Wegzensierter Kommentar zur Kolumne "Dann fragt mal das Volk" von Thomas Fricke, Chefredakteur Financial Times Deutschland


In seinem FTD_Artikel "Dann fragt mal das Volk", der parallel im FTD-Blog "Wirtschaftswunder" veröffentlicht wurde (17.08.12) und dort kommentiert werden kann, hält Euhaftungs-Chefpropagandist (seines Zeichens Chefökonom, also Chefredakteur, der Financial Times Deutschland) Thomas Fricke den Deutschen die Karotte einer Volksbefragung vor den Mund:
"In der Krise rächt sich, dass die Deutschen den Eintritt in die Euro-Schicksalsunion nie absegnen durften. ..... Wenn bei der Volksbefragung die Mehrheit am Ende dagegenstimmt, ist es so. Dann werden wir sehen, wie gut es uns danach geht."
Aber abstimmen sollen wir erst dann dürfen (und auch dann überhaupt erst eine Abstimmung einleiten!), wenn der ESM installiert und damit die Euhaftungsunion unumkehrbar geworden ist. Diese eigentliche (hinterhältige) Zielsetzung versteckt Fricke hinter wohltönenden Worten und Absichten (meine Hervorhebung):
 "..... geht es ... um Volksbefragung zu einer Frage, die Generationen bindet. So etwas wäre ein Großereignis, bei dem es vorher monatelang hin- und herginge ... . In so einer Kampagne könnte auch mal jemand nüchterner erklären, was der ESM im Kern soll: nicht Freischein für kriselnde Länder sein, ..... sondern ein Mechanismus, den man braucht, um gegen gefährliche Finanzpaniken geschützt zu sein. So wie wir in Deutschland auch einen Einlagensicherungsfonds gegen Bankpaniken haben. ..... Weise wäre nur, das Ganze nicht sofort zu machen, wo an den Finanzmärkten jeder Hauch eines Zweifels zu neuer Panik führt. Da gilt, dass man entweder den Euro garantiert, wie es EZB-Chef Mario Draghi zurecht versucht – oder es ganz sein lässt. Alles dazwischen erhöht nur die Absturzgefahr. In so einem Moment ein Referendum in Deutschland anzukündigen würde die Krise sehr wahrscheinlich eskalieren lassen, bevor die Deutschen überhaupt Wahlbescheinigungen im Briefkasten haben. Und da wäre es ja schade, wenn am Ende rauskommt, dass wir den zwischenzeitlich implodierten Euro doch mehrheitlich gewollt hätten. Wählen wir lieber, wenn das Feuer aus ist."
 Dazu hatte ich zwei Leserkommentare eingegeben.
Der 2. wurde veröffentlicht:
"Schlaue Idee übrigens, das Volk erst später zu fragen. Wenn die Transferunion unumkehrbar ist. Das wollen ja auch viele Politiker – auch, um das Bundesverfassungsgericht auszutricksen."
Mein erster Leserkommentar, den ich später noch einmal leicht revidiert hatte (auf die u. a. Form), ist per heute, 19.08.12, 14.30 h., nicht freigegeben. Ich muss also davon ausgehen, dass er wegzensiert wurde und publiziere den Text deshalb hier:
“... was der ESM im Kern soll: nicht Freischein für kriselnde Länder sein, wie es bei uns zur Standarderklärung geworden ist, sondern ein Mechanismus, den man braucht, um gegen gefährliche Finanzpaniken geschützt zu sein.
Was der ESM aus unserer Sicht sein SOLL, ist absolut gleichgültig. Entscheidend ist, was voraussichtlich draus wird.
Nämlich ein Transfermechanismus; angefangen bei der Bankschuldenunion (der Rest folgt in bewährter Scheibchentaktik später). Mit Auflagen so weich wie Butter auf dem Balkon im Sommer.
Und das überschuldete Ungarn und das deindustrialisierte Großbritannien als Negativbeispiele rauszugreifen, ist ja wohl lächerlich, Herr Fricke.
Wie wär’s denn mit Schweden oder Dänemark (Norwegen lasse ich bewusst außen vor)? Passt nicht in Ihre Narrative, gelle?
Ach ja, und wenn Sie von deutschen Träumern sprechen: Warum nicht auch mal die Finnen erwähnen? Sind ja gerade aktuell wieder als (rationale) Euroskeptiker in allen Medien.
ceterum censeoAuf dem Brüsseler Gipfel 28./29.06.2012 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel folgende Änderungen des ESM-Vertrages zugesagt:a) Auflagenerleichterungen für Länder, die Finanzhilfen des ESM erhalten undb) eine Entlassung der Staaten aus der Haftung bei der Sanierung von Banken in ihren Ländern. Damit finanzieren deutsche Steuerzahler Bankschulden in anderen Ländern, z. B. Spanien, Irland, Zypern, Slowenien.Diese weitere a) Aufweichung und b) Ausweitung des ESM zu unseren Lasten, die nach meiner Einschätzung im Herbst 2012 und jedenfalls vor Jahresende vor den Bundestag kommt, müssen wir verhindern. WIR sind das Volk! Schreibt massenhaft in Foren, Leserbriefen und vor allem an die Bundestagsabgeordneten, dass sie eine bankschuldenunion ablehnen sollen! (Und eine Auflagenaufweichung natürlich ebenso.)
Textstand vom 19.08.2012. Gesamtübersicht der Blog-Einträge (Blotts) auf meiner Webseite http://www.beltwild.de/drusenreich_eins.htm. Eine vorzügliche, laufend aktualisierte Übersicht über die Internet-Debatte zur Eurozonenkrise bietet der Blog von Robert M. Wuner. Für diesen „Service“ ihm herzlichen Dank!Für Paperblog-Leser: Die Original-Artikel in meinem Blog werden später z. T. aktualisiert bzw. geändert.

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