. 450.000 betriebsbereite Öfen eine sehr sichere Wärmeversorgung auch bei Strom- und Gaslieferproblemen. Die Heizlast der betriebsbereiten Kachelöfen erreicht in Summe rund 2.000 MW. Jährlich werden 10.000 bis 15.000 Kachelöfen neu errichtet.
In Österreich gibt es derzeit etwa 200.000 betriebsbereite automatische Biomassefeue-rungsanlagen mit einer Nennlast von ca. 7.500 MW im Haushalts-, Gewerbe- und Industrie-bereich. Jährlich werden ca. 13.000 derartige Anlagen mit einer Nennlast von ca. 700 MW installiert. Zusätzlich gibt es noch eine Vielzahl manuell befeuerter Scheitholzkessel und Kaminöfen, die verlässlich und sicher zur regionalen Wärmeversorgung der Österreicher beitragen.