Wintergrillen mit Campingaz: Ein Rücken vom schottischen Longhorn

Wintergrillen mit Campingaz: Ein Rücken vom schottischen LonghornCampingaz Wintergrillen

Seit vor etwa 7 Monaten der DRY AGER in mein Wohnzimmer und der Campingaz Master 4 Series Classic auf der Terrasse eingezogen sind, hat sich mein Fleischkonsum drastisch verändert: Ich esse seither quasi kein Fleisch mehr, das ich nicht selbst gereift habe und grille deutlich häufiger als zuvor. Warum? Grillen mit Gas mag vielleicht nicht des Gourmet-Grillers allererste Wahl sein, doch es ist unübertroffen praktisch wenn es darum geht, seinem Steak ohne großen Aufwand eine perfekte Kruste zu verpassen. Und wenn ich schon Monate investiere, um mein Fleisch auf Hochgenuss zu reifen, dann hat dieses Fleisch eine Hitze verdient, die ihm nur nur ein Grill wie dieser bieten kann. So trug es sich zu, dass just im Dezember der neueste Rücken seine 40 Tage Reifezeit abgehangen hatte – ein guter Anlass, um ein paar Freunde einzuladen und ihnen zu beweisen, dass Grillen im Winter wahnsinnig unterschätzt wird.

Campingaz Wintergrillen

Der Rücken: Scottish Highland Cattle aus Ostfriesland

Ich bestelle mein Fleisch seit einiger Zeit bei einem Online-Händler, der gute Kontakte zu Züchtern hat und mir die Transparenz gewährleisten kann, die ich beim Fleischkauf erwarte. Der Kundenberater meines Vertrauen meldet sich bei mir, sobald er einen besonderen Rücken auf Lager hat. Sein letzter Clou war eine Kreuzung aus Simmentaler und Piemonteser Rind, mit einer Marmorierung wie aus dem Bilderbruch und einer massiven Größe. Diesen Rücken habe ich 100 Tage abgehangen und damit eine Aromenentwicklung bewirkt, wie ich sie nicht für möglich gehalten hätte. Der extrem rindige Geschmack, mit käsigen Noten, die fast schon in Richtung Edelschimmel gingen, war dem ein oder anderen Testesser damals zu heftig. Deshalb beschloss ich, den nächsten Rücken deutlich kürzer zu reifen – das Wintergrillen mit vielen unerfahrenen Fleischessern bereits vor Augen. Der Rücken für diesen Anlass stammte von einem Schottischen Hochlandrind, das sechs Jahre alt wurde. Geboren, gehalten und geschlachtet in Ostfriesland – auf importierte Fleischware verzichte ich mittlerweile (mit wenigen Ausnahmen).

Campingaz Wintergrillen

Wintergrillen wie aus dem Bilderbuch

Als ich am Nachmittag den halben Rinderrücken aus dem Reifeschrank im Wohnzimmer hieve, fällt mein Blick nach draußen. Kleine Flöckchen tänzeln vor der Scheibe, ein gutes Zeichen. Wenn man schon zum Wintergrillen lädt, sollte man zumindest für Schnee gesorgt haben. Es läuft also alles nach Plan. Ich packe die Knochensäge ein, verpacke behutsam den dunkelrot-schwarz abgetrockneten Koloss (15 KG) und verlade ihn ins Auto. Wir haben den elterlichen Garten für unsere kleine Fleischparty angemietet. Als wir ankommen ist alles noch viel weißer, als wir erhofft hatten. Die Füße im Schnee, die Hände am Rinderrücken, so habe ich mir das vorgestellt – selbst der Hund kann das Fleischglück spüren und schlawenzelt um mich herum. Damit ich für abends den nötigen Wissensvorsprung habe, will ich bereits nachmittags ein Probe-Stück grillen. (Und auch, um ein schönes Foto bei Tageslicht machen zu können). Ich heize den Campingaz vor, was bei den eisigen Temperaturen etwas länger dauert, aber immer noch sehr sehr schnell geht. Alle Regler auf „Vollgas“ und binnen 15 Minuten herrschen im Inneren Temperaturen um die 300 Grad.

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Das Sägen ist des Reifers Lust

Was mich noch von meinem Testgrillen trennt, ist eine kleine Sägeaktion mit archaischem Charakter. Zweimal habe ich das bislang gemacht, jedesmal war es ein einzigartiges Gefühl, den über Monate gehehgten Rücken in seine Einzelteile zu zerlegen und zum ersten mal den Blick ins Innere werfen zu können. Farbe, Marmorierung, Geruch, Konsistenz offenbaren sich dann und lassen erste Mutmaßungen über den Geschmack zu. Ich setze meine Knochensäge an, um den Rücken in 10 wunderschöne Kotletts zu zerteilen – doch es kommt nicht dazu. Der Chef des Hauses hat in der Garage bereits seine Stichsäge angeworfen. „Geht doch viel schneller“, ruft er mir zu und ich folge seinem Angebot mit meinen eiskalten Händen gerne. So stehen gegen 15 Uhr zwei Männer in der Garage und sägen mit Leidenschaft.

Campingaz WintergrillenDer Blick ins Fleisch fällt bei mir zunächst verhalten euphorisch aus. Die Marmorierung ist sehr dezent, neben den großen Fettadern im Ribeye nur wenige kleine Fett-Äderchen. Der Geruch ist außergewöhnlich, erinnert mich ein wenig an grünen Spargel und Marzipan – die tiefrote Farbe zeugt von erfreulicher Reifewirkung. 40 Tage Reifung wirklen sich primär auf die Textur aus, erst nach 30 Tagen setzt die Aromen-Enwticklung ein. Die ersten Nuancen klingen aber bereits durch. Ich bin extrem gespannt auf den Geschmackstest. Bevor ich den Test auf dem Grill wage, putze ich die Steaks auf Hochglanz. Das Sägeblatt hat Spuren hinterlassen, außerdem müssen die ausgetrockneten Ränder und ein Teil des Fetts entfernt werden.

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Der erste Test auf dem Campingaz

Punkt 16 Uhr herrscht im Grill Höllenhitze. Die Säge-Aktion hat etwas länger gedauert, was die Temperatur des Rosts auf traumhaftes Grill-Niveau getrieben hat. Das Geräusch beim Erstkontakt zwischen Fleisch und Rost hätte ich euch gerne aufgenommen, allerdings lenkt mich der Geruch in diesem Moment zu sehr ab. Hier erkenne ich die Dry-Aging Noten noch deutlicher, ich bin ungeduldig, will probieren. Das Stück auf dem Grill ist ein Edel-Abfallstück. Zum Ende des Rückens wird der Fleischanteil des verhältnismäßig kleinen Rückens sehr dünn, die Steaks sehr flach. Daher habe ich ein etwa 15 Zentimeter langes Teil aus dem Roastbeef komplett von Knochen und Fett befreit und in kleine Steaks geschnitten. Durch die geringe Stärke kam hier der Effekt der Abtrocknung besonders stark zur Geltung, die Steaks ähneln in ihrer Farbe Thunfisch.

Campingaz WintergrillenDas Verrückte: Dieser Vergleich setzt sich beim Geschmackstest fort. Nach drei Minuten direkter Campingaz-Power hebe ich das Fleisch auf mein Tranchierbrett. Die kurze Ruhezeit wird zur Zerreisprobe, dann der Anschnitt. Schaut euch diese Farbe an. Ich nehme den ersten Bissen und bin fasziniert. Das Fleisch, das ich im Inneren bleu belassen habe, erinnert frappierend an Thunfisch. Extrem zart, sodass es sich wortwörtlich am Gaumen zerdrücken lässt – und das trotz einer sehr mageren Struktur. Der Geschmack: Fast süßlich, marzipanartig, mild fleischig. Ich nehme kaum Reifenoten wahr, dafür aber Fleischnoten und eine Textur, wie ich sie noch nie erlebt habe – dazu die perfekten Röstaromen an der Außenseite. Mit dem Gefühl einer sensationellen und außergewöhnlichen Generalprobe freue ich mich auf den Abend.

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Longhorn-Steaks für alle

Gegen 19 Uhr heizt der Campingaz ein zweites mal gen Höllenhitze. Auf dem Seitenflügel stehen 10 wunderschöne Cote de Boeufs bereit, hinter mir blicken diverse Augenpaare auf den Rost und die ersten Flammen. Der schmelzende Fettrand sorgt für kurze kleine Fettbrände und ich lasse mich benebeln vom Dunst, der aus dem Campingaz emporsteigt. Ich grille auf direkter Hitze, 4 Minuten von jeder Seite. Dann lege ich die Steaks vom Rost auf die Grillplatte, die nur dezenzt erhitzt wird, schließe den Deckel und gare die 6-Zentimeter dicken Fleischträume bei 180 Grad zu Ende. Fast alle plädieren für Medium rare – sprich nur ca. 10 Minuten Nachgarzeit. Ich bin dankbar, so kultivierte Gäste zu haben.

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Das Tasting

Zum Vergleich serviere ich eines der letzten Steaks der 100 Tage gereiften, vor Fett strotzenden Piemonteser/Simmentaler-Kuh. Der Kontrast zum 40 Tage gereiften Longhorn fält extrem aus. „Fast wie Schinken“ urteilen einige zum stark gedryageden Stück – wie erwartet ist einigen die extreme Aromenentwicklung zu geschmacksintensiv. Das Longhorn sorgt hingegen für Begeisterung bei allen. „Das beste Fleisch, das ich bisher gegessen habe“, sagt einer. „Unglaublich süß und zart,“ bestätigen andere meine Erfahrung des Nachmittags. Die grandiosen Röstaromen des Campingaz und das ungewöhnlich milde Fleisch des Highland-Rinds ergeben eine Geschmackserfahrung, die nicht nur für mich bereichernd ist. Ich grille mehrere Runden, um den Hunger zu stillen und beantworte Fragen, die dieses Fleisch ohne Zweifel aufwirft. Im positiven Sinne.

Campingaz Wintergrillen

Wintergrillen auf dem Campingaz

Da dieser Beitrag in Kooperation mit Campingaz entsteht, will ich natürlich auch zum Grill einige Worte verlieren. Zum ersten mal musste der Campingaz bei Minustemperaturen ran. Das Hochheizen dauerte dabei nur unwesentlich länger, die Hitze blieb stabil auf idealem Grillniveau und das geniale Grillergebnis spricht für sich. Von 0 auf Vollhitze in unter 20 Minuten ist für mich nach wie vor ein Praxis-Faktor, den ich einfach nicht missen möchte. Gerade bei einer Grillparty, wo dauerhaft gleichbleibende Hitze unabdingbar ist, spielt der Campingaz seine Stärken aus. Die einfache Reinigung habe ich ja bereits mehrfach erwähnt, aber es ist und bliebt einfach ein Argument für diesen Grill.

Wintergrillen mit Campingaz: Ein Rücken vom schottischen Longhorn

Verlosung: Gewinne einen 50 Euro Gutschein für den Online-Shop von Campingaz

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Grillhersteller Campingaz, der mir den Master 4 Series Classic zum Testen bereitgestellt hat. Deshalb verlose ich hier mit Campingaz noch einen 50 Euro Gutschein für den Online-Shop. Was ihr tun müsst? Sagt mir in den Kommentaren hier oder unter dem Facebook-Post, ob ihr schonmal von Campingaz gehört habt und was ihr generell vom Grillen mit Gas haltet.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel von Schlaraffenwelt.de und Campingaz

  1. Der Veranstalter des Gewinnspiels ist “Schlaraffenwelt.de”.
  2. Das Gewinnspiel läuft vom 15. November 2017, 12:00 Uhr bis 17. November 2017, 18:00 Uhr.
  3. Es wird ein 50 Euro Gutschein für den Online-Shop von Campingaz verlost.
  4. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden oder auf andere Personen übertragen werden. Campingaz ist zur Einlösung des Gewinns an den Gewinner verpflichtet.
  5. Die Gewinner werden per Zufall unter allen Kommentatoren unter dem Blogpost und dem Facebook-Post ermittelt und unmittelbar nach Ablauf des Gewinnspiels per Mail oder Facebook-Direktnachricht benachrichtigt.
  6. Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 24 Stunden melden, verfällt der Gewinn-Anspruch und ein anderer Gewinner (erneute Zufalls-Auslosung) rückt nach.
  7. Der Gewinner ist verpflichtet, seine Adresse per E-Mail oder Facebook-Direktnachricht an Schlaraffenwelt zu senden. Der Veranstalter gibt diese Adressen an Campingaz weiter, damit der Gewinn verschickt werden kann.
  8. Alle erhobenen Daten werden vertraulich behandelt und einzig für das Gewinnspiel verwendet.
  9. Es gilt nur ein Kommentar pro Person. Sollte ein Teilnehmer mehrere Kommentare posten gilt nur der zuerst verfasste Kommentar.
  10. Die Teilnahme ist auf Deutschland beschränkt. Eine Teilnahme unter 18 Jahren ist nicht möglich.
  11. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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