Westerwald-Steig-Lauf 2018

Von Melanie @carinzil

Nachdem ich im Sommer meinen ersten Lauf beim „Barmer Women’s Run“ in Köln gelaufen bin, war das Feuer entfacht. Das durfte nicht mein letzter Lauf gewesen sein.

Somit meldete ich mich für den Westerwald-Steig-Lauf 2018 an für die 10km Challenge. Viel Training bekam ich jedoch vor dem Lauf nicht. An Bord war aus diversen Gründen so viel zu tun, dass ich fast gar nicht dazu kam, Sport zu machen.

Trotzdem stand für mich fest. Da will ich mitlaufen am 03.10.2018.

Sonntags Abends kam ich nach Hause und lief Montags noch einmal meine 12km Strecke. Das brachte natürlich einiges an Muskelkater mit sich, somit lief ich am Dienstag nicht, um am Mittwoch einigermaßen fit zu sein.

Ankunft
Es gab genügend Parkplätze direkt an der Touristeninformation des Wiesensee. Im Gegensatz zu Köln war der größte Unterschied, dass es sich hier um einen kleineren, „Volkslauf“ handelt. Nur ein paar Hundert Teilnehmer im Gegensatz zu den Tausenden in Köln ist natürlich eine sehr familiäre Atmosphäre.

Start des Halbmarathons

Das Gelände
Die Startnummerausgabe war schnell erledigt und somit blieb noch etwas Zeit sich umzusehen. Es gab 2 Stände von den Sponsoren und einen kleinen Laden in der Information.
Wir spazierten noch etwas am Wiesensee entlang und dann war auch schon der Start des Halbmarathon. Hier haben wir natürlich kräftig angefeuert und dann hieß es auch schon für mich „Warm machen“, denn es war einfach A*KALT.
Ein paar lockere Runden um den Parkplatz und ein paar Übungen später war mir noch immer kalt. Aber nicht nur mir, das ging definitiv allen so.

Der Start
Der Startbogen stand auf einem abgesperrten Teil des Parkplatzes und es war auch hier eine andere Atmosphäre als in Köln. Zum 10km Lauf starteten gerade mal 78 Teilnehmer. Sehr locker und überschaubar. Ich stand irgendwo mitten drin.

Los geht’s – total motiviert

Die Strecke
Der erste Teil der Strecke ging erstmal der Straße entlang und direkt auch noch bergauf. Hier zog sich das Feld schonmal auseinander. Schön fand ich, dass man sich sogar locker mit seinen Mitläufern noch unterhalten konnte.
Kurz darauf bog die Strecke in den Wald und ab hier war der Weg sehr abwechslungsreich. Teilweise durch Wälder, dann entlang Feldern mit Kühen, mal leicht bergauf, mal leicht bergab, dann wieder geradeaus. Sehr sehr abwechslungsreich. Zum Schluss verlief die Strecke noch um den Wiesensee herum.
Die Ausschilderung war super. Verlaufen konnte man sich wahrlich nicht.
Eine Verpflegungsstation habe ich nur ca. 2,5km vor dem Ende gesehen. Aber ich hatte mein eigenes Wasser dabei und bin daran vorbei gelaufen.

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Das Ziel
Direkt im Ziel gab es bei guter Stimmung Wasser und Apfelsaft in Flaschen für jeden.
Außerdem gab es ein großes Kuchen-Buffett. Hier durfte man als Läufer ein Stück Kuchen umsonst abholen. Ich gönnte mir direkt direkt noch ein Stück für 50 Cent dazu.
Es wurden nur die Gewinner gekürt und am Schluss gab es noch eine Verlosung unter allen Teilnehmern. Wirklich nett gemacht.

Zieleinlauf

Das Rennen für mich
Ich erwartete nicht viel. Für mich war es wichtig nochmal eine Renn-Atmosphäre mitzubekommen und ich wollte die 10km einfach gut durchlaufen. Da ich zu Hause im heimischen Wald mit ca. 250 positiven Höhenmetern ca. 1st 10min für 10km brauche, war mein Ziel dieses zu unterbieten bei gerademal 80 positiven Höhenmetern.
Nach 27min hatte ich die ersten 5km schon geschafft. Da traf mich der Schlag „Oh my Gosh, wenn ich so weiter laufe, dann schaffe ich die 10km unter einer Stunde“. Das gab natürlich noch einmal zusätzlichen Ansporn und ich schaffte es meine Geschwindigkeit zu halten.
Bei der Verpflegungsstation war ich bei 8km und die Helfer riefen mir zu „Noch 2,5km“ … da wußte ich schon, dass es wohl 10,5km werden. Aber egal, ich war in einer super Stimmung.
10km erreichte ich nach 56min und das Rennen beendete ich tatsächlich in einer Zeit von 59min. Für mich einfach unfassbar.

MEGA HAPPY

Schlusswort: An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an alle Spaziergänger und Picknicker die uns alle angefeuert haben und besonders an die Dame, die sogar nach dem Finish noch einmal zu mir kam um mir zu sagen, dass ich einen sehr schönen Laufstil habe.