Wenn alles auf ein Mal kommt

Von Donkong

Wer kennt sie nicht, die Tage an denen alles schief geht? Bei mir ist es wieder mal soweit, denn was sich in den letzten Tagen alles zugetragen hat, war alles andere als entspannend. Ich hatte mir durch den Ventilator die untere Rückenmuskulatur oder auch die Nieren verkühlt, was ziemlich schmerzhaft ist. Zusätzlich merkte ich, wie sich ganz langsam die, zurzeit in Sihanoukville herrschende, Grippe auch bei mir breitmachte.

Training viel natürlich flach aber am Computer arbeiten ging noch ganz gut, wenn ich auf meine Sitzposition achtete, aber auch hier sollte Unerwartetes geschehen. Auf dem Bildschirm meines Laptops bildeten sich auf ein Mal mysteriöse schwarze Streifen, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Nach kurzer Recherche wurde mir klar, dass der Bildschirm von meinem nicht ein Mal einem Jahr alten DELL Laptop kaputt war. Das konnte ich nun in meinem angeschlagen Zustand gerade gebrauchen.

Lange Zeit blieb mir nicht mir darüber Gedanken zu machen, denn bereits ein neues Ereignis verlangte meine Aufmerksamkeit. Der Junior hatte sich im Swimmingpool bei uns gegenüber eine Infektion im Ohr zugezogen, welche einer ärztlichen Behandlung bedurfte. Als wenn das alles nicht schon genug wäre, kam nun auch noch meine liebe Frau mit einer Sondereinlage dazu. Die kam zu allem Überfluss auf die Idee, nach der Arbeit mit den Mitarbeitern im Garten-Center, Papaya-Salat zu essen und dazu Rotwein zu trinken.

Im Grunde ist das kein Problem, wenn meine Frau mal ein Glas Rotwein trinkt, wobei die Betonung auf ein Glas liegt. Denn wie bei sehr vielen asiatischen Frauen kann auch bei ihr ein Glas zu viel, sehr schnell zu starken Stimmmungschwankungen führen. Genau das trat ein, als sie am frühen Abend nach Hause kam, war sie überaus mitteilungsbedürftig und lies mir keine Ruhe. Etwa zwei Stunden lang habe ich mir alles Mögliche angehört, wobei ich mich immer wieder damit getröstet habe, dass so etwas bei uns nur alle paar Jahre vorkommt.

Am nächsten Morgen hatte ich jedenfalls Fieber und kam überhaupt nicht mehr in die Gänge. Ich kann mich auch nicht erinnern, wann es mich das letzte Mal so heftig erwischt hat. Nur dank der hervorragenden Medizin, die mir ein lieber Bekannter vorbei gebracht hat, war das Fieber am nächsten Tag verschwunden und ich fühlte mich ein wenig besser. Also ging ich zum Schreibtisch, um auf meinem mit hässlichen schwarzen Streifen verschandelten Bildschirm eingegangene Post durchzusehen, passierte wieder was.

Weil mir immer noch der Rücken wehtat, stützte ich mich links und rechts auf den Armlehnen meines Schreibtischsessels ab und wollte mich vorsichtig hineingleiten lassen, als mir ein plötzlicher stechender Schmerz im linken Unterarm fast den Atem nahm. Ich fiel in den Sessel und musst erst mal ein paar Sekunden vergehen lassen. Das fühlte sich ganz danach an, als wenn ein Nerv eingeklemmt war, da heißt es Zähne zusammenbeißen.

Mit diesem Vorfall endete mein Albtraum dann aber, es geht mir mit jedem Tag wieder besser. Die Grippe hat nun meine Frau und den Bildschirm meines Laptops habe ich bereits auswechseln lassen. Und damit sich die ganze Familie von All dem erholen kann, habe ich schon mal 3 Nächte im Cambodia Country Club gebucht, wo Ruhe, Entspannung, tolle Zimmer und gutes Essen auf uns warten. Wie sagt man so schön, am Ende eines jeden dunklen Tunnels ist wieder Licht.