Wissenswertes zum Thema Bildrechte

Wissenswertes zum Thema Bildrechte

Immer wieder taucht hier und da die Frage auf wie Blogger oder Hobby-Websitebetreiber beim rezensieren von Büchern mit den Bildrechten von z.B. Covern umgehen sollen. Zuletzt las ich eine Antwort darauf, die in etwa folgenden Wortlaut hatte „Ich fotografiere die Bücher einfach ab, dann sind es meine Fotos und ich bin auf der absolut sicheren Seite.“ An solchen Aussagen sieht man, wie unbedarft viele an das sensible und vielumstrittene Thema der Bildrechte herangehen, denn dies ist leider eine Fehlinformation.
Warum?
Ich versuch es zu erklären.
Zurzeit mache ich ein Praktikum im Bereich der Werbefotografie. Heute Morgen fiel mit die neue PAGE 06/11 (ein Magazin für Grafik-Designer und Kreative) in die Hände, die einen sehr guten Bericht zum Thema Bildrechte enthielt, woraufhin ich meinen Chef ein Loch zu diesem Thema in den Bauch fragte.
Gerade in Zeiten von Twitter, Facebook und Google ist es ja sooo einfach in den Besitz schöner Bilder zu kommen und solange man sie für sich privat behält ist das auch okay, aber was passiert, wenn ich sie auf meinen Blog verwende?
Widmen wir uns den BuchcovernAm Anfang steht ein Verlag mit einem Manuskript. Der Verlag beauftragt einen Grafik-Designer (oder eine Grafik-Design Agentur) mit dem Entwerfen eines Covers. Und da kommt auch schon die große Aufgabe für den Grafiker, denn die Denkarbeit, das sogenannte Brainstorming, gehört mit zu den wichtigsten Prozessen beim erschaffen eines Covers.
Zuerst wird das Manuskript (oder eine umfangreiche Zusammenfassung) gelesen. Zusammen mit dem Verlag und dem Autor werden diverse Ansätze ausgearbeitet, dabei sollte die grafische Linie des Verlages ebenso wie die Meinung des Autors Beachtung finden. Dieser Prozess kann mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die stärksten und besten Ideen werden zu sogenannten Reinzeichnungen umgesetzt (das sind praktisch schon fertige Cover, nur noch ohne Buch). Meist will der Verlag unter drei Entwürfen auswählen. Und das sind keine drei Entwürfe, die sich sehen, nein, im Gegenteil. Die Reinzeichnungen müssen sich vollkommen voneinander unterscheiden, sollen aber gleichwertig stark für den Inhalt des Buches stehen. Genau für diese Arbeit werden Grafiker bezahlt! Eine vorhandene Idee umsetzten ist relativ einfach, wenn man die nötigen Programme und das Know-How hat, aber eine Idee entdecken, das ist etwas Einzigartiges.
Am Ende entscheidet sich der Verlag für eine der drei Reinzeichnungen, die dann zum Cover umgesetzt wird. Noch ist die Idee das geistige Eigentum des Grafikers und er hat alle Rechte daran. Diese gibt er, da er ja vom Verlag beauftragt wurde, an den Verlag ab. Der Verlag ist nun Rechteinhaber der Idee und der visuellen Umsetzung des Covers, für das er bezahlt hat.
Und nun kommt der Blogger ins Spiel, der das Buch gekauft hat, es abfotografiert und dann für seinen Blog verwendet. Aber nur weil man selbst ein Foto vom Buch macht wird man nicht zum Eigentümer des Buches. Die Rechte liegen noch immer beim Verlag.
Es kommt natürlich nur selten vor, dass ein Verlag einen Blogger wegen Verletzung der Bildrechte verklagt, ABER es kommt vor. Wie kann man also auf Nummer sicher gehen?
Ganz einfach. Egal ob Ihr ein Coverbild von einer Verlagsseite verwendet oder selbst eins abfotografiert, Ihr könnt immer eine Bildquelle in Linkform angeben. Wichtig ist dabei, dass die Links aktiv sind (also das man ihn anklicken kann und dadurch auf eine andere Website kommt). Suchmaschinen durchsuchen regelmäßig Blogs und Websites nach diesen Links, Ihr helft somit dem Verlag und dem Buch zu mehr Klicks und schafft gleichzeitig für die Besucher Eures Blogs eine direkte Brücke zu dem Produkt. Wenn Ihr ein Buch vorgestellt habt, dass zurzeit total im Kommen ist, kann es auch sein, dass Euer Blog oder Eure Website im Suchmaschinen-Ranking nach oben rutscht. Von dieses Direct-Links profitieren also alle.
Wer ganz, ganz sicher gehen will, kann natürlich auch direkt an den Verlag schreiben und um Erlaubnis bitten oder einfach fragen wie es dort rechtlich zugeht.
Wie oben bereits erwähnt ist das Thema Bildrechte extrem umfangreich und sehr schwer zu durchschauen. Sollten sich also auch in meinen Text Fehlinformationen eingeschlichen haben, wär ich sehr denkbar, wenn Ihr ein Kommentar schreiben würdet.
Ich hoffe dieser kleine Beitrag hilft Euch in Zukunft beim Umgang mit Bildrechten. Viel Spaß beim bloggen ^,-,^Bildquelle & Rechte: vampiresupport.blogspot.com


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