Wer bist Du?

Von Psoggy @PSOGde

Was ist denn das für eine Frage? Mein Name ist Klaus oder Karin, magst Du jetzt vielleicht sagen.

Aber weißt Du eigentlich genau, wer Du bist und was Du willst?

Eine Angststörung hält uns oft davon ab, uns in unseren Einzelheiten wahrzunehmen. Manchmal wollen wir das unbewusst nämlich nicht.

Wir ziehen es vor, uns mit Angst und Panik abzulenken.

Das geschieht natürlich vollkommen unbewusst.

Dann nämlich müssen wir uns nicht spüren und uns auch mit unseren Unzulänglichkeiten wahrnehmen. Schließlich kann das schmerzvoll sein.

Deine Schwächen gehören zu Dir

Wir alle haben Schwächen, jeder von uns hat Seiten, die er nicht liebt. Und natürlich können und sollten wir an uns arbeiten. Das hat jedoch Grenzen. Wir können nicht alle Schwächen abstellen.

Wir haben Gedanken und Gefühle, die wir nicht mögen und auf die wir nicht stolz sind. Das geht jedem Menschen so. Anderen Menschen aber schaust Du nur vor den Kopf und manchmal glauben wir, schlechter zu sein als andere. Das aber ist nicht der Fall.

Du bist liebenswert, auch mit Deinen Schwächen. Vielleicht sogar gerade deshalb. Gehe nicht so hart mit Dir ins Gericht.

Nimm Dich wahr

Nimm Dir eine Stunde Zeit für Dich, setze Dich in den Garten oder ins Wohnzimmer. Du kannst auch spazieren gehen.

Wer bin ich? Was macht mich aus?

Diese Fragen solltest Du in dieser Stunde für Dich beantworten.

Möglicherweise kommen dabei schmerzhafte Gefühle an die Oberfläche. Lasse diese Gefühle zu.

Wenn Du weinen musst, dann weine. Schmerz zuzulassen ist oft heilsam.

Dann werde Dir klar darüber, dass Du es wert bist, geliebt zu werden und zwar trotz all Deiner Unzulänglichkeiten.

Fange selbst damit an, Dich zu lieben. Nimm Dich in Gedanken in den Arm. Tröste Dich, wenn es sein muss.

Hey, Du bist gut so!

In dieser Stunde ist keine Platz für eine Ablenkung durch Angst und Panik. Diese Stunde gehört Dir. Diese Stunde ist wichtig für Dich.

Diese Übung soll Dir helfen, Dich wahrzunehmen, Dich dabei in einem positiveren Licht zu sehen und unterdrückte Gefühle an die Oberfläche zu befördern.

Wenn die Angststörung auch deshalb aufgetreten ist, weil Du es unbewusst vorziehst, Dich mit Angst und Panik abzulenken, ist das ein weiterer Schritt auf Deinem Weg aus Angst und Panikattacken.