Wer exekutiert?

 

oder Ein sehr kurzer Ausblick auf 2013.
Aus dem Finanzministerium schallt es, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gestrichen werden soll - nicht ersatzlos, sondern um den normalen Satz auch bei Lebensmittel und Kulturgütern wie Bücher wüten zu lassen. Von Seiten des Bundesagentur heißt es, dass es selbständige Aufstocker nicht mehr geben und dass die Prozesskostenhilfe für Arbeitslose massiv erschwert werden soll. Die FDP will indessen letzte Arbeitnehmerrechte aufweichen, spricht von "beschäftigungsfreundlicher Ausgestaltung des Kündigungsschutzes". Gerüchte, immer nur Gerüchte, die ihre Gerüche aus Gazetten verbreiten.
Gerüchte. Der Fakt, der auf den Gerüchten gründet ist aber doch, dass sie diesem Land langsam aber sicher Verhältnisse überstülpen wollen, die diese Regierung schon über Griechenland gerafft, über Spanien gezogen, über Portugal geworfen hat.

Und Glück ist nur, dass in diesem Jahr Wahlkampf herrscht. Brüskierungen können sich die potenziellen Exekutoren nicht erlauben. Noch brauchen sie die Stimmen der Leute, noch ist Stimmung geboten, nicht jedoch Missstimmung. Miss- und Dys- sind Präpositionen, die es in Wahljahren nicht geben darf. Zumal es um eine Wahl nicht um Richtungen und politische Stile, um weltanschauliche Ausrichtungen und Herangehensweisen geht, sondern um eine der Exekutoren.
Die Schocktherapie, die schon anklingt, die man schon heraushört, zwischen den Zeilen ebenso wie als Zeilen, ist verschoben. 2013 ist sie noch nicht vorgesehen. In diesem Jahr geht es nur darum, das von den Konzernen geölte Personal zu finden, das die fest im neoliberalen Programm verankerten Punkte umsetzt. 2013 ist insofern kein politisches Jahr, sondern eher nur sowas wie eine Personalie. Bis in den Oktober hinein. Der Gang zur Urne ist zugleich auch das Ende eben der Phase, in der Exekutionskommandos darum buhlen werden, sich vor das Allgemeininteresse zu stellen, um laut und bestimmt Legt an! rufen zu dürfen.
2013 ist somit auch das Jahr des Kalbes. Oder der Kälber. Anthropomorpher Kälber. Sie wählen sich ihre Schlachter selbst, die ja wiederum auch nichts anderes als Exekutoren sind. Sie schlachten ja nicht aus mittelbar persönlicher Tötungslust, sondern weil sie den Auftrag dazu erhalten. Sie gehen dem nach, was man ihnen schafft. Dieses neue Jahr will Ausführungsdelegierte an seinem Ende ermittelt haben. Exekutive Vollstreckungsbeamte. Wäre 2013 wirklich ein Wahljahr, so müsste man einen Wahl haben zwischen Möglichkeiten der ökonomischen Gestaltung. Aber diese Wahl gibt es eben gerade nicht!
Was bleibt ist die Wahl der Uniformfarbe, die das Exekutionskommando tragen darf, um all das umzusetzen, was schon jetzt nach und nach ans Tageslicht befördert wird. Europa soll ein schöner Ort werden - für Banken und Industrien, für Reiche und ihr Erfüllungspersonal. Aber nur gemach, erst noch braucht es Vollstrecker für die nächsten Jahre. Solange bleiben Hiobsbotschaften nur Panikmache, die jeder der beteiligten Exekutoren, die zur Wahl stehen, abwiegeln werden. Erst danach wird es richtig widerlich.


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