Wenn Lenzburg abgeklemmt wird


In Deutschland wäre das keine Schlagzeile wert, in der Schweiz ist es gerade ein kleines, nationales Ereignis: die Swisscom muss eine Antenne abbauen.

Telefonzentrale (Quelle: swisscom)

Telefonzentrale (Quelle: swisscom)

Viele Menschen, die schon einmal mit der Bahn durch die Schweiz gefahren sind, kennen die Stadt Lenzburg. Nicht, weil sie dort aus- oder umgestiegen, sondern weil sie durchgefahren sind. So gut wie alle direkten Verbindungen von Zürich nach Basel oder Bern queren diese Stadt und fahren damit am sogenannten Hero-Areal vorbei.

Auf einem dieser Häuser steht eine Antenne der Swisscom, die nun abgebaut werden muss, da das Haus abgerissen wird. Das bedeutet, dass die meisten Lenzburger in ihren Häusern im Funkloch sitzen werden, denn eine Alternative ist noch nicht gefunden. Da die Bahnlinie direkt durch das Gebiet führt, werden auch alle Bahnkunden betroffen sein. Da zudem das WLAN in der Bahn auch über Swisscom läuft, wird auch dieses kilometerlang nicht mehr richtig funktionieren. Damit hat der Ausfall durchaus eine weitläufige Bedeutung bekommen.

Die Swisscom hat ein Schreiben an die Kunden vor Ort herausgesendet und sich für den Zustand vorab entschuldigt. Was nach Kundenservice aussieht, ist aber eigentlich eine kleine Posse. Denn seit 2009 ist bekannt, dass die Gebäude abgerissen werden. Die Swisscom hat also mehrere Jahre lang verpasst, die Antenne an einen anderen Standort umzuziehen.

Das sind Fehler, die passieren können, vielleicht nicht sollten. Interessant finde ich, dass keine grosse Zeitung auf die Idee gekommen ist, die Kunden darauf hinzuweisen, dass man via Prepaidkarte sich die Netze von Orange und Sunrise testen kann. Für mich ergibt sich ein wenig der Eindruck, dass kein Wettbewerb stattfinden soll – auch dann nicht, wenn eine ganze Stadt halb abgeklemmt wird. Das ist kein Ruhmesblatt für die Journalisten.

Für die Bürger in Lenzburg, die auf das Mobiltelefon angewiesen sind, habe ich nur den Hinweis: Abos können auch gekündigt, Rufnummern mitgenommen werden. Für wenige Franken gibt es heute Prepaidkarten; bei Coop beispielsweise eine von Orange (coopmobile), bei Aldi eine von Sunrise (Aldi mobile). Firmen werden heute via Controlling gesteuert. Gekündigte Abos ist garantiert eine Kennzahl für das Management – sofern sie nicht nur auf Neukunden schauen.

Schlagwörter: Bahn, Funkloch, Lenzburg, Orange, Schweiz, Sunrise, Swisscom, WLAN


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