Wetter in Mexico City

Wetter oder es ist nicht immer Sonnenschein!

Sonnenschein im Bosque ChapultepecWir sind im Mai nach Mexico City gekommen und unsere ersten beiden Wochen verbrachten wir bei angenehm warmen Wetter so um die 28 Grad. Da es nachts bis auf 13-16 Grad abrutscht, ist der Morgen angenehm frisch. Was ich nicht so gerne mag, ist der Temperaturabfall. Wir sind hier auf einer Höhe von über 2000 Metern und es wird für meine Verhältnisse relativ kühl, sowie die Sonne weg ist. Laut Erzählungen soll es von Februar bis Mai hier sehr warm gewesen sein. Von einer wahnsinnigen Hitze wurde gesprochen. Nun, schon aus Deutschland her weiß ich, dass wahnsinnige Hitzen subjektiv sind. Für die einen fängt sie bei 25  Grad und für die anderen (moi!) bei 40 Grad an. Nach erneutem Nachfragen einigten wir uns auf um / über 30 Grad und kein Regen.

RegenzeitPünktlich mit dem Juni fing die Regenzeit an. Meistens ist es sonnig am Morgen und gegen Mittag zieht es sich zu, Gewitter ziehen auf und es wird schlagartig kühl, so um die 16 Grad. Also genau das, was ich in Berlin immer gehasst hatte, nämlich der Temperaturabfall von einem Tag zum anderen, passierte hier an einem Tag. Grrrr! Mitte Juni waren es nur noch um die 20 Grad, keine Sonne und meistens hat es geschüttet oder war kurz davor. Dies ging so 2 Wochen lang und dann begang wieder der anfänglich beschriebene Rhythmus von Morgens schöner Sonne und Mittags Regen. Aber von sommerlichen Temperaturen keine Spur. Neidisch schaute ich auf meinen Wetter Appder fürMonterrey (nordöstlich von MC und liegt auf ca. 500 Metern Höhe) stetig 37 Grad anzeigte… Sommer wollte ich haben. Seufz. Der Sommer in MC fängt im Februar an.
Interessant dabei ist, dass Mexico City ein ungeheuerliches (wieder so ein Superlativ!) Wasserproblem hat. Oft passiert es, dass das Wasser abends oder das ganze Wochenende lang abgestellt wird. Große schwarze Kanister auf den Häusern sorgen dann für den Wassernachschub. Ist der alle, dann muß man warten bis das Wasser wieder angestellt wird. Kurz vor den Wahlen (1. Juli) wurde das hin und wieder abends vollzogen und kaum waren die (pseudo) Wahlen vorbei, Peng!, gabs am Wochenende auch schon kein Wasser mehr. Durch das jahrzehntelange Absaugen des Grundwassers, ist der Grundwasserpegel so stark gefallen, dass auch das viele, viele Regenwasser ihn nicht wieder ansteigen lässt. Dazu kommt die starke Verunreinigung und die damit resultierenden Probleme der Reinigung des Wassers. Wie in den meisten Ländern dieser Welt existiert auch hier das Unding, Klospülungen mit Trinkwasser zu speisen. Das Leitungswasser ist zwar sehrgechlortsoll aber sonst eine gute Qualität haben. Daher, wenn ich z.B. Spaghetti koche, verwende ich in großen Flaschen gekauftes Trinkwasser, weil der Chlorgeschmack mir die Spaghetti versaut. Ein Wasserfilter würde da vermutlich auch schon Abhilfe schaffen. Doch nun zurück zum Wetter.

Vier zum UnterstellenWir wußtendass allerhöchster Wahrscheinlichkeit es nachmittags regnen würde, hatten wir deshalb einen Regenschirm mit? Nein, natürlich nicht. So fanden wir uns oft unter Vordächern stehend oder an den (nicht so häufigen) Bushaltestellen sitzend und harrten der Dinge. Termine, Vorhaben und Verabredungen werden oftmals derRegenwahrscheinlichkeit angepasst, wie z.B. statt gemütlich bei einem Kaffee abzuhängen, schnappt man sich die Hunde, damit die auch noch rauskommen, weil gleich regnet es und man weiß nie wie lange oder statt um 12 Uhr im freien zu brunchen, wird um 10 Uhr gefrühstückt, weil um 1 Uhr könnte es schon regnen (So geschehen in Xolchimilco,siehe Blogeintrag). Bei einem hektischen schnell nocheinmal mit den Hunden raus, ist ein Blitz neben uns eingeschlagen. Es war ein (den Göttern sei dank) “kleiner” und offensichtlich wurde ich nicht getroffen, sonst würde dies hier statt eines Blogeintrages eineSéance sein. Mir standen nur die Haare zu Berge und Karen hat es in den Rücken “getroffen”, mit keinen Nachwirkungen. Die Hunde hat es nicht interessiert. Typisch. Viel zu viele Futtermöglichkeiten überall und Blitze sind da keine Konkurrenten.

Nun sind wir mal gespannt, wie der Herbst und Winter sich in Mexico City anfühltLautmeines Wetterapps (:D) sollen es gleichbleibend um die 23 Grad tagsüber bleiben und nachts (im Dezember) bis zu 0 Grad kühl werden. Schnee gibt es nicht. Dazu muss man dann schon auf den Popocatepetl fahren und kann derweil die Aussprache des selbigen üben.

Bienvenido a México

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