Wir schreiben pharaonisch

Wir schreiben pharaonisch

Im November sah es auf dem Kronberg so aus. Heute wohl anders.

Man ist an gewissen Tagen eine Funktion des Wetters. Heute gibt die Prognose mit gebieterischem Timbre vor, dass man gefälligst in die Ostschweiz gehe, wo sich in den Föhnregionen eventuell noch die Sonne zeigen kann. Getreulich setzen wir die Vorgabe um und steigen - nicht besonders originell, ich weiss - auf den Kronberg. Wehe, Wetter, wenn du die Frechheit besitzt, mich zuerst zu ködern und mir dann die Sonne vorzuenthalten! Das wäre gar nicht nett.
PS1: Wir schreiten rapid Richtung Frühling. 84.5 Prozent des kalendarischen Winters sind mit heute absolviert. Herrlich. Nun ist der Moment, Vitamintabletten einzuwerfen und irgendwie inmitten all der Vergrippten gesund zu bleiben. Durchhalten, Leute, durchhalten!
PS2: Ich lese gerade eine unglaublich interessante Neuerscheinung, "Hieroglyphen mit Geheimnis" von Karl-Theodor Zauzich, einem pensionierten Ägyptologieprofessor aus Deutschland. Es geht um die Herkunft unseres Alphabets, in dem auch dieser Eintrag gehalten ist. Dass es vom phönizischen Alphabet abgeleitet ist, darin ist sich die Wissenschaft einig. Aber woher kommt das phönizische Alphabet? Laut Zauzich von den ägpytischen Hieroglyphen in ihrer kursiven (hieratischen) Version. Wir schreiben also pharaonisch. Jawohl.

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