Wassup?

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Wassup?

  • 26. Apr
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  • #Wassup
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lange Zeit war es ziemlich still hier und vielleicht hat sich ja die ein oder andere Person gefragt was bei dem einen Papa und seiner Minizicke so los ist.

Eines kann ich euch sagen, es ist alles in bester Ordnung.

Nunja, beste Ordnung ist vielleicht etwas übertrieben denn wie Mamis und Papis oder Pflegende ja wissen – irgendetwas ist immer!

Mit Wass’up #wassup (engl. Whats up?) möchte ich eine neue Serie starten in der ich auf vergangene Tage zurück schaue.

Und? Läuft bei Dir?

Wie ihr wißt habe ich ja lange über ein Studium nachgedacht.
Also sitze ich vor einigen Wochen, abends gelangweilt vor meinem PC und hole mal wieder Informationen ein.
Entscheidungsfreudig wie ich nun mal bin, beschloss ich einfach das Anmeldeformular auszufüllen und mich für ein Studium einzuschreiben.

In diesem Moment hatte ich einfach das Gefühl – jetzt oder gar nie!
Nicht dass ich mit Vollzeitbeschäftigung und Minizicke nicht schon ausreichend beschäftigt wäre, haue ich hier eben auch nochmal auf die Kacke und mache den Bachelor in Wirtschaftswissenschaften.
Ob ich es schaffe weiß ich nicht, ich weiß aber dass ich den Ehrgeiz dazu besitze.
Wenn ich es schaffe darf ich mir getrost auf die Schulter klopfen, ohne überheblich wirken zu wollen, wenn ich es nicht schaffe – so what?
– Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und Stillstand bedeutet auch in diesem Fall, dass man sich der Routine komplett unterworfen hat.
Ich brauche die Herausforderung, die Leidenschaft, die Action und Bewegung in meinem Leben.
Es ist meine Personality, es ist das was mich bewegt und mich ausmacht und ich kann mich einfach nicht damit abfinden dass ich den Rest meines Lebens, ungeachtet meiner Fähigkeiten, den Sachbearbeiter Job führe den ich momentan ausübe.
Natürlich macht es Spaß, aber man weiß auch dass in diesem starren Gebilde der Bildungs- und Industrie- und Anforderungslandschaft fast keine andere Möglichkeit besteht aus seinem Hamsterkäfig herauszukommen.

Auf die Erstsemesterparties muss ich leider verzichten, da ich nur in Teilzeit studiere. Aber Chucks habe ich bereits im Schrank und einen Hoodie werde ich mir auch noch besorgen. An meiner Anti-Einstellung muss ich noch ein bisschen feilen aber ansonsten gebe ich, denke ich, einen guten Studenten ab. Also wenn ich mal klugscheisse, verzeiht es mir bitte!

Minizicke geht es natürlich hervorragend, sie tanzt ihrem Papa schön auf der Nase herum, ganz so wie es sich für ein Kind gehört.IMG_20150425_185339
Diskussionen zwischen uns sind meist lebhaft und zum Schmunzeln.
Manchmal möchte ich nicht in die Gedanken meiner Nachbarn blicken wollen.

Sie ist nun bereits seit September letzten Jahres in der Schule und die Entwicklung ist fantastisch.
Gut, auf die Ausdrücke die sie teilweise aus der Schule mit nach Hause bringt, könnte ich gerne verzichten aber auch das ist Teil eines Entwicklungsprozesses der Kinder. Und wer hat nicht schon mit Ausdrücken experimentiert und Grenzen ausgelotet?

Es war also die richtige Entscheidung sich für eine Schule für behinderte Menschen zu entscheiden.
Sie macht wahnsinnige Fortschritte und durch Schule aber auch der Nachmittagsbetreuung der Lebenshilfe sowie deren Freizeiten hat sie bereits ein paar kleine, tolle Freunde.

Vater war auch mal wieder auf der Gasse.

Lange Kunstnacht in unserem feinen Städtchen. Mit den neuen Bekanntschaften aus der Renovier- und Hilfeaktion bin ich durch die Galerien, Gassen, Kneipen und Bars unserer Stadt gezogen. Bislang lag “Kunst” mir ja wirklich fern und das einzige Faible das ich hatte, war Street-Art. Aber an diesem Abend ist mir bewusst geworden das Kunst etwas ist, das man für sich selbst interpretiert. Ichbrauche weder Kenner, noch irgendjemanden der mir versucht etwas zu erklären. Entweder ich verliere mich in ein Bild o.ä. oder ich kann eben nun mal nichts damit anfangen. So einfach ist das!
Ganz besonders fasziniert hat mich DUNDU – der sanfte Riese.
Falls ihr mal Gelegenheit bekommt, DUNDU live zu sehen nutzt sie, auch mit euren Kindern.
Faszination, funkelnde und leuchtende Augen sind garantiert.

20150419_010616San Miguel
 

Armes, reiches Deutschland

Natürlich habe ich auch die Medien verfolgt und kann zurzeit nur noch mit dem Kopf schütteln. Da sehe Menschen im Mittelmeer sterben. Menschen, deren Wunsch es war in Frieden und Stabilität zu leben. Familien, Mütter, Väter, Kinder mit Hoffnungen, Wünschen und Sehnsüchten. Eltern die Ihre Kinder in Sicherheit und einer angstfreien Umgebung aufwachsen sehen wollten, liegen nun in Särgen oder am Meeresgrund. Menschen ohne Identität. Ausgelöscht und niemand weiß wer sie waren, was sie wollten, niemand kannte ihre Träume, Ihre Visionen, ihre Hoffnungen. Niemand kennt ihre Namen!

Jenen die es schaffen kacken wir noch vor die Türe. Wir heißen sie willkommen im Land der Ahnungslosen, der Egoisten, der Hasser und der Ahnungslosen. Wir klopfen nicht an, wir treten ihnen gegen die Türen. Wir verlangen dass sie sich wie Gäste zu verhalten haben, verhalten wir uns wie Gastgeber? Eingepfercht auf ein paar Quadratmeter leben Familien zusammen mit hunderten anderer fremder Menschen, verschiedener Abstammung und Kulturen. Sie teilen sich Duschen und Toiletten, Töpfe und Tassen. Ist das eines Gastgebers würdig? Und an die Adresse der Anti-Flüchtlingsheim-Demonstranten. Eure einzige Sorge ist doch dass Grundstücks- und Mietpreise verfallen sollte ein Flüchtlingsheim in eurer Gegend eröffnet werden. Angst habt ihr? Vor was? Vor fremden Kulturen? Vor Vielfalt? Niemand wird euren Gartenzwerg in eurem gepflegten Vorgarten anpissen wenn er euch kennt. Aber wie soll man euch kennen lernen wenn ihr nicht mal das geringste Interesse am leiden dieser Menschen zeigt? Euch nicht bekannt macht und auf Distanz geht?
Sicherlich gibt es auch unter Jenen, die zu uns kommen, kriminelle Energien – aber hinter euren Mauern oder denen eurer Nachbarschaft passieren stetig Dinge die ihr euch in euren kühnsten Träumen nicht ausmalen könnt oder wollt.
Ja, auch das arme, reiche Deutschland produziert ein paar Monster!
Ihr seid durch das große Glück des Zufalls in Deutschland geboren – nicht mehr, nicht weniger du das macht euch nicht besser und schon gar nicht zu ungekrönte Könige der Welt.
Erklärt dem Kind das in einem von Bomben zerstörten Haus, auf der Brust der sterbenden Mutter liegt, dass ihr Angst vor ihm habt.
Dass wir in unserer Gesellschaft keinen Platz haben um es zu schützen.

Deutschland – reich an Finanzen, arm an Mitgefühl!

Alleinerziehend – pockets full of money!

Ach, es gab ja auch eine Erhöhung des Freibetrags für Alleinerziehende. Die Politik klopft sich auf die Schulter und einige Konservative wittern schon die Zerstörung der Familien und Förderung des Alleinerziehenden-Dasein. Die wenigsten Alleinerziehenden haben sich diesen Umstand gewünscht. Wir alle hatten den Traum einer funktionieren Familie. Der wahre Zerstörer der Familie sind die Partner oder Umstände, die ein zusammenleben innerhalb eines Familienverbundes unmöglich gemacht haben.

Fakt ist, es ist ein längst überfälliger Schritt der Politik, denn auch wir Alleinerziehenden tragen unseren Beitrag zu und in dieser Gesellschaft bei. Aber genauer betrachtet ist es ein Witz. Um den Freibetrag nutzen zu können muss eine Vielzahl der Alleinerziehenden erst einmal in Lohn und Brot gebracht werden. Und dann müssen Jene auch noch so viel verdienen dass sie den Freibetrag überhaupt anwenden können.

Natürlich ist es es nicht alleine Sache der Politik, die alleinerziehenden in eine Beschäftigung zu bringen. Es ist auch die Wirtschaft bzw. Industrie gefordert, endlich das Potenzial zu erkennen und selbst diese Flexibilität zu geben, die bei Arbeitnehmern immer so gerne gefordert wird. Starr in ihren Arbeitszeitgebilden und Beschäftigungsmodellen, denn was immer so war, muss auch immer so bleiben, oder?

Das Potenzial das dabei brach liegt, hat niemand oder haben nur wenige im Auge. Man schreit lieber nach Fachkräftemangel bevor man das zur Verfügung stehende Potenzial ausreizt und abschöpft! Ein Satz der mir sinngemäß in Erinnerung geblieben ist lautete: „Die Arbeitgeber wissen oft überhaupt nicht welche Loyalität Mitarbeiter mit Kindern ihrem Arbeitgeber gegenüber bringen, denn sie opfern mehr Zeit für die Firma als für die eigenen Kinder.“

So, das war’s dann nun auch mal wieder. So viel wollte ich eigentlich überhaupt nicht in den Artikel hinein packen aber ihr kennt das ja mittlerweile. Im Schreibfluss ergibt sich ein Gedanke nach dem anderen.

  • Alleinerziehend Flüchtlinge Freibetrag Gesellschaft Kinder Kunstnacht Motivation social skills Sozial Visionen Wirtschaftswissenschaften Zukunft

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