Wenn…

Von Beautifulvenditti

… das Prinzchen mittags um zwölf inmitten des alltäglichen Getümmels auf dem harten Fussboden im Flur einschläft, dann kann man wohl annehmen, dass er sich mit seinem Projekt „Ich gewöhne mir den Mittagsschlaf ab“ ein wenig übernommen hat.

… Mama und Papa Venditti vor lauter Familienzentrum das Elterngespräch des FeuerwehrRitterRömerPiraten vergessen, dann sollten sie sich ganz gehörig schämen. Tun sie auch. Und dann freuen sie sich ganz unbändig, weil die Kindergärtnerin, die dann das Gespräch mit viel Verspätung und ohne Mama Venditti durchgeführt hat, den FeuerwehrRitterRömerPiraten über allen grünen Klee lobt. Haben wir’s doch geahnt, dass hinter der rebellischen Fassade ein kleiner Musterschüler steckt…

… Luise ganz ohne Neid und voller Bewunderung erzählt, wie schlau der FeuerwehrRitterRömerPirat doch sei, dann weiss man, dass die Geschwister einander lieben, auch wenn sie oft so tun, als sei das Gegenteil der Fall.

… man abends nach getaner Arbeit noch einmal durch die fertig eingerichteten Räume im Familienzentrum geht, sich daran erinnert, dass das Ganze vor einem Jahr nichts weiter als eine gute Idee war und sich dann bewusst macht, dass das Haus am Samstag eröffnet wird, dann könnte man platzen vor lauter Vorfreude. Klar, man ist nach einem Jahr intensiver Projektarbeit so müde, dass man im Stehen schlafen könnte. Aber ist es nicht einfach grossartig, dass man zusammen mit vielen anderen motivierten Menschen eine Sache auf die Beine gestellt hat, die hoffentlich ganz vielen Kindern, Müttern und Vätern das Leben einfacher, bunter und fröhlicher macht?

… der Zoowärter jeden Morgen als erstes wissen will, wann wir denn endlich wieder ins Familienzentrum gehen würden, dann kann man davon ausgehen, dass man mit dem, was hier aufgebaut wird, genau den Geschmack von kleinen Menschen getroffen hat.

… Karlsson sich weigert, nach der Schule zu Mama ins Büro zu kommen, dann ist es wohl Zeit, dass Mama mal wieder aus dem Büro kommt und sich zu Karlsson aufs Sofa setzt, um mit ihm zu quatschen.

… man abends beim Lesen plötzlich diesen unbändigen Drang verspürt, mal wieder an den eigenen Texten zu arbeiten, dann weiss man, dass es an der Zeit ist, sich mal wieder den stilleren Dingen im Leben zuzuwenden, damit man wieder „richtig“ schreiben kann, anstatt nur so ein klein wenig zu bloggen.

… man abends um zehn von der Arbeit nach Hause kommt und der Mann, mit dem man das Leben teilt, hört Take That, dann weiss man nicht so recht, ob der Mann vielleicht tief in seinem Innersten ein Teenager geblieben ist, oder ob die Bubis, die man verehrte, als wir noch fast Teenager waren, inzwischen zu Männern geworden sind.