Wieso Veganer-sein nicht nur Vorteile hat. 4 Gründe warum…


Wenn man eine Weile vegan lebt, so sammelt man so manche Erfahrung. So sind dabei positive, aber manchmal auch negative Aspekte vertreten.
Auch wenn der Anteil an Vegetariern sowie Veganern in  unserer Gesellschaft steigt und die Nachfrage nach veganen sowie vegetarischen Alternativen immer mehr Anklang findet, so ist man als Veganer nach wie vor Angehöriger einer Minderheit. Oftmals wird das was einen dazu treibt Tierprodukte freiwillig von seinem Speiseplan zu streichen dabei nicht wirklich verstanden. Oder aber auch als extrem, manchmal einseitig oder ungesund betrachtet.

Von daher heute mal ein paar Gründe warum Veganer-sein nicht nur Vorteile hat:

essen

1.) Auswärts essen

Es ist nichts leichter als mal eben mit Freunden, Familie oder dem Partner auswärts essen zu gehen. Denn so gut wie überall wird man eine vegane Alternative finden.

Das stimmt. Ich habe bislang immer eine vegane Alternative gefunden. Nichts desto trotz hängt das auch stark von der jeweils zur Verfügung gestellten Auswahl ab. In einem alteingesessenen Wirtshaus in tiefster Landidylle wird es mitunter schwer sein einfach mal so etwas Veganes zu finden. Man kann sich selbstverständlich immer etwas aus sogenannten „Beilagen“ zusammenstellen lassen oder auf die klassischen Pommes mit Ketch-up und einem Salat mit Essig-Öl-Dressing zurückgreifen. Das bedeutet dann eben, dass man seine Ansprüche etwas zurückschrauben muss und halt nicht mal wie früher einfach in ein Restaurant gehen und was von der Speisekarte bestellen kann.
Wenn man nicht unbedingt die Erwartungshaltung hat in einem Restaurant ein üppiges veganes Angebot vorzufinden, dann ist auch spontan mal irgendwo hinzugehen kein Problem. Erfahrungsgemäß findet man beim Italiener sowie Inder auch als Veganer immer etwas Leckeres auf der Speisekarte😉.
Nichts desto trotz bedeutet auswärts essen mitunter auch Recherche. Da gibt es mitunter Seiten wie happycow, die einem die Suche nach einem veganerfreundlichen Ambiente erleichtern.

Dasselbe gilt für die Planung eines potentiellen Urlaubs oder Kurztripps. Je nachdem wo man sich entschließt hinzufahren, gestaltet sich die Nahrungsaufnahme leichter oder auch mal etwas schwieriger.

Das Angebot veganer Alternativen wächst stetig. Nichts desto trotz bedeutet auswärts essen als Veganer, je nachdem wo man nun einmal lebt – ob in einer Großstadt oder eher auf dem Land – dass es leichter oder auch mal erschwerlicher sein kann etwas zu essen zu finden.

sozial

2.) Der soziale Aspekt

Essen hat mitunter auch etwas mit gesellschaftlicher Interaktion zu tun. Als jemand, der sich rein pflanzlich ernährt kann es gut sein, dass man damit aus der Reihe tanzt. Und damit erntet man nicht immer nur Zuspruch und Veständnis. Denn man ist anders, gehört nicht zur großen Mehrheit, schwimmt gegen den Strom. Das wirft dann natürlich Fragen auf, macht mitunter skeptisch und manchmal stößt das sogar auf.
Wenn man sich entschließt anders zu sein bzw. nach einem anderen Lebensmodell zu leben als der Rest der Gesellschaft, dann muss man sich dessen einfach bewusst sein.

So kann es mitunter auch mal vorkommen, dass man sich zwischen seinen Liebsten und seinen eigenen moralischen Grundsätzen hin und her gerissen fühlt. Je nachdem wie Familie, Partner oder Freunde nun einmal auf die Umstellung der eigenen Ernährungsweise reagieren, einen unterstützen oder eben nicht.

Es ist meiner Ansicht nach oftmals leicht zu sagen, dass man auf Menschen, die einen nicht so akzeptieren wie man ist oder sich entschieden hat zu leben, nicht angewiesen ist. Doch gerade wenn es sich um Menschen handelt, die einem nahe stehen ist das eben nicht so einfach als wie bei Fremden.
Manchmal können auch Angst, Sorge (zum Beispiel vor möglichen Nährstoffmängeln) oder gewisse Vorurteile so ein Faktor sein, der einen Kompromiss in Sachen Essgewohnheiten schwierig macht. Hierbei ist dann von beiden Seiten ein gewisses Maß an Offenheit bzw. Kompromissbereitschaft gefragt.

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3.) Selbstdisziplin

Würde man mich fragen ob vegane Ernährung etwas mit Selbstdisziplin zu tun hat, so würde ich da aus persönlicher Sicht mit Nein antworten. Ich habe noch nie irgendein Tierprodukt oder ein Gericht, welches ein soches beinhaltet vermisst oder das Verlangen danach gehabt. Ich hatte noch nie Sehnsucht nach Käse, einem Spiegelei oder sonstigem. Im Grunde waren nur die ersten paar Wochen eine Umstellung. Heute ist das alles für mich Gewohnheit wie für einen anderen die Mischkost.
Nichts desto trotz gibt es auch wieder andere, denen das mit der Umstellung auf eine vegane Ernährung nicht so leicht fällt. Und für die ist das dann tatsächlich mit einer Art Selbstdisziplin verbunden. Und das vielleicht obwohl sie über die Hintergründe, die ethischen, wie ökologischen, sowie sozialen Aspekte Bescheid wissen. Da ist die Erinnerung an den Geschmack eines Stückes Käse oder ähnlichem dann mit einer gewissen Sehnsucht verbunden. Oder der Geschmack überstimmt die Vernunft.

Manchmal gibt es diese Situationen, in denen hat man mitunter Hunger und würde auch gerne etwas essen, es bleibt einem jedoch nichts anderes übrig als vor einem leeren Teller zu sitzen. Schlicht deshalb, weil es keine vegane Alternative gibt. Oder weil man sich selbst nichts mitbringen konnte. Oder aber es stünde eine vegane Alternative wie beispielsweise Bananen zu Verfügung, aber man möchte nicht schon wieder solche essen, weil man vielleicht gerne mal etwas Abwechslung hätte.
In solchen Situationen kann der Hunger dann mitunter schon mal zu so etwas wie einer Probe der eigenen Selbstdisziplin werden, in der man abwägen muss, ob man dazu tendiert eine Ausnahme zu machen oder nicht.

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 4.) Informations-Überflutung

Insbesondere wenn man sich intensiver mit einer Thematik beschäftigt, kann es durchaus vorkommen, dass einen die ganzen Informationen schlichtweg überfluten und damit schlussendlich auch wegzuspülen drohen. Denn es gibt so viele verschiedenen Baustellen, die unserer Aufmerksamkeit bedürften.
So sollte man idealerweise wenn man nicht schon auf Tierprodukte verzichtet, auch versuchen seinen Plastikverbrauch zu reduzieren, bestenfalls nur noch mit dem Rad fahren, Konsum entsagen, sein Geld am besten an zehn verschiedene Hilfsorganisationen spenden, selbst auf die Straße gehen und sich für Tierschutz, Umweltschutz, gegen soziale Ungerechtigkeit, gegen Rassismus und so vieles mehr stark machen.
So gibt es Veganer, die noch einen Schritt weiter gehen und sich beispielsweise für Minimalismus als Lebenseinstellung entscheiden. So mag Konsumverzicht für den einen befreiend sein, für einen anderen wiederum bedeutet es eine Einschränkung der eigenen Lebensqualität.

Insgesamt ist vegan leben teilweise ein ständiger Entwicklungsprozess. Man lernt stets dazu, sammelt neue Erfahrungen und gwinnt damit auch neue Eindrücke. Nichts desto trotz, so viel man angesichts der ganzen vorherrschenden Misstände auch tun könnte und so groß vielleicht auch die Erwartungshaltung des einen oder anderen an einen selbst sein mag, muss man für sich selbst abwägen wie weit man gehen möchte.


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