winterzeit ist glühweinzeit. das ValeFritz rezept zum selber brauen.

Von Valefritz

also mal ehrlich; ich muss nicht bis zum advent warten…

gerade spriessen die glühwein- und maronistände wie pilze aus dem boden. auf dem nachhauseweg nüchtern zu bleiben wird von tag zu tag schwieriger, muss man doch unzählige dieser stände passieren, egal von wo nach wo man sich bewegt… was mir (leider) immer wieder auffällt, ist der umstand, dass oft mit sehr schlechtem wein gearbeitet wird und ganze früchte mitgekocht werden. beides ist eine sünde und sollte unbedingt vermeidet werden. ansonsten ist die richtige würze geschmacksache. dies ist eine version, welche ich sehr gerne trinke:

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0.75 l rotwein, saft von je 1/2 orange und 1/2 zitrone,

4 nelken, 1 zimtstange, schale von je 1/2 orange und 1/3 zitrone,

1 el zucker, 1 el honig, kompresse, orangenlikör

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den rotwein erhitzen (90°), er darf aber auf keinen fall kochen (!). den honig unterrühren. die zimtstange in kleinere stücke brechen. die kompresse auslegen und die nelken, den zimt sowie die schalen drauflegen und zu einem säcklein binden. der gewürzsack im rotwein ca. 20 minuten ziehen lassen. nach dem der gewünschte würzgrad erreicht wurde, die gewürze entfernen und den saft der halben orange und halben zitrone zugiessen. danach mit zucker und orangenlikör nach belieben abschmecken.

sofort an einem kalten, mit roten lämpchen beleuchteten ort geniessen.

der rotwein darf nicht fehlerhaft sein. daher sollte man einen kaufen, welchen man auch sonst trinken würde. also; einerseits nicht der billigste fusel, andererseits aber auch kein super exklusiven spitzenwein. er kann ruhig ein wenig fruchtig sein. beim schälen der früchte muss unbedingt beachtet werden, dass der weisse teil zwischen schale und fruchtfleisch nicht in das gewürzsäcklein gelangt, da dieser den glühwein bitter machen würde. wie lange die gewürze ziehen müssen ist geschmacksache. falls der drink mit etwas likör aufgepeppt wird, empfehle ich grand marnier, der passt wunderbar.