Watchever zeigt oscarnominierte Dokumentationen

Von Tobaro

Die Online-Videothek Watcheber nimmt die Oscar-nominierten Dokumentationen „The Act of Killing“ und „Dirty Wars“ in sein Programm auf. Die bestürzenden, fesselnden und bildgewaltigen Filme werden ab dem 20. Februar verfügbar sein.

In „The Act of Killing“ bringt Joshua Oppenheimer indonesische Massenmörder auf den Bildschirm. Über zehn Jahre lang dauerten die Arbeiten zu dem Film, der die Täter des Musim Parang, der „Sai- son der Hackmesser“ begleitet. Die Massaker forderten Mitte der 1960er Jahre bis zu 3 Millionen Opfer. Oppenheimer lässt die Schlächter von damals in einem makabren Rollenspiel die blutigen Morde nachstellen und in die Position der Gefolterten schlüpfen. Damit, so urteilte der Spiegel, ge- lingt es dem Regisseur „eines der intensivsten Kinoerlebnisse des Jahres“ zu schaffen, das die „Grenzen des Dokumentarischen“ sprengt. Bis heute, über fünfzig Jahre nach dem Genozid, ist der indonesische Konflikt nicht beseitigt, weshalb die Namen der Filmcrew zu deren eigenem Schutz nicht genannt werden.

Auf der Berlinale 2013, bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2013 sowie den kürzlich vergebenen BAFTA-Awards der British Academy of Film and Television Arts wurde „The Act of Killing“ bereits als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Von aktuellem und ebenso schockierenden Kriegsgeschehen erzählt der Film „Dirty Wars“, der Guardian bringt die Dokumentation auf den Punkt mit: „Der Film hat eine wichtige Geschichte zu erzählen.“ Der Regisseur Richard Rowley begleitete den auf Sicherheitspolitik spezialisierten Journalisten und Autor des Bestsellers „Blackwater“, Jeremy Scahill bei seiner Suche nach Spuren sogenannter geheimer, zielgerichteter Kriegsführung – durch Dronen oder nächtliche Überrasch- ungsangriffe. Ihre Recherchen führen sie von Afghanistan, dem Yemen und Somalia auch nach New York und Washington. Scahill spricht auf der Reise mit den von den USA unterstützen Warlords, ebenso wie mit den US-Militärs, der „Joint Special Operations Command“ und auf der anderen Seite mit den Menschen, die diese Angriffe erleben mussten und überlebt haben. www.watchever.de