Wir sind noch und wieder da!

Ja, natürlich gibt es uns noch. Wir haben uns nur aus den Augen verloren. Und das finden wir ganz schön schade.

Es sind über zwei Jahre vergangen, in denen bei uns so viel passiert ist! Das letzte Mal schrieben wir über unsere Renovierung und den Umzug. Nun haben wir endlich, endlich den Punkt gefunden, an dem wir mit dem Bloggen weitermachen können und wollen.

Heute gibt es die geballten Informationen aus zwei Jahren. Natürlich werden wir in der kommenden Zeit sicherlich einiges davon aufgreifen, ausführen und einzeln thematisieren.

Wollt Ihr wissen, was seit dem Umzug alles geschah?

  • Wir haben uns wunderbar eingelebt und sind täglich dankbar, den großen Schritt „Hausverkauf und Neukauf“ gewagt zu haben! Wir lieben unseren neuen Wohnort sehr – Kleinstadt neben einer anderen Kleinstadt und beides nahe dem Ruhrgebiet mit all seinen Möglichkeiten. Das empfinden wir als perfekt für uns. Drumherum hübsche Landschaft, Spaziergänge am Rhein …Übrigens wohnen wir nun fußläufig zu jenem romantischen Wasserschloss, in dem wir 2003 geheiratet haben. (seit dem 28. Januar 2020 sind wir übrigens seit 20 Jahren ein Paar!)
  • Unsere neue Schule der älteren Drei ist wunderbar ! Eine „Ausnahme-Schule“ mit wunderbarer Leitung, die ihre Ideale an das Kollegium weitergibt. Wertschätzend, urteilsfrei und Kinder/Jugendliche liebend.
  • Unsere Kinder hatten natürlich alle zwischenzeitlich Geburtstag. Ja, äh, mehrmals sogar: Nummer 1 ist inzwischen 17 Jahre alt, Nummer 2 ist bald 16 Jahre alt, Nummer 3 ist 12 Jahre alt und Nummer 4 ist 6 Jahre alt.
  • Nummer 4 kam auf Antrag verfrüht in die Schule und lebte sich dort wunderbar ein. Es kam im Kindergarten Langeweile auf – da war zudem auch immer viel innerer Stress wegen der für ihn mangelnden Struktur und der Lautstärke. In seiner Grundschule hat er eine Lehrerin, die ihn ganz genau so wahrnehmen kann wie wir. Sie hat sehr viel Freude am (manchmal herausforderndem) Umgang mit unserem Sohni.
  • Einer unserer beiden Kater ist umgezogen – K1 hat sich ein kinderloses Ehepaar gesucht, das gerade seinen Hund verloren hatte. Man verliebte sich in K1 und wir besprachen, dass er dort wohnen bleiben darf. K1 begrüßte mich dort in der Wohnung mit scheinbar schlechtem Gewissen und versteckte sich dann hinter einer Wagenladung teurem Katzenfutter, das aus irgendeinem flauschigen Grund angeschafft worden war. K2 vermisste ihn exakt einen Tag lang. Immerhin sind sie ja auch nur Zwillinge und waren nie zuvor getrennt … Wie war das nochmal: Katzen haben 20% so viel des Bindungshormons Oxytocin im Blut im Vergleich zu Hunden …?
  • Apropos Hund: Unserem weißen Pudel-Winzling H1 geht es prächtig. Er hat inzwischen sehr viel Vertrauen in sein Menschenrudel und in unsere Besucher gefasst. Man merkt immer noch, dass ihm zu Beginn seines Lebens sowohl eine artgerechte Sozialisation als auch Liebe und Anleitung gefehlt haben. Aber es geht ihm gut und das ist für uns das Wichtigste. Er ist zauberhaft sensibel und beschützend sowie auch ausgesprochen intelligent. Und er hat so richtig süße Knopfaugen …

 Zu mir:

  • Ich habe meine Ausbildungen zur psychologischen Beraterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie zur Schematherapeutin und zum familienbiographischen Coach absolviert und die beiden Prüfungen (schriftlich und mündlich) vor dem Gesundheitsamt richtig gut bestanden. Derzeit arbeite ich als Dozentin und im Bereich Marketing für die Deutsche Heilpraktikerschule in Mülheim. Zugleich bauen wir im Souterrain unseres Hauses meine zukünftige Praxis aus – ein Projekt mit Hürden und Vorfreude und Hürden und Vorfreude. Aber dazu später mehr.
  • Die Umstellung von der eher rückzügigen Elternzeit mit dem vielen Lernen auf das Dozieren vor Leuten ist nach wie vor für mich nicht ohne. Ich wurde und werde von Nervosität, Befürchtungen und Unsicherheiten durchgeschüttelt. Diese überwinde ich Schritt für Schritt und spüre, wie sehr ich es liebe, mein Wissen weiterzugeben. Das Feedback der Schüler*innen ist immer so ausgesprochen gut, dass es mich bestätigt, den nächsten inneren Schritt zu wagen. Innerhalb des Familiensystems bringt eine Mutter, die Herz und Hirn des System war und sich dann mehr und mehr auf sich und ihre eigenen Ziele besinnt, mächtig viel durcheinander. Aber auch dazu gibt es in der kommenden Zeit mehr

Persönliches:

  • Zu meinen Eltern und meinem Bruder habe ich nach wie vor keinen Kontakt
  • Ich bin inzwischen 43 Jahre alt geworden.
  • Während meiner Ausbildung inklusive der vielen Stunden Selbsterfahrung wurde mir bewusst, dass nicht nur mein älterer Bruder sondern auch ich selbst das Asperger Syndrom habe, beziehungsweise mich im Autistischen Spektrum bewege (so wird das zukünftig bezeichnet werden). Irgendwann vor Jahren hat einmal eine unserer Leserinnen hier sehr wertschätzend und wohlmeinend in diese Richtung kommentiert und gefragt, ob ich nicht vielleicht Autistin sei – das würde für sie immer wieder so durchschimmern. Ich traf also vor zwei Jahren meine Supervisorin, erzählte ihr von meinem Verdacht und sie nickte nur wissend und begreifend. Dann bot sie mir auf Grund der deutlichen und klaren Symptomatik an, mich für eine offizielle Diagnose an einen befreundeten Psychiater zu verweisen. Anschließend berieten wir diesen Vorschlag und ich beschloss, eine offizielle Diagnose auszuschließen. Ich wüsste nicht, welche Vorteile das für mich hätte, befürchte jedoch Nachteile. Ich nehme mich seitdem allerdings mit so viel mehr Verständnis an, gehe anders mit mir um und begreife all die vielen Schwierigkeiten meiner Vergangenheit so viel besser. Und es machte plötzlich auch Sinn, dass ich so viele Autist*innen in verschiedenen Altersstufen kenne und als Freund*innen habe …
  • Ich pflege derzeit die Idee von einem „Praxis-Hund“. Im Grunde wünsche ich mir seit Kindertagen einen eignen Hund und im Augenblick denke ich darüber nach, wann ein guter Zeitpunkt für einen Zweithund sein könnte. Für mich ist immerhin schon klar: Es soll eine Pudeldame sein, möglichst eine weiße. Die Rasse ist sehr gut geeignet als Therapiebegleithunde (eine Ausbildung würde folgen), sehr klug und zugleich sensibel, ohne Eigengeruch und allergikerfeindliches Fell (wegen der Patienten wichtig).

Zu Mister Essential:

  • Vor dem Umzug und der anstehenden Renovierung hatte ich, bedingt durch die Nachwirkungen meiner Krankheit, noch riesigen Respekt vor den anstehenden Arbeiten. Jedoch gab mir auch die Tatsache, dass ich die notwendigen Heimwerkeraufgaben wenn auch vielleicht nicht mit Bravour, so doch hinlänglich bewältigt habe, einigen Aufwind. Seitdem betreibe ich ein recht intensives Sportprogramm und plane, demnächst einen Trainingsraum im Keller einzurichten. Der erste Schritt – eine Klimmzugstange – ist bereits getan und ich gehe der ganzen Familie sporadisch mit meinen komischen Fitness-Ernährungsgewohnheiten auf die Nerven. Früher habe ich das ganze „Protein-Shakes, Brokkoli und Hähnchen“-Zeug selber ein wenig affig gefunden, aber damals war ich noch jung. Mittlerweile muss ich mich aus verschiedenen Gründen etwas mehr anstrengen …
  • Ich habe durch Ms. Essentials Ausbildung einiges „nebenher“ gelernt, die ich mittlerweile auch beruflich einsetze. Neben meinem eigentlichen Job in einer Kommunikationsagentur versuche ich, mehr Vorträge und Fachbeiträge im Bereich Marketing zu übernehmen, unter anderem als Gastdozent an einer Universität und Weiterbildungseinrichtung für Marketer (für alle Branchenfremden: das ist mehr oder weniger der denglische Fachbegriff für Leute wie mich).
  • Ich habe in den letzten sechs Jahren gemerkt, wie beeindruckend anders es doch ist, neben drei Töchtern auch einen Sohn zu haben. Ganz ohne irgendwelchen Einfluss meinerseits (!) hat Nummer 4 eine große Begeisterung für Lego entwickelt. Zufälligerweise war das als Kind auch mein liebstes Spielzeug für viele, viele Jahre und ich merke, dass es dem eigenen inneren Kind sehr gut tut, dieses Interesse ganz legitim noch einmal ausleben zu dürfen. Wir bauen regelmäßig zusammen und wann immer er gerne etwas Neues hätte, aber kein Geld hat, versuche ich Lego-Sets nachzubauen oder ihm neue Dinge zu basteln.
  • Eine meiner größten Herausforderungen ist aktuell das Einteilen der Zeit zwischen Job, Arbeit in der Familie, „echter“ Familienzeit, Paarzeit und Zeit für mich. Irgendwas kommt immer zu kurz und meistens ist das Zeit für mich. Das ist ein Thema an dem Ms. Essential und ich aus verschiedenen Richtungen arbeiten und wir schaffen es, sehr konstruktiv zu sein – dennoch sind die Erfolge (in der Sache) nur in sehr kleinen Schritten zu sehen.

So, das war´s erstmal für heute – aber hier wieder ab und zu zu schreiben gehört definitiv zu unseren guten Vorsätzen für 2020! (auch wenn wir damit jetzt reichlich spät dran sind)

Viele Grüße,

Mrs. und Mr. Essential

Wir sind noch und wieder da!


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