Weekend-News

Von Achimer
Nachdem ich das ganze Wochenende lang kein Internet hatte und erkennen musste, wie abhängig man mittlerweile davon ist, hier ein paar News der vergangenen Tage.

Antibiotikaresistente Bakterien im Fleisch

,,US-Forscher haben in zahlreichen Fleischproben hohe Konzentrationen antibiotikaresistenter Bakterien festgestellt. Bei der Untersuchung von 136 Stücken Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch wiesen sie in 47 Prozent der Fälle Staphylokokken nach, wie die US-Wissenschaftszeitschrift "Clinical Infectious Diseases" berichtet. Davon seien wiederum 52 Prozent resistent gegen mindestens drei bekannte Antibiotika gewesen, schreibt eine Forschergruppe aus dem US-Bundesstaat Arizona in der Zeitschrift."
 Staphylokokken sind gram+ Bakterien, die auf unserer Haut und Schleimhäuten vorkommen.
 Es lassen sich zwei Gruppen voneinander abgrenzen: der humanpathogene Staphylococcus aureus und der  zur physiologischen Flora gehörige S. epidermidis. S. aureus kann sich in kontaminierten Lebensmitteln vermehren und Enterotoxine bilden, bei unsachgemäßem Umgang mit dem Fleisch können diese dann Erbrechen oder Diarrhoe hervorrufen.
Der Artikel ist wiedermal ein Beispiel dafür, dass Antibiotika im Futter zu Resistenzen führen, da sich die Bakterien anpassen/mutieren. Doch wird sich wohl nix in der Praxis ändern...

EU-Fleisch macht Afrikas Bauern hungrig

Laut aktuellen Zahlen der UN-Agrarorganisation FAO von 200, steigen die europäischen Fleischexporte nach Afrika immer mehr an. Was das für die ärmeren Länder heißt? Dank den großzügigen EU - Subventionen und der riesigen Masse an Exportfleisch (,,Togo bekam etwa 8.400 Tonnen, 34 Prozent des Gesamtmarktes.") werden die einheimischen Märkte zu Grunde gerichtet, da das europäische Geflügel einfach billiger ist. Mit diesen Dumpingpreisen können afrikanische Bauern nicht konkurrieren und müssen ihre Betriebe aufgeben. Aber wehe,wenn sie an unseren Küsten landen, dann ist das Geschrei groß ,da keiner aus der Regierung/Wirtschaft die Zusammenhänge erkennen möchte..

Norwegen will Pelzfarmen verbieten 



,,Die norwegische Arbeiterpartei (Labour Party) hat dafür gestimmt, Pelzfarmen in Norwegen auslaufen zu lassen. [...] Aufgrund der Pelzfarmen innewohnenden Grausamkeiten haben Österreich, die Schweiz, die Niederlande, Kroatien, Schweden und das Vereinigte Königreich (UK) Pelzfarmen in ihren Ländern verboten oder lassen diese derzeit auslaufen. Da Norwegen nun kurz vor der Abschaffung von Pelzfarmen steht, richten die Tierrechtsgruppen ihre Aufmerksamkeit auf Dänemark und Finnland. Dänemark ist der weltweit größte Produzent von Nerzpelzen und tötet jährlich ca. 10 bis 13 Millionen Nerze ihres Felles wegen."

Quelle

 Zum Schluss komme ich noch zu einer erfreulichen Entwicklung in Berlin. Ab heute wird durch das Studentenwerk Berlin täglich ein veganes Gericht - das Klima-Essen - in den Mensen angeboten.

,,Zur Kennzeichnung der Gerichte wurde ein eigenes Baum-Label entworfen, das als ein Kriterium die vegane Zubereitung der Speisen vorsieht. Dadurch soll es den Gästen besonders leicht gemacht werden, ihr Essen nach ökologischen Gesichtspunkten auszuwählen. "
Hoffen wir, dass sich andere Studentenwerke ein Beispiel daran nehmen und es keine Proteste geben wird, wie in anderen Städten...