Wie lernt man “über Wasser gehen”?

Vorab – es geht. Das muss man wissen. Nicht glauben, nicht hoffen, nicht vermuten. Einfach wissen.
Auch muss man wissen, wer über Wasser geht bekommt schonmal nasse Füße. Doch dazu später.
Kürzlich habe ich es mit ein paar Freunden ausprobiert, nicht hier sondern in einer sonnigeren Gegend (und kürzlich ist vielleicht nicht übermäßig präzise), aber dieses Experiment läßt sich jederzeit wiederholen. Es funktioniert einfach.

Ein paar Sachen sollte man wissen, ein paar Regeln beachten.

Zunächst ist wichtig -  N I E nach unten schauen. Niemals.
Wer nach unten schaut, der beweist – er glaubt an die Legende von der Bodenhaftung. Diese Verschwörungstheorie ist aber gerade im Fall des “über Wasser laufens” extrem kontraproduktiv. Bodenhaftung bringt einen zwar manchmal bis zum Meeresgrund, führt über Wasser unweigerlich zum Untergang.

Dann ist es wichtig, das ganze  “zügig” zu veranstalten.  Denn es interessiert sich niemand für stundenlange Wattwanderungen jenseits der Nichtschwimmerzone. Wichtiger noch -  man gerät sehr schnell aus dem Focus der TV-Kameras.

Dann muss man darauf achten niemals über fremden, möglicherweise sehr  tiefen …   – was ich aber leider aus didaktischen Gründen hier nicht näher ausführen kann.

Viele kennen noch den uralten Kohlwitz, der ja auch “über Wasser” gehen konnte, wo das Presseecho ja eher negativ war  (der  Spiegel titelte:  “Schwimmen kann er auch nicht”).

Das zeigt – Wunder wollen geschickt und sparsam eingesetzt werden. Auch bei großen Hollywood-Schinken sind die Spezialeffekte sehr teuer. Wunder sind immer teuer, immer.

Ich komme auf das Thema, weil ich vor Tagen die Fähigkeit von “Guttenberg – über Wasser gehen”angezweifelt habe. Nun wäre es unfair jemandem vorzuwerfen, er könne etwas nicht, wenn sich raus stellt, es kann keiner.
Bei Guttenberg ist es gerade im Moment schwer zu sagen worauf er steht. Steht er auf dem Spiegel des grossen politischen Sees (tief versunken in den eigenen Anblick), oder auf den Schultern der ihn stützenden Parteigenossen. Seiner Mimik (so er eine hat) ist es nichts an zu merken.

Nun bleibt mir nur noch, auf “nasse Füsse” zurueck zu kommen. Also … ähm …  das muss man als  “Bild” sehen.  Kann heissen, auch die Oberschenkel werden nass, kann heissen, das Wasser steht einem auch schonmal bis zum Hals,  aber bitte – letztlich sind das Nebensächlichkeiten, Hauptsache man kommt nicht um. Wer das Ziel immer  vor Augen hat,  der  kuckt  … so wie Guttenberg.

Und wenn – wie heisst es im Film so gern “aber er hat es wenigstens versucht”. Und wenn man umkommt, dann erwartet kein Mensch eine Entschuldigung.


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