Wie läuft´s weiter? Oder: der nächste Lauf ist geplant!

Die letzten drei Wochen nach dem Marathon habe ich mir ein wenig Ruhe gegönnt und konnte so etwas mehr Yoga praktizieren. Ich habe einige lockere, kürzere Läufe eingestreut und meine erste Radausfahrt in diesem Jahr vollbracht *schäm*. Aber was soll ich nun machen, ein Jahr oder länger auf den nächsten Marathon vor mich hintrainieren, einen Triathlon einstreuen, umschwenken auf etwas anderes?

Natürlich freue ich mich auf das Yoga Festival im Juni und auch auf meinen Workshop im Mai mit Bryan Kest, aber ein Läufer bleibt ein Läufer.

Die Motivationslangeweile hat schon nach etwa zwei Wochen eingesetzt, also mussten neue Ziele her.

Das Rad wurde fit gemacht, also ich habe es fit machen lassen (ja, da bin ich eine Prinzessin, die ein eigenes Rennrad hat, übrigens ein rotes, das sie weder jemals selbstständig putzen noch neue Luft aufpumpen musste; und noch einmal ja, ich wäre raus aus dem Rennen, wenn mir ein Reifen/Schlauch platzt, denn wechseln kann ich die auch nicht. Zu meiner Verteidigung: die Kette ist mir schon einmal abgesprungen und ich habe sie ganz allein wieder draufbekommen; immerhin, oder?). Es ging raus auf die Landstraße und von null gleich auf 45km mit starkem Gegenwind und entsprechenden Verspannungen im Nachhinein war die erste Ausfahrt weggestrampelt.

Mein Triathlondebüt im letzten Jahr hat Lust auf ‘Mehr’ gemacht, aber leider stellte sich nun heraus, die Wettkämpfe, die mir gefallen, finden erst im Spätsommer statt und fallen voraussichtlich in meinen Urlaub, den ich üblicherweise mit einer Reise verbringen werde.

Es kam mir auch in den Sinn, ich muss unbedingt mehr in meiner Heimatstadt laufen und meinen Kiez unterstützen. Außerdem fehlt mir irgendwie die Wettkampferfahrung und kürzere Strecken mit ähnlich viel Gewühl wie beim Vienna City Marathon gibt es in der Hauptstadt ja genug.

Nach langer Überlegung und ohne gleich zu übertreiben, scheint mir ein 10 Meilen Lauf in 8 Wochen ein realistisches Ziel. Möchte noch etwas schneller werden und da erhoffe ich mir in der Vorbereitungszeit etwas.

Außerdem würde ich gern in 6 Wochen (hab ich gerade gesagt ‘ohne gleich zu übertreiben’?) an einem Halbmarathon teilnehmen, denn ich bin diese Strecke noch nie in einem Wettkampf gelaufen und ich möchte unbedingt über diese BBI-Baustelle rennen.

Da mir mein Berliner Stadtrandkiez sehr am Herzen liegt und ich bereits unfreiwillig während eines Trainings im letzten Jahr durch das Ziel des Marienfelder Herbstlaufes gerannt bin, werde ich in diesem Jahr ganz mit Absicht und vorheriger Anmeldung daran teilnehmen. Der Herbstlauf ist zum Sommerlauf umfunktioniert, passt mir ja sehr gut in den Plan, und findet am Sonntag, den 03.Juli statt.

2 Wochen davor, am 19. Juni, startet der Airport Run (Halbmarathon). Leider gibt es keinen anderen HM in unmittelbarer Nähe, der in den Juli fällt, sonst hätte ich den ausgesucht, aber vielleicht klappt es ja mit der Taperingphase, dass ich zwei Wochen später den 10 Meilen Lauf auch in einer ordentlichen Zeit weglaufen kann.

Nun ist es raus, die nächsten Wettkämpfe stehen also nahezu fest, mein Plan ist geschrieben; ich freue mich, etwas Neues ausprobieren zu können und bin gespannt, wie ich mich so auf kürzeren Strecken machen werde. Der endgültige Entschluss wird in den kommenden Trainingswochen fallen, wenn ich sehe, wie ich mich so mache.

Ob ich zwei Wochen nach dem HM den 16 Meilen Lauf laufe, laufen sollte, laufen kann? Mein selbstgestrickter Plan, der sich aus den Trainingsergebnissen der Marathonvorbereitung und einigen Internetplänen, die mir sinnvoll schienen, zusammensetzt, sieht den 10 Meilen Lauf als ultimativen Abschluss vor. Die letzten zwei Wochen werden für die Taperingphase genutzt, so dass ich hoffentlich erfrischt nach dem HM die 16km angehen werde.

Während ich das schreibe, stelle ich mir vor, wie sich beim Leser die Haare aufstellen – ‘die Kleine kann sich doch nicht zwei Wochen vor dem eigentlichen Wettkampf ohnmächtig laufen und dann verlangen eine gute Zeit zu laufen’. Also, wie immer, Kommentare sind sehr willkommen, aber bitte hängt mich nicht zu hoch an den Pranger.



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