Weihnachten in Südamerika – mit Tanz und Musik durch die stille Nacht

Dass die Südamerikaner mit purer Lebensfreude im Leben stehen und jede Feierlichkeit mit Familie und Freunden zu einem großen Fest verwandeln, ist wohl weltbekannt. Wie sollte es am Heiligen Abend also anders sein?
So kommt es, dass das Weihnachtsfest, in dem viele indigene und christliche Bräuche zusammenfließen, mit lauter Musik, heißen Rhythmen und unvergesslichen Feuerwerken zelebriert wird und sich die „Stille Nacht“ zu einem rauschenden Fest entwickelt.

Feliz Navidad (© Wikimedia commons, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Feliz Navidad (© Wikimedia commons, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Wie eben erwähnt, fließen auf dem südamerikanischen Kontinent zu Weihnachtszeit viele uralte Traditionen zusammen. So kommt es, dass in Peru einerseits die Weihnachtskrippe, eine christliche Tradition, die ihren Ursprung in der Bibel hat und die Geburt des Erlösers darstellt, ein wichtiger Bestandteil des Weihnachtsfestes ist.
Betrachtet man aber eine peruanische Krippe genauer, stechen einem andererseits vor allem die kunstvollen Krippenfiguren ins Auge, die nach altem indigenen Vorbild, in mühevoller Handarbeit und mit Liebe zum Detail geschnitzt wurden.

Eine andere Weihnachtstradition, in der indigene und christliche Sitten verbunden werden, finden wir in Bolivien. Denn in Bolivien, einem der ärmsten Länder der Welt, verkürzt man sich tanzend die Zeit bis zum Heiligen Abend. Die Rede ist dabei vom bolivianischen Weihnachtstanz, bei dem tanzende und musizierende Kinder durch die Straßen ziehen und vorweihnachtliche Freude in die Häuser der Einheimischen bringen.

Doch die peruanische Krippentradition und der bolivianische Weihnachtstanz sind nur ein minimaler Teil einer Reihe von Weihnachtstraditionen, die im Laufe der Zeit ihren Weg nach Südamerika gefunden haben, wie auch der Brauch des Schenkens. Dabei werden die Geschenke, bei denen es sich meistens um Süßigkeiten und Spielsachen handelt, vom El Niño, der lateinamerikanischen Bezeichnung für das Christkind, in den Betten der Kinder versteckt.
Doch nicht in allen Teilen Südamerikas ist der Glaube, dass das Christkind die Geschenke verteilt, verbreitet. In Chile und Brasilien glauben die Menschen dagegen eher an die in Nordamerika publizierte Geschichte des Weihnachtsmannes, der in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember mit seinem Rentierschlitten von Hausdach zu Hausdach fliegt und den schlafenden Kindern über den Schornstein ihre Geschenke bringt. So kommt es, dass in Chile die Geschenke von dem sogenannten Viejo Pasques – dem alten Hirten gebracht werden. In Brasilien gibt es zwar auch einen Weihnachtsmann, doch der Glaube und vor allem das Auftreten des sogenannten Papai Noel ist nicht zu übertreffen. Denn in Brasilien ist der Glaube verbreitet, dass der Weihnachtsmann aus Grönland kommt und mit Hilfe von Trampolins und Leitern in die Häuser gelangt. Doch das ist bei langen noch nicht alles! Denn anstatt von Haus zu Haus zu schleichen, lässt sich der brasilianische Weihnachtsmann von einem Hubschrauber während eines atemberaubenden Feuerwerkes im Maracana-Stadion in Rio de Janeiro, dem größten Fußballstation der Welt absetzen und verteilt unter tosenden Applaus Geschenke.
Vor allem durch diesen außergewöhnlich modernen Weihnachtsmann wird einmal mehr verdeutlicht, wie unterschiedlich das Weihnachtsfest zelebriert wird. Doch trotz dieser feierlichen Unterschiede verbindet die besinnliche Zeit des Jahres die Menschen aus aller Welt.

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