Was lange währt, wird endlich gut.

Vor “unglaublich langer” Zeit, habe ich darüber berichtet, dass ich noch einmal die Schulbank drücken werde. Für die, die sich nicht mehr erinnern, es ging um die Fahrschulbank. Heute nun hatte das lange Trauerspiel ein Ende.

Was war passiert?

Einen Monat nach dem mein Bericht damals online ging, kam für uns der große Tag der Theorieprüfung. Da man alle Fragen bis zum Erbrechen durchgekaut hat, sollte diese Prüfung das kleinste Hindernis auf dem Weg zum Führerschein darstellen. Die Liebste bestand die Prüfung mit 0 und ich mit 2 Fehlerpunkten. Aber nur weil ich strenger als der Gesetzgeber bin. Kommt schon mal vor.

Wären der Wartezeit zwischen dem Artikel und der Theorieprüfung durften wir schon die ersten Runden mit dem Fahrschulauto durch Dresden drehen. Es ist erstaunlich, welche Vorschritte man in kürzester Zeit macht und wie man sich langsam einfährt auf das Auto. Die ersten Wochen waren toll. Man machte mit jeder neuen Fahrstunde, neue Erfahrungen. Doch irgendwann fängt man an auf der Stelle zu treten “fahren”. Zumindest ging es uns so. Unser Fahrlehrer wurde immer anstrengender und man selber verlor die Lockerheit die man bis dahin aufgebaut hat.

Unser Fahrlehrer ist ein netter Kerl, keine Frage, aber er gehört zu der Sorte Mensch, die gerne die Fussballmetaphern rausholen. Egal, man gewöhnt sich an alles. Die bessere Hälfte hatte etwas mehr mit dem Fahrlehrer zu kämpfen als ich. Beide sind sehr stolze und temperamentvolle Menschen. Da kann es schon mal knallen.

Der Termin der praktischen Prüfung rückte näher. Ich hatte einen Vertretungsprüfer, der die Strecken nicht richtig kannte. Das war auch der Grund warum sich mein Fahrlehrer während der Prüfung mit ihm angelegt hat. Das war aber nicht der Grund warum ich meinen ersten Versuch vergeigte. Ich übersah einen LKW auf der Autobahn. Eins steht fest: Das passiert mir hoffentlich nicht mehr so schnell. Der erste Versuch sah für die Liebste wesentlich besser aus. Sie bestand diesen und war seitdem für unsere Mobilität verantwortlich.

Ich nahm weitere Fahrstunden und arbeitete auf Versuch zwei hin. Die Liebste holte sich ihre teilAuto-Mitgliedschaft und brauste seither ohne Aufsicht durch die Gegend. Was ich mich am meisten dabei faszinierte, war die Wandlung von ihr. Hatte sie in den letzten Fahrstunden die Lust am Autofahren verloren, hat sie nach der Prüfung und nach dem ersten Mal ohne Lehrer fahren, die Lust doppelt und dreifach wiederentdeckt. Das gab mir Hoffnung und spornte mich an.

Es kam Versuch zwei und drei die ich beide versemmelte. Nach dem dritten Durchfallen war meine Hoffnung gen Null gesunken. Nach Absprache mit meinem Fahrlehrer legte ich erstmal ein paar Wochen Pause ein. Ich machte Urlaub und die Liebste fuhr uns durch die Gegend. Ich wurde neidisch, wollte ich doch auch wieder die Lust am Fahren gewinnen. Nach dem Urlaub sprach ich mit meinem Fahrlehrer. Diesmal war ich froh, dass er Fussballmetaphern nutzte. Denn so konnte er es besser verkraften, dass ich den Fahrlehrer gewechselt habe. Alles innerhalb der selben Fahrschule aber dennoch kratzt das sicher am Ego. Aber manchmal muss eine Mannschaft ihren Trainer entlassen. Vor allem nach drei Niederlagen.

Mit dem neuen Fahrlehrer habe ich nun wieder einige Stunden auf der Straße verbrachte und dank seiner Art auch wieder die Lust am Fahren gefunden. Und siehe da: Heute hatte ich meinen vierten Versuch und dieser war endlich erfolgreich. Manchmal macht es verdammt viel aus, ob man mit einem Menschen gut auskommt oder nicht. In den anderen Schulen war das nicht so gravierend wie in der Fahrschule.

Und nun?

Nun freue ich mich drauf, am Wochenende auch endlich mal ohne Aufsicht zu fahren. Auch ich werde den Carsharing-Anbieter teilAuto nutzen. Ich hoffe auf eine allzeit unfallfreie Fahrt und werde hoffentlich auch bald den enormen Batzen Geld verkraftet haben, den dieser Schein zum führen eines PKWs gekostet hat.

foto via littlevisuals

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