Wie geht es Ihnen denn mit Ihrer Scham?

Scham ist eine Reaktion, die auch im Coachingprozess gezeigt wird. Wir schämen uns für etwas, was in uns ist. Oder wie wir uns verhalten. Scham ist eine unwillkürliche Reaktion, die sich dann zeigt, wenn wir irgendwo getroffen wurden. Dabei gibt es für jede gezeigte Scham auch einen Menschen, der uns beschämt hat. Das vergessen wir meistens. Beschämung ist alltäglich und zeigt Missbilligung für etwas, das wir tun oder nicht tun. Hilfreich für unseren Prozess der Gesundung dabei ist es, genau diesen Sachverhalt zu trennen: Wo Scham auftaucht, gibt es auch immer jemand, der uns beschämt hat. Und für Beschämung – ich nenne es auch normale Erziehung – gibt es viele, viele Möglichkeiten und Ausdrucksformen: Hochgezogene Augenbraue, gerunzelte Stirn, Blick der Missbilligung, Kontaktabbruch, Worte usw….

Wer hat uns die Scham eingepflanzt?

Scham an sich ist in meinen Augen ein automatisiertes Verhalten, um den Gruppenregeln zu genügen. Wir schämen uns, wenn wir gegen diese verstoßen. Und tun alles, um dazu zu gehören. Wichtig ist es, genau herauszufinden, wo die Scham denn begonnen hat. Zu welchem Zeitpunkt, bei welcher Gelegenheit? Wer hat uns mit einer hochgezogenen Augenbraue denn gezeigt, dass ein Verhalten nicht in Ordnung war. Und – das was uns damals beschämt hat – gilt das auch noch heute. Wo wir doch erwachsen geworden sind. Wo wir unsere eigenen Lebens-Regeln machen können? Oder wirkt das Saatgut der Scham von damals immer noch in uns?

Scham als Gefühl engt uns ein, behindert uns in der Entfaltung unserer Lebendigkeit. Deshalb ist es gut, wenn wir uns immer dann dem Thema behutsam nähern, wenn wir Scham empfinden. In dem Moment einfach stehen zu bleiben. Durchzuschaufen. Und zu schauen: Was war das gerade für eine Situation? An was erinnert sie mich? Wofür genau schäme ich mich denn eigentlich? Stimmt der Kontaxt noch, für den ich mich schäme? Wo genau nehme ich denn die Scham in mir wahr? Welche Gedanken kommen, welche Empfindungen?


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