Werners Adventstür Nr. 10: Die Geschichte der vier Kerzen

Von Wernerbremen

Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen und dazu auch noch ein wunderschönes Video zum Anschauen hier auf dem Blog veröffentlichen. 
Diese Geschichte kennt Ihr alle, aber die Adventszeit ist immer eine wunderbare Gelegenheit, sie wieder einmal ins Gedächtnis zu rufen:

"Die vier Kerzen"

"In einem dunklen Raum stehen vier Kerzen. 

Ein Kind betritt den Raum, zündet die vier Kerzen der Reihe nach an und erfreut sich an ihrem Glanz. 

Die vier Kerzen brennen ein Weile, da fängt die erste an zu flackern und spricht: 
"Mein Name ist Liebe, die Menschen haben die Liebe zueinander verloren" und erlischt. 
Nach kurzer Zeit fängt die zweite Kerze an zu flackern und sagt: 
"Ich heiße Vertrauen, die Menschen haben kein Vertrauen mehr zueinander", 
und auch sie verliert ihr Licht. 
Nun beginnt auch die dritte zu flackern und spricht: 

"Mein Name ist Frieden. Frieden gibt es heute nicht mehr" und geht aus. 
Das kleine Kind fängt an zu weinen und ruft: 

"Aber ihr seid doch Kerzen und ihr sollt doch brennen!" 
Da spricht aus der Stille des Raumes die vierte Kerze: 

"Ich heiße Hoffnung, solange ich noch brenne, 
kannst Du mit meinem Licht die anderen Kerzen wieder anzünden." 
Mit der vierten Kerze zündet das Kind die anderen drei Kerzen wieder an
und verlässt den Raum."

Ihr Lieben,
es mag Zeiten in unserem Leben geben, in denen wir uns ungeliebt fühlen, in denen wir das Vertrauen in uns selbst und andere Menschen verloren haben, in denen wir ins Streit mit anderen Menschen leben oder von anderen Menschen angefeindet werden.

Ja, solche Zeiten gibt es leider in unserem Leben. Sie sind so unvermeidlich wie ein gelegentliches Gewitter, wie ein gelegentlich auftretender Sturm, wie ein manchmal zerstörender Hagel.

Aber eines darf uns niemals verlassen, das ist die Hoffnung.

Und woher nehme ich meine Gewissheit, 
dass uns die Hoffnung niemals verlassen wird:
Ich nehme sie zum einen aus meinem Glauben an Gott, 
vor allem aber aus meinem Blick in die Natur.
Wenn ich einen Menschen, der noch niemals in seinem Leben blühende Rosen, Tulpen, Narzissen und Märzbecher gesehen hat, jetzt in meinen Garten führen würde, würde dieser niemals glauben, dass sich in wenigen Monaten mein Garten, der jetzt in herbstlicher Gelassenheit ruht, wieder in ein Blumenmeer aus 100 Rosenstöcken und 2.500 Tulpen, Narzissen und Märzbecher verwandeln wird.

Ich aber kann an dieses Wunder des Frühlings glauben, 
weil ich ihn schon etliche Male erlebt habe. 

Deshalb sollten wir auch niemals die Hoffnung verlieren, denn sie hilft uns, auch die dunkelsten Tage unseres Lebens zu durchstehen, sie weist uns hin auf den kommenden Frühling, sie weist uns darauf hin, dass Freude, Fröhlichkeit, Liebe, Vertrauen und Zuversicht bald wieder bei uns einkehren werden.

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,
Das Zeichen der Hoffnung sind die Kerzen auf unserem Adventskranz und wenn ich gleich in meinen Fenstern die Sterne zum Leuchten bringe und die Kerzen entzünde, so denke ich an Euch, meine lieben Leserinnen und Leser, und ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr bei aller Hektik der Vorweihnachtszeit auch Zeit findet, um zur Ruhe zu kommen, um zu Euch selbst zu finden, um Mut zu schöpfen, Kraft zu tanken, um fröhlich und unbeschwert zu sein.
Ich wünsche Euch einen wunderbaren Abend und grüße Euch herzlich aus Bremen
 
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen