Wenn ich aus dem Fenster …

Jeder der in einer Siedlung wohnt hat einen Nachbarn. Der eine dichter an seinem Grundstück, der andere weiter weg. Der eine Nachbar ist ein guter Bekannter, den anderen grüßt man. Es gibt aber auch den Nachbarn, der am liebsten nicht nebenan, auch nicht gegenüber, sondern am liebsten auf der anderen Seite der Erde wohnt. Genau diese Nachbarn haben Hecken. Diese Hecken sind natürlich breit und hoch. Es sind oftmals diese Friedhofshecken. Außen hui und innen braun. Wie gut solch eine Hecke aussieht hängt ganz von dem Nachbarn ab. Denn dieser muss die Hecke pflegen. Jedes Jahr einen Schnitt, extra Dünger gegen die braunen Äste. So gehört es sich und so passiert es bestimmt überall auf der Welt. Nur bei uns nicht. Denn unser Nachbar lässt wachsen. Warum?

Gute Frage. Darüber habe ich mehrere Theorien. Eine besagt, dass er das Prinzip Ökostrom falsch verstanden hat. Je mehr Natur im Garten zu erkennen ist, desto mehr Strom muss ich verbrauchen um die Wohnung zu erhellen. Also wenn die Bäume und Büsche wachsen, desto mehr Ökostrom bekomme ich. Eine andere Theorie besagt, dass er sich zu klein fühlt und hofft, dass wir Nachbarn schrumpfen da wir kein Sonnenlicht mehr bekommen. Denn er hat gelernt, dass mit Sonnenlicht Zellen wachsen und ohne klein bleiben. Also je weniger Licht der Nachbar bekommt, desto kleiner wird er. Eine andere Theorie von mir ist, dass er Stromaktien hat und uns zwingt mehr Strom zu verbrauchen, damit seine Aktien mehr Gewinne abwerfen. Aber meine beste Theorie lautet: Er ist einfach nur faul und egoistisch. Was kümmern mich denn die Nachbarn. Meine Hecke lasse ich wachsen wie ich will und zum scheiden habe ich keine Lust.

Ja, solche Nachbarn gibt es. Aber ich muss ein Zugeständnis machen. Er hat sie in 10 Jahren 2 mal geschnitten, bzw. lassen, denn sowas kann Mann selber nicht. Nee warum sollte er die Hecke selber schneiden? Ist doch viel zu viel Arbeit und gesehen werden will Mann auch nicht. Denn sobald Mann dies selber macht kommen die Schnacker, Ratgeber und Meckerer. Die sagen dir genau wie es geht, warum es geht und wann es geht. Genau 1 mal im Jahr, so wie jeder andere es auch macht. Nur eine Art von Nachbarn kommt selten bis nie. Der Helferer. Aber egal was Mann macht. Dieser Nachbarnmann macht es sowieso falsch. Obwohl statistisch hat er auch eine Regelmäßigkeit. Alle 5 Jahre auf einen Zeitraum von 10000 Jahren ist schon oft. Natürlich ist 1 mal im Jahr auf 10000 Jahre öfters, aber halt auch regelmäßig.

Diese Hecke ist halt hoch und sieht recht bescheiden aus und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich dieses grünbraune Ungetüm. Es gibt Nachbarn denen ist alles scheißegal und wenn man diese darauf anspricht, dann gibt es nur ein Lächeln. Es ist nämlich echt doof, wenn man weniger Licht durchs Fenster bekommt, nur weil der Nachbar eine zu hohe Hecke hat. Ansprachenresistent und Gleichgültigkeit sind zwei weitere gute Eigenschaften die diesem Nachbarn innewohnen. Es gibt also nur die Möglichkeit die 5 Jahre abzuwarten oder selber frech die Hecke schneiden. Das ich selber die Hecke schneide kommt nicht in Frage. Deshalb ist alle 5 Jahre Heckenschneidendfreudentag.

Jetzt denkt man vielleicht ich bin pingelig, aber das bin ich nicht. Wenn die Hecke nicht vor meinem Fenster wäre, sondern hinten im Garten, wäre es mir egal. Es ist so zwar ärgerlich, aber soviel Aufmerksamkeit braucht und sollte man dieser Art von Nachbarn nicht geben. Deshalb leben wir mit diesem Makel und stellen fest, dass die Hecke auf seiner Seite ebenfalls sehr breit geworden ist, sodass sein Auto schon Kratzer hat. Genau dies ärgerliche Gesicht, wenn er mal wieder um sein Auto geht und die Kratzer zählt, ist viel mehr Wert, als 5 Euro Mehrkosten für Heckenlicht.

Ich hoffe euer Nachbar ist netter oder hat einen Zaun.

Eure Pyramideneule


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