Wie mich der Weltuntergang auf meinen Lebensweg brachte

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Ein Gastartikel von Anchu Kögl.

Es war der Frühling 2011 und ich machte gerade ein Auslandssemester in Italien. Ich studierte Wirtschaftsingenieurwesen im sechsten Semester und hatte eine Karriere in einer großen Firma angepeilt. Eigentlich.

Eines Abends ging ich mit meiner damaligen Freundin, einer zuckersüßen blonden Brasilianerin, spazieren. Ich weiß gar nicht mehr, wie genau wir auf das Thema zu sprechen kamen. Auf jeden Fall redeten wir plötzlich darüber, was wir den tun würden, wenn wir die Gewissheit hätten, dass 2012 die Welt untergeht.

Ich antworte:

„Ich würde bis dahin so viel reisen wie ich nur könnte, am Strand rumsitzen, viel feiern und mein Leben genießen. Und ich würde ein Buch schreiben.“

„Du würdest ein Buch schreiben, Anchu?“

„Ja, davon habe ich schon immer geträumt.“

Das, was eigentlich nur eine humorvolle Unterhaltung über den Weltuntergang war, veränderte im Nachhinein mein Leben – und zwar maßgeblich. Denn diese Unterhaltung lies mich nicht mehr los.

In den Wochen und Monaten danach, fragte ich mich immer wieder, warum ich mein Leben komplett anders leben würde, wenn ich wüsste, das es bald vorbei wäre.

Sollte ich denn mein Leben nicht trotzdem so leben, wie ich es mir wünsche?

Auf diese Frage folgte über ein Jahr des Verlorenseins und des nicht wissen, was ich mit meinem Leben machen will. Ich zog zurück nach Deutschland, trennte mich auf äußert schmerzhafte Art und Weiße von der Brasilianerin und fing ein Praktikum in einer internationalen Firma an – nur um es kurze Zeit später wieder abzubrechen.

Februar 2012 hatte ich dann meinen Tiefpunkt erreicht. Freundin weg, keine Wohnung, Praktikum abgebrochen und keine Ahnung, was ich im Leben machen will. Ich war seelisch und mental am Ende, fühlte mich leer und verloren. Doch das Leben plätscherte weiter vor sich hin.

Ich beschäftigte mich viel mit mir selbst und machte nur das Allernötigste, um irgendwie meinen Bachelor Abschluss zu machen – zum Glück fehlte mir nicht mehr viel.

Ich wusste, was ich nicht wollte

September 2012 war es dann soweit: Ich hatte meinen Bachelorabschluss in der Tasche und die Gewissheit, dass ich nie in diesem Bereich arbeiten möchte – egal wie gut die Karrierechancen auch sind und wie viel Geld ich verdienen könnte. Ich spürte einfach, dass es mich nicht glücklich machen würde.

Einige Zeit später bekam ich ein Gefühl dafür, was ich den gerne machen würde und womit ich mein täglich Brot verdienen möchte: Ein Dating- und Männlichkeitsratgeber.

Es hatte mich schon immer begeistert, andere Menschen zu inspirieren und zu helfen – und mit dem Thema Frauen und Männlichkeit hatte ich mich schon intensivst seit längerer Zeit beschäftigt.

Auch hatte ich bei ein paar Seminaren eines guten Freundes ausgeholfen, ein bekannter Datingcoach. Letztendlich habe ich also nur noch eins und eins zusammengezählt.

Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es aber noch mal über ein halbes Jahr. Es fiel mir einfach unglaublich schwer, mit meinem Blog zu starten. Denn ich wusste, wenn ich erst anfange, gibt es kaum noch ein zurück. Schließlich schreibe ich nicht über Kuscheltiere und Pfannkuchen, sondern über Dating, Sex und Männlichkeit – filterlos und sehr persönlich. Doch gerade das ist meine Marktlücke.

Ich schreibe über sehr persönliche Erfahrungen und die Leeren die ich daraus gezogen habe: One-Night-Stands, Affären, gescheiterte Beziehungen. Ich erkläre, was die Grundlagen des Frauen verführens sind und wie single Männer eine Freundin bekommen – und diese auch halten. Ich helfe Männern also dabei, dass Sex- und Liebesleben zu haben, dass sie sich wünschen.

Gefällt das jedem? Nein, natürlich nicht. Genauso wie ich immer wieder danksagende E-Mails bekomme, gibt es auch viel Kritik und ab und zu einige Hass-Mails. Mein Blog polarisiert – und genau deshalb, habe ich auch eine sehr treue und stetig wachsende Leserschaft bekommen. Die Garantie oder gar die Gewissheit, dass ich jemals davon leben kann, habe ich aber natürlich nicht.

Momentan reise ich durch Südamerika und schreibe an meinem ersten Buch. Egal wie gut es sich verkaufen wird und ob ich davon leben werde oder nicht, die Erfahrungen die ich schon jetzt gemacht habe, sind unbezahlbar.

Falls du dich fragst, Nein, ich mache mir nicht nur Sorgen um die Zukunft, sondern ich habe eine tierische Angst – und zwar jeden einzelnen Tag. Ich frage mich immer wieder, was ich mir den da mal wieder in den Kopf gesetzt habe.

anchu-koegler-portraitDiese Bedrücktheit liegt schwer und zehrt an mir. Doch wenn ich in mich gehe, merke ich, dass diese Bedrücktheit nichts im Vergleich dazu ist, nicht das zu machen, was ich wirklich will.

Denn ich liebe das was ich tue, jeden einzelnen Tag. Mal komme ich gut voran, mal weniger, es ist ein steiniger Weg. Jedoch ist dies egal, denn es ist mein Weg. Das macht einen riesen Unterschied. Und mich macht es glücklich.

Über Anchu Kögl:

Anchu ist der Autor des bevorstehenden Buchs „Attraktive Männlichkeit – Verführe Frauen durch männliche Polarität“ und reist um die Welt. Auf seinem Blog schreibt er über Frauen, Sex und Männlichkeit: www.intensiver.net

 

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