Wie Sie ihren Traumjob nie erreichen werden

Von Orumpf

Viele Menschen haben einen Job, der nicht so richtig gut, aber auch nicht so richtig schlecht ist, ihren wahren Traum allerdings verwirklichen sie nicht. Dabei scheitert es nicht an den Möglichkeiten oder am Können, sondern meist an der Einstellung.

Wichtige Fragen an die richtigen Menschen

Es ist ein sonniger Tag, der große Büroraum mit modernen Tischen und zwei Pflanzen bestückt, durch die Milchscheibe sieht man Schatten von Mitarbeitern im Gang vorbeihuschen. Der Personaler sitzt Ihnen lächelnd gegenüber und macht Ihnen deutlich, dass Sie diesen Job haben können. Möchten Sie ihn denn antreten? Sie sagen ohne lange nachzudenken ausdrucksstark "Ja" und ziehen die Mundwinkel nach oben. Die Denkblase über ihrem Kopf allerdings beinhaltet einen ganz anderen Text, und der geht in etwa so: Dieser Job ist nicht mein Traumjob, aber er ist ein Einstieg. Ich muss die Miete zahlen und was sollen die Leute denken wenn ich ein sicheres Angebot ausschlage. Außerdem kann ich mich ja auch weiter entwickeln und umorientieren. Also nicht zögern, sonst denkt der Personaler vielleicht, mir ist es nicht ernst.

Man sollte sich darüber bewusst sein, dass man bei wichtigen Entscheidungen im Leben die richtigen Leute fragen muss. Wenn Sie Angst vor dem Englischtest haben, weil Sprachen nicht ihr Fall sind, können Sie sich zu Hause einschließen und alleine versuchen, zu lernen, was wahrscheinlich überhaupt keinen Spaß macht und zusätzlich noch ineffektiv ist. Sie können ihre Eltern fragen, die sagen werden, dass Sie sich auf den Hosenboden setzen und lernen sollen. Oder Sie fragen den Freund aus der Klasse, der trotz Englisch-Desinteresse gut abgeschnitten hat und erfahren, dass er professionelle Hilfe hatte, von http://www.nachhilfeportal.de/nachhilfe/münchen.

Von ganz unten nach ganz oben funktioniert nicht

Es lassen sich immer Gründe finden, in dem Job zu bleiben, den man gerade hat. Ein Kredit, ein Kind, eine Reise, was auch immer es ist, die Gründe sind oftmals auch berechtigt. Deshalb ist es wichtig, sich so früh wie möglich darüber im Klaren zu sein, wo Sie hin möchten. Menschen sind Gewohnheitstiere. Je älter Sie werden, je länger Sie irgendwo dabei sind, desto geringer die Motivation, sich nochmal umzugewöhnen.

Wenn Sie bei Kaiser's an der Kasse arbeiten, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie mit Fleiß eines Tages Vorstandschef werden. Dazu bedarf es eines Studiums, nach dem gleichen Prinzip funktionieren unzählige andere Jobs. Wenn Sie als Kostümbildnerin arbeiten, wird der Regisseur nicht erkennen, dass Sie eigentlich Schauspielerin werden möchten und Sie engagieren, weil es so natürlich aussieht, wie Sie die Klamotten zurück auf den Ständer hängen. Jede Branche hat andere Regeln, und die gilt es, ausfindig zu machen und dann alle Kraft auf ein Ziel zu bündeln. Aktuelle Jobangebote verschiedener Branchen, Informationen und Inspirationen finden Sie leicht online, zum Beispiel bei Experteer.

Die Stimme in Ihrem Kopf

Doch die Stimmen in ihrem Kopf werden nicht weniger, wenn überhaupt lernen Sie nur, diese stärker zu verdrängen. Denn selbst wenn sich eine greifbare Möglichkeit auftut, ihren Traumjob zu ergattern, zögern vor allem Frauen, weil Sie sich nicht als gut genug einschätzen. Das kann der Realität entsprechen, allerdings trifft das ebenso auf den männlichen Kollegen zu, der den Mut hatte, sich zu bewerben. In dieser Welt muss man sich verkaufen können. Bewerben Sie sich auch auf Arbeitsstellen, für die Sie sich als nicht gut genug erachten. nur so können Sie überhaupt beachtet werden und sollten Sie den Job wirklich kriegen, werden Sie sich einarbeiten und ihre Lücken auffüllen, denn Sie wachsen mit den Anforderungen, unzählige Männer vor Ihnen taten es ebenso.

Die alte Leier über die Unterschiede zwischen Frau und Mann

Doch wenn auch die Frauen es irgendwie immer schwieriger haben, so soll dieses Faktum nicht über die Gemeinsamkeiten hinweg täuschen. Denn bevor die Umwelt Sie stoppen kann, stoppen Sie sich meist schon selbst. Lassen Sie Ihr Ego nicht dazwischen kommen, wenn sich über Kontakte eine Stelle ergibt. Glaube Sie nicht daran, dass Sie befördert werden, wenn Sie den Barbesuch knicken und stattdessen alleine im Büro bleiben. Es ist bewiesen, dass Menschen mit hohem Alkoholkonsum die besseren Jobs haben, weil Sie gerne mit Kollegen und Freunden noch einen Trinken gehen und plötzlich interne Neuigkeiten oder Tipps erhalten, die im Büro nicht ausgetauscht werden.

Sie wollen nach oben? Bewerben Sie sich da, wo Sie hinwollen. Mehr als eine Ablehnung können Sie nicht erhalten. Seien Sie zielstrebig und bissfest. Und egal in welchem Alter Sie sind, es ist nie zu spät. Das sind nur Ausreden und Grenzen, die Sie sich selbst setzen. Fragen Sie, wenn Sie Hilfe brauchen. Wenn Sie Ihren Job hassen, bewerben Sie sich woanders. Hören Sie auf, Etwas nicht zu tun, weil "die Leute" darüber reden könnten. Es ist Ihr Leben und Sie haben nur dieses eine. Lernen Sie immer dazu. Belegen Sie Kurse für besseres Sprechen, Schreiben, Essen. Egal, was es ist, kämpfen Sie dafür. Sie haben Zeit, nutzen Sie sie!

Text: Antje Sachwitz

Bildquelle: Benjamin Thorn( pixelio.de)