Wenn Konsumenten mit "Guting"und "Wuting" bewerten!

Thomas Siepmann  / pixelio.de

Mit WutundGut ist eine völlig neue Serviceplattform an den Start gegangen, die sich selbst als die Schlichtungsstelle 2.0 bezeichnet.  Man hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, Konsumenten und Firmen zusammen zu bringen, um über positive und negative Kundenerlebnisse zu diskutieren. Wobei ganz bewusst auf Lob und Kritik gesetzt wird und das Portal keine Denunzianten- und Nörglerbühne werden soll - so die beiden Geschäftsführer Ulli Helm und Thomas Schwabl. 

Win - Win Situation für Konsumenten und Firmen


WutundGut vertritt die Ansicht, daß es für Unternehmen immer schwieriger wird, sich über Ihre Produkte oder Dienstleistungen von der Konkurrenz zu unterscheiden. Umso wichtiger wird daher das angebotene Kundenservice. Das inkludiert natürlich auch den richtigen Umgang mit einer Kundenbeschwerde. Fühlt sich ein Verbraucher verstanden und wurde dessen Kritik positiv behandelt, gibt dieser seine Erfahrungen im Schnitt an fünf andere Personen weiter. Ebenso wertvoll ist natürlich auch ein ehrlich gemeintes Kundenlob. 
Das Konzept und die Idee des Portals findet bei den Konsumenten offenbar großen Anklang, denn immerhin konnte man bereits rund 80 Posts und Kundenmeinungen auf der eben erst gelaunchten Website verzeichnen. 

Wie funktioniert WutundGut?


Wie immer ist zu Beginn eine Registrierung notwendig. Entweder man erledigt das mit seinem Facebook- Account oder mit einem eigenen Benutzernamen und Passwort. Ist die Registrierung bestätigt, kann man bereits loslegen und entweder ein "Guting", also ein Lob, oder ein "Wuting" eine Kritik, schreiben. 


Da die Betreiber großen Wert auf Seriosität legen und beleidigende oder Fake - Posts vermeiden wollen, werden sämtliche Einträge durch eigene Administratoren geprüft. Besonders bei "Wutings" wird der User im Sinne der Fairness aufgefordert, entsprechende Nachweise vorzulegen. 
Egal ob es sich nun um ein Lob oder eine Kritik handelt, die Posts werden an die Unternehmen weitergeleitet und um eine Stellungnahme gebeten.

Schleichwerbung oder Shitstorm?


Natürlich war ich neugierig und habe mir die bisherigen Posts etwas näher angesehen. Ich vermutete nämlich, daß so mancher Angestellter oder Firmeninhaber die Gelegenheit nutzen wird, und in Form eines "Gutings" ein wenig Werbung für das eigene Unternehmen zu machen. Ebenso hielt ich es für möglich, daß der eine oder andere User gegen eine bestimmte Firma einen kleinen Shitstorm lostreten möchte. 
Doch nichts davon war zu entdecken. Die User sind bei den Lob-Posts nicht überschwänglich und bei Kritik sachlich und zurückhaltend. Die "Gutings" und " Wutings" decken das volle Spektrum aller denkbaren Kundenerlebnisse und Sparten ab. 
So wurden teilweise sehr prominente Unternehmen für 

  • falsche Preisauszeichnung
  • Haare in diversen Speisen
  • fehlerhafte Ratenabbuchungen bei einem Leasing 

kritisiert. Und ebenso gab es auch Lob zum Beispiel für

  • einen unkomplizierten Warenumtausch trotz fehlenden Kassenbon
  • tolle Patientenbehandlung in einem Spital 
  • und sogar eine Versicherung wurde für Ihre prompte Schadenserledigung

positiv erwähnt. 

Fazit


Obwohl derzeit noch als Beta - Version,  halte ich WutundGut für eine richtig gute Idee. Selbstverständlich kann man in Zeiten von Internet und Social Media seine Meinung über die Dienstleistung oder Produkt eines Unternehmens via Facebook oder Google+ kundtun. Doch wird ein solches Post, selbst wenn man an die Pinnwand der Firma schreibt, meist ungehört untergehen. So zumindest meine Erfahrung und die vieler meiner Bekannten.
Wird ein Lob oder auch eine Kritik durch ein Portal direkt an ein Unternehmen mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet, sind die Chancen auf eine Reaktion ungleich höher. Vor allem, weil sich die Kommunikation genauso wie in in Social Networks ebenso öffentlich abspielt und damit auch nachverfolgbar ist. 


Mit WutundGut haben Unternehmen die Möglichkeit sich durch hohe Kundenorientierung in der Öffentlichkeit zu profilieren und Kunden bekommen die Gelegenheit gehört zu werden. 
Ein einfaches und ebenso gelungenes Prinzip  - Ich wünsche den Betreibern noch viel Erfolg und werde auf jeden Fall öfters vorbeischauen. 


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