Wie Du möchtest, dass man Dich behandelt, so behandele auch andere!

Wie Du möchtest, dass man Dich behandelt, so behandele auch andere!

Das Foto wurde von Astrid Müller zur Verfügung gestellt

Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute eine Geschichte der Brüder Grimm erzählen:
„Der alte Großvater und sein Enkel“

"Es war einmal ein Großvater, der schon sehr, sehr alt und gebrechlich war.
Seine Beine gehorchten ihm kaum noch, seine Augen sahen schlecht, seine Ohren hörten nicht mehr viel und Zähne hatte er auch keine mehr.

Wie Du möchtest, dass man Dich behandelt, so behandele auch andere!

Quelle: www.fritz-kamping-haus.de

Wenn er aß, floss dem alten Mann die Suppe wieder aus dem Mund.
Sein Sohn und seine Schwiegertochter ließen ihn deshalb nicht mehr mit am Tisch essen, weil sie der Meinung waren, den Anblick des alten Vaters nicht mehr ertragen zu können.
Stattdessen brachten ihm sein Essen hinter den Ofen, wo er in seiner Ecke auf einem alten Stuhl saß.

Eines Tages, als man ihm die Suppe in einer Porzellanschale gebracht hatte, ließ er aufgrund seiner zittrigen Hände die Schale fallen und sie zerbrach.
Die Schwiegertochter machte dem Greis schreckliche Vorwürfe, sie brüllte ihn an, dass er ihnen im Haus alles beschädige und das Geschirr zerschlage, und sagte, dass sie ihm von jetzt an das Essen nur noch in einem Holzschüsselchen servieren werde.
Wie Du möchtest, dass man Dich behandelt, so behandele auch andere!Der alte Mann seufzte nur tief und schwieg.
Als der Mann und die Frau einige Tage später zu Hause beisammen saßen, sahen sie, dass ihr kleiner Sohn von 7 Jahren auf dem Fußboden mit kleinen Brettern spielte und etwas zimmerte.
Der Vater fragte ihn: "Was soll das denn werden, Mischa?"
Und Mischa antwortete: "Das soll ein Holzschüsselchen werden, Vater.
Daraus werde ich Dir und der Mutter zu essen geben, wenn Ihr alt geworden seid."
Der Mann und die Frau sahen sich an und weinten. Ihnen wurde plötzlich bewusst, wie sehr sie den alten Mann gekränkt hatten und sie schämten sich. Fortan ließen sie ihn wieder am Tisch sitzen und waren freundlich zu ihm.“
Ihr Lieben,

das Schöne an Märchen, an vielen Geschichten ist, dass sie gut ausgehen, dass Menschen zur Einsicht gelangen, sich versöhnen, ein Freudenfest feiern und manche Märchen enden dann mit dem schönen Satz:
„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“
Aber die Wirklichkeit des 21.Jahrhunderts ist eine andere:
Da werden alte Menschen zuhause von ihren Angehörigen schlechter als ein Hund gehalten, da werden alte Menschen ins Altersheim abgeschoben, „damit sie nicht stören!“ und wenn alte Menschen im Sterben liegen, dann werden sie schnell in ein Krankenhaus abgeschoben, um nicht den alten Menschen auf seinem letzten Weg begleiten und dem Tod begegnen zu müssen.
Über 100 Jahre ist es her, dass die Brüder Grimm dieses Märchen aufgeschrieben haben.

Technisch hat die Welt seitdem einen riesigen, ja man muss sagen, gewaltigen Sprung gemacht, aber menschlich kann ich da keine großen Fortschritte feststellen!
Wir sollten immer daran denken:

"Verantwortlich leben, bedeutet Dankbarkeit gegenüber denen,
denen wir unser Leben verdanken, und Unterstützung derer,
die uns ihr Leben verdanken." (Alexander Rykow)
Wenn wir mit uns ins Reine kommen wollen,

wenn wir innerhalb unserer Familie in einer glücklichen Gemeinschaft leben wollen,
wenn wir verantwortlich leben wollen, dann müssen wir drei Dinge im Auge behalten:
1.  Wir sollten denen Dankbarkeit zollen, denen wir unser Leben verdanken und das nicht nur in den Zeiten, in denen es unseren Eltern und Großeltern gutgeht, sondern auch in den Zeiten, in denen sie auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Nicht immer ist es möglich, als Angehöriger die Pflege zu übernehmen, wenn es nötig werden sollte, aber ein Besuch im Alters- und Pflegeheim sollte immer möglich sein.
Als ich in ihren letzten Lebensjahren meine Mutter, mit der ich mich ausgesöhnt hatte, im Altersheim regelmäßig besuchte, war ich erschrocken darüber, dass es dort viele alte Menschen gab, die niemals Besuch von Angehörigen bekamen, obwohl sie zahlreiche Angehörige hatten.
2.  Wir sollten auf unsere eigenen Bedürfnisse achten, darauf, dass auch unsere Wünsche und Hoffnungen nicht zu kurz kommen, und wir sollten darauf achten, regelmäßig Ruhe und Frieden zu finden. Denn nur der, der zufrieden und mit sich selbst eins ist, wird sich auch in positiver Weise um andere Menschen kümmern können.
3.  Wir sollten unseren Kindern und Enkelkindern viel Liebe schenken, viel Zeit, viel Vertrauen, viel Hoffnung, viel Zuwendung.
Unser Enkelkinder brauchen keine teuren Geschenke, sie brauchen unser Liebe, unsere Zuwendung, unser Vertrauen und die Gewissheit, dass wir, was auch immer geschehen möge, bedingungslos zu ihnen stehen.
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch einen ruhigen Nachmittag, Gemütlichkeit zuhause bei dem regnerischen Wetter und ganz viel Freude in Euer Herz
Euer glücklicher Werner aus Bremen 

Wie Du möchtest, dass man Dich behandelt, so behandele auch andere!

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Danke für die schöne Zeit