Weg der Zukunft: nachhaltiger Anbau von Kaffee

Zertifizierter Regenwaldkaffee aus Äthiopien

Zertifizierter Regenwaldkaffee aus Äthiopien

Der nachhaltige Anbau von Kaffee scheint auf dem Vormarsch. Die Vorteile vor allem für die Anbauländer liegen auf der Hand: Bessere Arbeits- und Lebensbedingungen, fairere Preise und höhere Erträge. Aber auch die Konsumenten profitieren davon, dass keine Pestizide verwendet werden, der Wasserverbrauch beim Anbau auf ein notwendiges Maß beschränkt und die Qualität verbessert wird. Die COTECA Hamburg, The International Trade Show for the Coffee, Tea & Cocoa, beschäftigt sich intensiv mit dem nachhaltigen Anbau von Kaffee. So sind dessen Chancen und Potenziale vor dem Hintergrund des Klimawandels ein zentraler Punkt des begleitenden Kongresses. Außerdem zeigt sich die wachsende Bedeutung dieses Themas auch in den Angeboten der Aussteller auf der neuen internationalen Fachmesse.

Eine Schlüsselposition nehmen internationale Organisationen wie Rainforest Alliance, 4C Association, UTZ Certified, Tropical Commodity Coalition und Fairtrade Labelling Organizations International ein. Sie definieren Standards für nachhaltigen Anbau und zertifizieren die Farmen nach einheitlichen Kriterien. An ihren Programmen beteiligen sich immer mehr global agierende Lebensmittelproduzenten wie Nestlé, Unilever und Mars, Kaffeeröster sowie Restaurantketten wie McDonald’s mit seinen McCafés. Abnehmer sind auch Hotels und Gaststätten, Freizeitparks und Fluggesellschaften. Auf dem Kongress der COTECA Hamburg berichten Vertreter der Organisationen über ihre Erfahrungen und stellen aktuelle Projekte vor, ebenso Unternehmen wie Tchibo und Kraft Foods.

Die Rainforest Alliance, die auch auf der Fachmesse COTECA Hamburg ausstellt, hat 1989 mit dem SmartWood-Programm für nachhaltige Forstwirtschaft das erste Zertifizierungsschema überhaupt ins Leben gerufen. Heute stammen rund 2,5 Prozent der Weltkaffee-Ernte von Farmen, die das Zertifikat der Rainforest Alliance tragen. Seit 2006 zertifiziert die Organisation auch Teefarmen und hat 2009 in Kenia die erste großangelegte Gruppen-Zertifizierung mit über 12 000 Kleinbauern durchgeführt.

UTZ Certified stellt ebenfalls auf der COTECA Hamburg aus. An dem Kaffeeprogramm des Zertifizierers haben sich 2009 mehr als 95 000 Kaffee-Plantagen und Kleinbauern beteiligt, was einem Anstieg von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Auf internationale Kooperationen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensumstände der Menschen hat sich die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) spezialisiert. Das Bundesunternehmen ist in mehr als 130 Ländern aktiv. Kerstin Linne, Projektmanagerin der GTZ, stellt auf dem Kongress der COTECA Hamburg unter anderem das im Februar ausgelaufene Pilotprojekt AdapCC (Adaptation for Smallholders to Climate Change) von GTZ und Cafédirect vor: „Dabei ging es darum, gemeinsam mit Kleinbauern des Kaffee- und Teesektors Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel zu identifizieren und zu implementieren.“

Der Klimawandel steht auch im Mittelpunkt eines weiteren Projekts in Kenia, an dem sich neben der GTZ der kenianische Kaffee-Exporteur Sangana Commodities, die Standardinitiative 4C Association und die Weltbank beteiligen. Kerstin Linne: „Ziel ist es, ein zusätzliches Standardmodul zu dem bereits existierenden 4C Kaffeestandard zu entwickeln, das Anpassungen an den Klimawandel berücksichtigt und, wo sinnvoll, Anpassung mit Minderung verknüpft.“ Die Basis der Arbeit von 4C Association bildet ein Verhaltenskodex, der Code of Conduct. Er definiert Mindestanforderungen für die nachhaltige Produktion, die Verarbeitung und den Handel von Kaffee. Die Organisation schult unter anderem die Bauern vor Ort und ermöglicht ihnen den Zugang zu modernen Produktionsmitteln und allen relevanten Informationen.

Weitere Ereignisse auf der Coteca in Hamburg vom 4. bis 6. Juni:
Die European Coffee Federation (ECF) trifft sich zur COTECA Hamburg zu ihrer Jahrestagung (3. und 4. Juni),  ebenso die European Decaffeinators Association (EDA), die zur Mitgliederversammlung auf dem Gelände der Hamburg Messe geladen hat (4. Juni).

Das German Chapter der SCAE (Speciality Coffee Association of Europe) veranstaltet auf der Fachmesse seine Kaffee-Olympiade 2010. Mehr als 60 Baristi aus ganz Deutschland messen sich von Freitag bis Sonntag in mehreren Disziplinen – vom Latte Art Contest über die Coffee & Spirit Competition und Cup Tasting bis hin zur Barista Championship. Die Sieger fahren zur Weltmeisterschaft nach London. Zum Rahmenprogramm der COTECA Hamburg gehören auch zahlreiche Seminare und Workshops der SCAE. Dabei geht es um Themen wie Espressomaschinen-Technik, Rösten, Vermahlung, Sensorik und Cupping sowie die professionellen Techniken der Espressozubereitung und Latte Art.

Quelle: Messe Hamburg


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