Seine Äußerung zur möglichen Freigabe von Windows als Open Source fiel bei der Technologiekonferenz ChefConv, die überwiegend von Linux-Administratoren besucht wurde – und Russinovich bekam dafür satten Beifall.
Es ging ihm offensichtlich darum, der Open-Source-Welt klar zu machen, dass Microsoft sich verändert hat. “Wir haben eine Geschichte, über die wir hinwegkommen müssen”, sagte er. “Wir schlagen die Trommeln so laut, wie wir können.”
Schon die Nachrichten, dass Windows 10 für kleinere Systeme kostenlos abgegeben werden soll und dass sich auch Raubkopien auf Windows 10 updaten lassen, deuteten in diese Richtung. Microsoft möchte Windows möglichst auf jedem Gerät vom großen Unternehmensserver bis zum letzten Smartphone wissen, um die User optimal tracken zu können. Denn das neue Gold des Internet sind die Daten der Benutzer.
Deshalb sollte man dabei immer bedenken, dass es den Handelnden weiterhin darum geht, Geld zu verdienen. Nur kann man das inzwischen besser mit dem Verkauf der Daten, die Menschen bei der Programmnutzung erzeugen, als mit dem Verkauf der Programme selbst an die Menschen.
Denn die glauben dann ja, sie kriegen etwas umsonst…