Wichtige Gedanken zu Vertrauen und Toleranz

Von Wernerbremen

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
Heute Abend möchte ich Euch eine russische Fabel erzählen:
„Das Eichhörnchen und der Wolf“
Unter einem Baum schlief ein Wolf und über ihm auf den Ästen hüpfte
ein vergnügtes Eichhörnchen umher. Aus Unachtsamkeit fiel es dabei auf den Wolf.
Dieser schreckte auf, fing das erschrockene Tierchen und wollte es auffressen.

Quelle: Helga und Gerd Steuer

»Lass mich frei!«, flehte das Eichhörnchen. »Gut«, entgegnete der Wolf, »aber dafür musst du mir erzählen, warum ihr Eichhörnchen immer so fröhlich seid.
Ihr hüpft und springt lustig von Baum zu Baum, während mir stets traurig zumute ist.«

»Ich kenne sehr wohl den Grund«, sagte das Eichhörnchen, »aber ich habe große Angst vor dir.  Wenn du mich loslässt, sage ich dir, warum du nicht so von Herzen froh sein kannst wie wir kleinen Gesellen.«Der Wolf gab daraufhin dem Eichhörnchen die Freiheit zurück.
Wohlweislich brachte es sich auf den nächsten Baum in Sicherheit und sprach:
»Du kannst deshalb nicht von Herzen froh sein, weil du böse und misstrauisch bist.
Daher hat dich mürrischen Gesellen auch niemand gern. 

Sei du gerecht und friedlich im Umgang mit den anderen,
so wie wir es sind. Dann bist du gerne gesehen und alle werden dich mögen.
Du wirst mit Freude erkennen, wie schnell du glücklich und zufrieden sein kannst.«

www.planet-wissen.de

© Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1

www.lichtermeer-dessau.de

Ihr Lieben,
aus unserer heutigen Geschichte können wir zwei wichtige Dinge lernen:
Erstens:
Wenn wir möchten, dass die Menschen zu uns freundlich sind,
sollten wir auch freundlich zu ihnen sein.
Wenn wir möchten, dass die Menschen uns vertrauen,
sollten wir damit beginnen, auch ihnen zu vertrauen.
Wenn wir möchten, dass die Menschen uns achten,
sollten wir damit anfangen, ihnen mit Respekt zu begegnen.
Wenn wir möchten, dass die Menschen uns gerecht behandeln,
dann sollten wir ihnen auch auf gerechte Weise behandeln.
Wenn wir möchten, dass die Menschen uns mit friedevollen Gedanken begegnen,
sollten wir ihnen gegenüber auch Gedanken des Friedens hegen.
Zweitens:
Wir müssen aber bei all unserem Tun auch weise handeln:
Ein Wolf bleibt ein Wolf, daraus wird niemals ein Schaf.
Und daher widerspreche ich in diesem Punkt unserer heutigen Geschichte!
Ich engagiere mich selbst in der Flüchtlingsarbeit und
begegne dort sehr vielen lieben Menschen, die froh sind,
bei uns in Deutschland in Sicherheit zu sein.

Diesen Menschen begegne ich mit Gedanken der Liebe,
mit Gedanken der Freundlichkeit, mit Gedanken der Gerechtigkeit,
mit Gedanken des Respekts und mit Gedanken des Vertrauens.

Und die allermeisten von ihnen erwidern meine Gedanken auf die eine oder andere Weise.

Quelle: Karin Heringshausen

Eines aber müssen wir in diesen schweren Zeiten beachten:
Aus einem Wolf werden wir niemals ein Schaf machen.
Deshalb sollten wir darauf achten:
Respekt verdient nur, wer bereit ist, Respekt zu schenken.
Frieden verdient nur, wer bereit ist, Frieden zu verwirklichen.
Toleranz verdient nur, wer selbst bereit ist, tolerant zu sein.


Wer, wie die Terroristen, nicht bereit ist, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen, wer sich, wie die Terroristen, völlig intolerant verhält,
wer, wie die Terroristen, die Liebe mit Füßen tritt und wahllos menschliches Leben vernichtet, verdient keinen Respekt, der verdient keine Toleranz, der verdient keine Liebe, den kann man nur bekämpfen in der Sprache, die die Terroristen verstehen, also mit Gewalt.

www.suedkurier.de

In der jetzigen großen Krise liegt auch eine große Chance:Wir müssen endlich erkennen, dass mit Toleranz allein die Welt nicht zu retten ist, sondern dass es Grenzen der Toleranz gibt und dass Intoleranz, die uns menschen-verachtend begegnet, mit Gewalt bekämpft werden muss.

www.wir-schauen-nicht-weg.de

Ihr Lieben,ich wünsche Euch Toleranz für die Augenblicke, in denen Toleranz angebracht ist, und ich wünsche Euch den Mut und die Entschlossenheit, aufzustehen und zu widerstehen, wenn Euch menschenverachtende Intoleranz begegnet. Ich wünsche Euch einen nachdenklichen Abend und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner