Wie ein Despot: Trump schränkt Zugang der Presse massiv ein

Die Medienpolitik des Weißen Hauses erinnert immer mehr an jene von Despoten: Frustriert, dass es selten gute Presse gibt, wird der Zugang zu Präsidenten Trump und seinem Team sukzessive eingeschränkt.

Bei den einst turbulenten Presse-Briefings mit Sean Spicer, die früher Quoten-Hits waren, sind Live-Übertagungen inzwischen meistens komplett untersagt, zum Ende der Fragestunde darf nur eine Audio-Aufzeichnung veröffentlicht werden.

CNN ließ zuletzt sogar ein paar Skizzen von einem Gerichtszeichner anfertigen zur spannenderen Bebilderung beim Abspielen des Tapes.

CNN sent Bill Hennessy, the network’s regular Supreme Court sketch artist, to the White House briefing today. https://t.co/c0yvofNinq pic.twitter.com/issRqyl9i8

— Brian Stelter (@brianstelter) June 23, 2017

Spicer bleibt weiterhin Gründe schuldig, warum keine Live-Bilder gesendet werden dürfen.

Spicer und Vizesprecherin Sarah Huckabee Sanders beantworten auch kaum mehr Fragen von “feindlichen Medien”, vor allem CNN.

Gleichzeitig gibt es immer weniger Gelegenheiten, Trump direkt zu fragen: Beim gemeinsamen Auftritt mit Indiens Premierminister Narendra Modi im Rosengarten verlas der Präsident lediglich eine schwülstige Stellungnahme, Reporterfragen waren nicht erlaubt.

Trump hat in mehr als fünf Monaten im Amt erst eine einzige Pressekonferenz abgehalten – und die wurde zum epischen Desaster…


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