WILD am Sonntag – der verwirrte Wochenrückblick. Geburtenberge und Gurken

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Die Vermessung der Welt – durch die EU-Kommission.

So manch einer fragt sich: Wer ist dieser Hausmeister eigentlich? Warum gibt er hier zu allem seinen Senf dazu?
Nun, das ist schnell erklärt - ich bin der, der schon immer zuviel war.
Ich kam 1964 zusammen mit 1.357.303 anderen Kindern auf die Welt. Wir waren also insgesamt 1.357.304 neugeborene Babys in Deutschland.
Meine Mutter mußte damals vor dem Krankenhaus ne Nummer ziehen und warten bis sie zur Entbindung aufgerufen wurde. Als mein Vater mir dann auf der Entbindungsstation durch die Scheibe zuwinkte, winkten ungefähr 100 andere Babys und 40 Schwestern zurück.

Zu viele Kinder, zu wenig Orientierung

In meinem Kindergarten gab es dann viel zu viele Kinder und viel zu wenig Stühle. Jeden morgen stellten wir auf und sangen ein Lied, während wir um die aufgereihten Stühle herumliefen. Wenn die Kindergärtnerin dann in die Hände klatschte, mussten sich alle schnell hinsetzen. Nun ratet mal, wer den Rest des Tages immer stehen musste, weil es zu wenig Stühle gab… eben! So wurde wahrscheinlich das Spiel “Reise nach Jerusalem” erfunden.
Um ein ähnliches Dilemma in der Schule zu umgehen, wurde ich bereits im Alter von 5 Jahren eingeschult. Da waren es dann nicht ganz so viele Kinder und ich durfte sitzen. Und trotzdem… in der Realschule waren wir bis zur Teilung der Klassen an die 50 Kinder im Zimmer! Ich saß meistens vorn. Nicht weil ich ein Streber war, sondern in den hinteren Reihen brannte einem der Zigarettenqualm in den Augen. Im Unterricht wurden wir mit Informationen überflutet. Von den wusste ich oft nicht für was sie gut sein sollten und vieles interessierte mich nicht. Zu wem ich mich zugehörig fühlen sollte, wusste ich ebenfalls nicht so recht. Die besten Gespräche fanden nicht im Unterricht, sondern in der Raucherecke in den Pausen statt. Aber ich rauchte nicht. So kam es dazu dass ich mich desorientiert, überinformiert und wie das fünfte Rad am Wagen fühlte. Das alles wirkt bis heute nach.

Bürokratischer Geburtenberg

Vielleicht bin ich gar nicht er einzige, welcher zu viel ist. Blickt man zur EU-Kommission könnte man meinen, dort treibt sich der gesamte Geburtenüberschuss früherer Jahre herum. Den Butterberg haben sie inzwischen allesamt aufgefuttert. Überfettet und gelangweilt beschäftigt man sich nun mit der Größe von Gurken, dem Durchmesser von Pizza und aktuell mit Ölfläschchen auf Restauranttischen. Der Bürger hört dies, schüttelt den Kopf und macht (unfreiwillig) den Geldbeutel wieder auf, damit dieser Brüsseler Geburtenberg am Leben erhalten werden kann.

In einem Moment, wo das Vertrauen in den Euro immer mehr schwindet, fällt den Bürokraten dann auch noch ein, einfach mal das Kleingeld wegzulassen. Ist doch eh alles richtig teuer geworden. Da braucht es diese Centstücke nicht mehr. Ich würde sagen: “Richtig! Da alles teuer geworden ist, benötigen wir keine Centstücke mehr und keine Bürokraten, die sich immer noch mehr Unsinn ausdenken!”

Für jeden Schwachsinn gibts eine Lobby

Aber halt – so einfach ist das gar nicht. Ich habe mir echt mal die Mühe gemacht und mich mal ein bisschen mehr informiert als sonst… Gurkenbiegung, Pizzadurchmesser… glaubt Ihr, das denken sich die Politiker aus? Weit gefehlt! Es sind die Einfälle der Industrie, der Produzenten, Discounter usw… Mit ihren Ideen gehen sie dann nach Brüssel. Dort wird die Forderung dann abgenickt und als Gesetz umgesetzt. So läuft das. Merke: Hinter jedem Politiker steckt auch ein Lobbyist!

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1- und 2 Centstücke belegen Plätze 2 und 3 hinter dem Teuro.

Viagra umsonst! (fast)

Der Pharmakonzern PFIZER verlor erst vor kurzem den Patentschutz für den Cholesterinsenker Sortis. Nun fällt auch der Patentschutz für deren Penisheber Viagra. Die blaue Potenzpille darf nun kopiert und kostengünstiger angeboten werden. Um die 2,50 Euro soll der Spaß nun pro Pille und Ständer kosten. Ein Schnäppchen finde ich.

Eurovision: Abgesang

Deutschland verlor beim “Eurozone-Schreigesang”. Aber das hatten wir ja schon. Platz 21 möchte ich nur nachreichen. Den Versprecher von dieser Lena Mayer Landshut, oder so ähnlich, hatten wir noch nicht. Vielleicht kann sie singen – ablesen kann sie halt nicht.
Aber muß man das ein Debakel nennen? Ich möchte nicht im Alter von 13 Jahren was im Fernsehen aufsagen müssen.
Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hat unterdessen den Schuldigen für die schlechte Platzierung ausgemacht: Angela Merkel. Denn schliesslich stünde da ja auch Deutschland auf der Tribüne, meinte er.
Und so titelt dann die AUGSCHBURGER ALLGEMEINE: 18 Punkte für Angela Merkel.
Nein lieber Herr Schreiber, da stand weder Angela Merkel noch Deutschland auf der Bühne, sondern eine Blondine namens Cascada, welche mit einer Variation einer austauschbaren Soundsauße  zwischen Ballermann-Gefühl und Bierzeltromantik umher stampfte und versuchte, das Publikum zum Schunkeln zu bewegen. Dieser Abgesang auf den Schlager und gleichzeitig ein Beleg für musik-industriell geschürtes  Phantasiesterben war mit der Platzierung noch gut bedient.

Verantwortung für das Klima der Kälte

Wenn man Angela Merkel für etwas verantwortlich machen muss, dann ist es das Wetter. Saukalt und nass – und das wegen einem Grönland-Tief. Da hätte die Bundeskanzlerin was tun müssen.

“Liebe Frau Merkel, Deutschland friert. Helfen Sie uns!”

Verbraucher retten Deutschland vor der Rezension!

So lautete die Überschrift diese Woche bei Yahoo. Die Kauflaune der Deutschen scheint demnach ungebremst – Wen wundert das bei all den tollen riesigen Fernsehgeräten, riesigen Kühlschränken und riesigen Smartphones. Der deutsche Bürger pfeift auf die Rezension! Er will riesig! Für´s Sparen bekommt man kein Geld, für´s Ausgeben schon. Die Deutschen machen es einfach den Banken und Politikern nach – Kaufen und Geld ausgeben. Es geht nur noch nach oben. Das macht wirklich Spaß. Wir wollen pompöööööser als pompöös sein! Wir wollen Europameister werden!

Finale ohhooo!

Die ganze Woche war geprägt von der Fußballweltmeisterschaft in England – der Tschämpionslieg. Deutschland gegen Deutschland, Norddeutschland gegen Süddeutschland, Kampfgeist gegen Geld, Dortmund gegen Bayern, Schwarz-Gelb gegen Rot… Hä? War da nicht was mit Rot-Grün? Ach nee, Rot-Grün war ja Augschburg. der FC Augschburg darf ja in der Bundesliga bleiben. Herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt! Und weil wir schon beim Gratulieren sind… Herzlichen Glückwunsch Jupp zum Gewinn der deutschen Meisterschaft und zum Gewinn der Tschämpionsliga! Er hat den Bayern tolle Erfolge beschert und hat sich am gestrigen Abend selbst beschenkt. (“Leistung statt Hinterziehung”, wäre das nicht auch mal ein Slogan?)

Baldiger Abschied der Versenker?

Bin gespannt von wem man sich noch so in den nächsten Tagen alles verabschieden muß… Gomez vielleicht? De Maizíere? Ach lassen wir uns einfach überraschen. Die Zwei haben übrigens etwas gemeinsam: Der eine versenkt Fußbälle im Tor… der andere versenkt Steuergelder im Nirwana. Jedenfalls hat Merkel schonmal dem Uli die Hand gereicht – Steht noch ein Abschied an?

Ich versenke mich…äh, verabschiede mich auf alle Fälle von Euch – in den Urlaub. Den nächsten Rückblick gibt es deshalb erst in zwei Wochen.


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