Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Die Königstour der Berchtesgadener Alpen auf einen Streich. Susis Selbstversuch.

Was der Großglockner für uns Österreicher ist, das ist die Watzmann-Überschreitung für meine deutschen Nachbarn. Jedes Jahr zieht es tausende Bergsteiger nach Berchtesgaden und in die Ramsau. Ihr großes Ziel: der beschwerliche Marsch von der Wimmbachbrücke hinauf zum Watzmannhaus, weiter zum Hocheck und von dort aus über die Mittel- und Südspitze und das Wimmbachgries zurück zur Wimmbachbrücke.

Die Herausforderung: Drei Gipfel, fast 2.400 Höhenmeter, 22,5 Kilometer und ein ausgesetzter Grat mit schwindelerregenden Tiefblicken auf den Königssee. Die Nettogehzeit wird auf verschiedenen Portalen zwischen zehn und 16 Stunden angegeben. Für viele ein Grund, die Tour auf zwei Tage aufzuteilen und eine Nacht im Watzmannhaus oder in der Biwakschachtel am Hocheck zu verbringen.

Regelmäßig bekommen wir Anfragen von Lesern, ob die Überschreitung auch an einem Tag machbar sei. Klar, sagen wir – wenn du’s drauf hast!

Das macht die Watzmann-Überschreitung an einem Tag so anspruchsvoll:

  • Die Länge und die zu bewältigenden Höhenmeter
  • Der lange Abstieg von der Südspitze über das Wimmbachgries zurück zur Wimmbachbrücke – 12 Kilometer reiner Abstieg, die muskulär extrem anstrengend sind!
  • Stau am Grat zwischen Hocheck und Südspitze
  • Unsichere Bergsteiger überwinden die Kletterstellen am Grat oft zu langsam
  • Der Grat ist nicht durchgehend gesichert und kein Klettersteig!
  • Steinschlaggefahr beim Abstieg von der Südspitze ins Wimmbachgries – vor allem wenn hinter dir noch viele Bergsteiger unterwegs sind

So wirklich mitreden konnte ich aber nie – bin ich die Überschreitung selbst doch noch gar nicht gegangen. Zu viele Leute quälen sich über den Grat. Zu viele von ihnen, die der Tour nicht gewachsen sind. Umstände, die wenig Lust auf die Gratwanderung machen. Aber sich dem Bann des Watzmanns einfach entziehen? Unmöglich! Ich lege mir eine Strategie zurecht, wie ich den Watzmann zügig und ohne grantig werden zu müssen, überschreiten kann.

Ein früher Start muss es sein, um den Leuten, die vom Watzmannhaus starten, spätestens am Hocheck zuvorzukommen. Dann sollte ich am besten unter der Woche bei nicht allzu gutem Wetter gehen, damit ich auf möglichst wenige Bergsteiger treffe. Leichtes Gepäck und leichte Schuhe waren mir wichtig, damit ich den Aufstieg schnell hinter mich bringe und im Abstieg mein angeschlagenes Sprunggelenk nicht zu sehr belaste. An einem Freitag Anfang Juli passt dann alles zusammen.

Vor Sonnenaufgang

Um kurz vor fünf Uhr morgens klappern meine Stöcke rhythmisch auf dem schmalen Forstweg Richtung Watzmannhaus. Ich gehe zügig, laufe aber nicht. Die meisten Leute werden um 6 Uhr vom Watzmannhaus starten. Ich will vor ihnen den Grat erreichen, aber nicht völlig verausgabt am Hocheck ankommen. Weil ich die Tour zum ersten Mal mache, möchte ich sie genießen können. Besonders den Grat.

Am Brunnen der Mitterkaseralm fülle ich meine Trinkblase mit Wasser auf. Über Salzburg wird der Himmel langsam hell. Dunkle Wolken liegen über dem Flachland. Die Gipfel sind frei. Für 11 Uhr ist Regen angesagt. Ein gutes Druckmittel, um nicht zu sehr zu trödeln. Meine Uhr zeigt bald 1.000 überwundene Höhenmeter an. Während ich so auf die Anzeige schiele, plötzlich – patsch! Ein Regentropfen zerbirst auf dem Display. Wenige Sekunden stehe ich im Nieselregen. Im Ernst jetzt? Das kann nicht sein! Ich beeile mich, das Watzmannhaus zu erreichen. Wenn der Regen andauert und ich völlig durchnässt bin, muss ich die Tour abblasen.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Nach einer Stunde und 40 Minuten erklimme ich die letzten Meter zum Watzmannhaus hinauf. Es hat aufgehört zu regnen. Dafür zieht jetzt ein eisiger Wind von der Gugel herüber. Ich werfe eine Jacke über und gehe weiter. Solange ich in Bewegung bleibe, ist mir warm.

Plattentango am Hocheck

Am Watzmannhaus ist es ruhig. Wie zu erwarten war, machen sich nur wenige Wanderer für den Aufstieg bereit. Ich will auf jeden Fall noch bis auf das Hocheck gehen und dort entscheiden, ob das Wetter die Vollendung der Überschreitung zulässt. Das Gelände wird jetzt zunehmend alpiner, der Weg immer wieder von steilen Felsplatten und Stufen unterbrochen. Die Tour beginnt, richtig Spaß zu machen. Die meisten Platten gehe ich einfach gerade hinauf. Die Sohlen meiner Schuhe beißen sich gut in den scheinbar glatten, aber doch griffigen Fels.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Ein beklemmendes Gefühl ist es schon, hier ganz alleine so ausgesetzt unterwegs zu sein. Dafür kann ich meinen Fokus ganz und gar auf mich selbst, das Gehen und die Landschaft lenken. Ich muss mich nach niemanden richten. Kein Geplapper lenkt mich ab. Niemand muss pipi, oder zum Trinken stehen bleiben. Die Zeit vergeht unheimlich schnell. Nach zwei Stunden und 40 Minuten blendet mich der goldene Jesus am Gipfelkreuz des Hochecks. Ich habe jetzt etwas über 2.000 Höhenmeter abgespult. Der anstrengende Teil der Tour ist geschafft.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Ich unterhalte mich kurz mit zwei Jungs, die unsicher sind, ob sie weitergehen sollen. Das Wetter sieht stabil aus. Ich werde es riskieren, rate ihnen aber, an der Mittelspitze umzukehren, wenn sie am Grat zu langsam vorankommen. Ich schieße ein Gipfelfoto von den beiden und verabschiede mich Richtung Mittelspitze. Möge die Überschreitung beginnen!

Der schmale Grat zwischen Sicherheit und Selbstkontrolle

Dieser schmale Grat zwischen Hocheck und Südspitze sorgt in Berchtesgaden schon lange für Debatten. Wer hat wirklich etwas am Watzmann verloren und wer sollte ihn lieber bei einer Schifffahrt am Königssee bewundern? Zu viele zählen sich zur ersten Gruppe, zu wenige von ihnen sind der Tour wirklich gewachsen.

Das Problem: Die Watzmann-Überschreitung wird auf diversen Plattformen als durchgehender Klettersteig ausgegeben. Dabei sind von den vier Kilometern zwischen Hocheck und Wimmbachgries gerade einmal 700 Meter mit Seilen versichert. Die Nationalparkverwaltung entschied sich vor wenigen Wochen zu einer mutigen, aber sinnvollen Gegenbewegung am Watzmanngrat. An den einfacheren Stellen entfernten die Wegemacher Haken, Stifte und Seile, während die Sicherungen an den wirklich kritischen Passagen erneuert wurden.

Nach dem Rückbau bin ich eine der ersten, die sich über den Grat wagt. Weil ich die Überschreitung heute zum ersten Mal mache, bin ich gespannt, was mich erwartet. Zuvor schlüpfe ich in meine Windjacke und ziehe ein Stirnband über die Ohren. Es ist richtig kalt hier oben. Die Jungs erzählen mir, dass es vorhin sogar kurz geschneit hat.

Dann marschiere ich los. Am Hocheck-Biwak vorbei zur ersten Felsstufe, an der man ein paar Meter abklettern muss. Seile entschärfen die ausgesetzte Stelle. Als ich an die Sicherung lange, um mich festzuhalten, lasse ich augenblicklich wieder los. Das Seil ist eiskalt. Ja, ich hätte Handschuhe einpacken sollen.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Der weitere Weg zur Mittelspitze ist kaum noch versichert. Dafür umso schöner zu gehen. Den Hauptgipfel des Watzmanns erreicht man über leicht ansteigende Platten. Nach weniger als drei Stunden stehe ich auf der Mittelspitze. Eine mystische Stimmung und völlige Stille umgeben mich. Der Wind hat nachgelassen, ich höre und sehe keine anderen Bergsteiger. Nie zuvor war ich auf einem so beliebten Berg so einsam.

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Dicker Nebel schiebt sich vom Königssee über die Ostwand herauf. Der Nebel arbeitet die Konturen des Grates perfekt heraus. Ich erkenne jeden Zacken und jede Einkerbung auf meinem Weiterweg zur Südspitze. Der Blick ins Wimmbachgries ist frei.

Achterbahnfahrt zur Watzmann-Südspitze

Erst jetzt wird mir bewusst, wie elendig weit sich der Grat von der Mittelspitze zur Südspitze zieht. Ich klettere zuerst wieder ein Stück ab, gehe kurz gerade aus und steige über eine schmale Rampe zum nächsten Zacken auf. Das Ganze wiederholt sich noch zwei-, dreimal – kurze Zeit zweifele ich schon, ob ich jemals an der Südspitze ankommen werde.

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Manchmal verläuft die Route direkt am Grat. Links fällt die Ostwand 2.000 Meter zum Königssee ab, rechts geht es schwindelerregend weit ins Wimmbachgries hinunter. Es macht richtig Spaß, sich hier zu bewegen. Und weil ich ganz alleine da bin, hält mich an den kniffligen Stellen auch niemand auf. Konzentriert setzte ich einen Schritt nach dem anderen und prüfe jeden Felsblock, der etwas instabil aussieht, auf seine Festigkeit. Ich darf mir ungesichert hier keinen Fehler erlauben. Besonders, weil ich meinem linken Fuß sechs Wochen nach dem Bänderriss nur zu 60 Prozent vertrauen kann.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Die tiefe Konzentration auf mich selbst lässt mein Zeitgefühl verschwimmen. Wie aus dem Nichts steht plötzlich der letzte Anstieg zur Südspitze vor mir. Zudem zwei Burschen, die gerade die Karabiner ihres Klettersteigs in die Seilsicherung einhängen. Ich warte, bis sie ihre Karabiner oben entfernt haben und klettere hinterher.

Fünf Schritte später stehe ich auf dem dritten Gipfel für heute. Die Südspitze ist mit ihren 2.712 Metern nur einen Meter niedriger als die Mittelspitze. Der Nebel auf der Ostseite des Watzmanns hat sich hartnäckig gehalten. Die Sicht reicht heute nicht vom Steinernen Meer bis in die Hohen Tauern, sondern gerade bis zur ersten Markierung des Abstiegs. Die Westseite des Grates ist frei von Nebel und der Blick ins Wimmbachgries deshalb ebenso.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Am Gipfel gönne ich mir zehn Minuten Pause, knipse ein paar Bilder und esse ein Stück von Mamas Mohnkuchen. Der gibt Kraft für den langen Abstieg – den ich mir zu diesem Zeitpunkt nur halb so schlimm vorstelle, wie er dann tatsächlich ist.

Ich tausche mich kurz mit den Burschen aus, die ebenfalls zum ersten Mal auf der Überschreitung unterwegs sind. Sie haben am Hocheck biwakiert und wollen wissen, wie lange ich heute schon unterwegs bin. Als ich die Zeit von meiner Uhr ablese, bin ich selbst überrascht: Drei Stunden 40 Minuten leuchten vom Display.

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Der qualvolle Weg zurück

Im Glauben, das Schwierigste hinter mir zu haben, trabe ich leichtfüßig den Abstieg hinab. Mein Knöchel hab super gehalten, ich fühle mich sicher und die Gedanken, dass ich mir erneut wehtun könnte, sind verflogen. Bis plötzlich die ersten Steine unter meinen Füßen nachgeben und feiner, rutschiger Kies den Weg bedeckt. Sofort kehrt die Angst zurück, einen Ausrutscher mit dem linken Bein nicht abfangen zu können. Einige Stellen muss ich abklettern, an anderen über schmale Felsrippen balancieren. An einer dieser Rippen kippt mein Fuß nach außen weg. Ein stechender Schmerz fährt durch mein Bein. Ich erstarre. Scheiße! Nicht jetzt. Nicht hier! Wie soll ich von diesem Ort wegkommen, wenn ich nicht mehr auftreten kann?

Ich setze mich ein paar Minuten hin. Zitternd ziehe ich den Schuh aus und bewege meinen Fuß leicht hin und her. Der erste Schmerz klingt ab. Was bleibt ist ein dumpfes Gefühl und der Ärger über mich selbst, dass ich so unkonzentriert war. Ich hole meine Stöcke vom Rucksack und trete vorsichtig wieder auf. Mein Bein hat gerade die Stabilität eines schwabbeligen Puddings. Das ist nur der Schock, rede ich mir ein und gehe weiter.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Weiter unten ist der Weg flacher und weniger steinschlaggefährdet. Dafür überzieht hier feiner Sand den Boden. Der Steig ist schlecht ausgetreten und teilweise von den letzten Regenfällen ausgewaschen. Im unteren Teil verläuft der Weg durch zwei schmale Sandrinnen. Ein echter Graus, vor allem, weil der Boden auch noch feucht ist. Zwar sind hier dicke Eisenketten angebracht, an denen man sich ablassen kann, diese sind aber durch den Nebel so glitschig, dass meine Hände dran einfach abgleiten.

Während ich dem Weg meine ganze Aufmerksamkeit schenke, hätte ich beinahe die geniale Landschaft im Wimmbachgries übersehen. Mächtige Schotterflüsse entspringen den Rinnen der Bergflanken. Der Talboden ist von dicken, dunkelgrünen Latschen übersät. Das ist eine andere Welt. Eine andere Welt, in der es gerade zu regnen beginnt.

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Waschstraße Wimmbachgrieß

Bald fallen dicke Regentropfen vom Himmel. Daumennagelgroß. Regen, du kommst zwei Stunden früher, als vorhergesagt. Ich schaffe es gerade noch, meine Regenjacke anzuziehen und mein Handy in Sicherheit zu bringen. Dann geht die Welt über mir unter. Kein Gewitter. Nur der gewaltigste Platzregen, der mich je in den Bergen erwischt hat.

Ich will nicht klagen. Immerhin hätte er mich schon beim Abstieg von der Südspitze überraschen können. Zum Glück habe ich mittlerweile das Wimmbachgries erreicht. Mein Pech: Bis zum Auto sind es noch mindestens zehn Kilometer und es sieht nicht danach aus, als würde der Regen bald nachlassen. Von den letzten Kilometern gibt es keine Bilder mehr. Ich habe Angst, mein Handy würde absaufen, holte ich es nur für drei Sekunden aus der Jackentasche.

Ich komme an einem Wegweiser vorbei. Irgendwas mit vier oder fünf Stunden zur Wimmbachbrücke steht darauf angeschrieben. Hmmpf. Ich ziehe den Ärmel meiner Jacke über die Uhr. Ich will nicht wissen, wie weit ich bin, oder wie lange der Weg noch ist.

Dann beginne ich zu laufen und höre damit nicht mehr auf, bis ich vor meinem Auto stehe. Ich fühle mich wie Forrest Gump in Vietnam: Regen kommt von oben, von der Seite und von unten. Die Nässe kriecht unbarmherzig durch die Membran meiner GoreTex-Jacke. Die Hinterseite meiner Oberschenkel ist taub vor Kälte.

Dennoch habe ich Spaß am Laufen. Der Weg durch das Gries schlängelt sich über feine Schotterbänke, die jeden Schritt angenehm dämpfen. Mit einem breiten Grinser trabe ich an deutschen Urlaubern vorbei, deren entgeisterte Blicke mir unter ihren Schirmen oder Regenponchos meist ein paar Meter folgen.

Meine Erleichterung, als endlich die Ramsau vor mir auftaucht, kann ich aber nicht leugnen. An der Infotafel an der Wimmbachbrücke sacke ich zu Boden und reiße den Ärmel meiner Jacke hoch. Sechs Stunden und sieben Minuten. Der Lauf durchs Wimmbachgries hat sich um Ewigkeiten länger angefühlt, als er wirklich war. Die Zeit überrascht mich und gibt mir Selbstvertrauen für den Großglockner Ultratrail in einer Woche.

Watzmann-Überschreitung an einem Tag? Hart, aber machbar!

Mein Fazit: Die Watzmann-Überschreitung an einem Tag ist für jeden machbar, der über eine gute Ausdauer und die nötige Beinkraft verfügt und sich in schwierigem Gelände zügig sowie sicher bewegen kann.

Diese Ausrüstung war dabei

Nur, um etwas klarzustellen

Irgendwie ist die Annahme entstanden, meine Tour wäre ein Speed-Versuch gewesen. Mir ist schon klar, dass sechs Stunden für die Watzmann-Überschreitung recht flott sind. Aber ich habe nirgends geschrieben, dass die Tour ein Versuch auf Zeit war, noch habe ich damit geprahlt, die Überschreitung in sechs Stunden gemacht zu haben (so wie viele andere es taten). Ein Speed-Versuch wäre zu gegebenem Zeitpunkt aus zwei Gründen eine schlechte Idee gewesen:

  1. Das war meine erste Watzmann-Überschreitung. Bei einem ernsthaften Speed-Versuch würde ich mir die Strecke zuvor auf jeden Fall ansehen.
  2. Ich habe mir vor sechs Wochen ein Band im Sprunggelenk gerissen und zwei weitere eingerissen. Ich bin viele Höhenmeter und Kilometer im Trainingsrückstand und kann noch lange nicht an alte Leistungen anknüpfen. Das Ergebnis einer Speed-Überschreitung würde also nie meine eigentliche Leistungsfähigkeit wiederspiegeln und könnte für mich persönlich gerade nur eine Enttäuschung sein.

Klar, hatte ich einen Zeitplan, um vor dem Schlechtwettereinbruch zurück zu sein. Ich wollte nach spätestens nach drei Stunden am Hocheck sein, um die Überschreitung sicher vollenden zu können. Alles Übrige ist gekommen, wie es eben kam. Ich habe in meinem Bekanntenkreis mehrere Personen, die die Tour in fünf Stunden und weniger gelaufen sind. Mit sechs Stunden hat man sich also original gar nichts einzubilden.

Ich bekam nach der Tour einige unfreundliche Nachrichten – hauptsächlich von Männern, die mir die Zeit nicht geglaubt haben. Ich kann dazu nur sagen: lasst euch Eier wachsen. Und wartet bis in den Herbst. Dann werden die Berghasen nämlich gemeinsam zur Watzmann-Überschreitung ausrücken.


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