Was kann ich gegen Langeweile tun?

Einen Blogbeitrag schreiben vielleicht? Bei mir funktioniert das meistens ziemlich gut. Quod erat demonstrandum (was zu beweisen war). Es schreibt aber natürlich nicht jeder gerne oder hat überhaupt einen Blog. Gleichwohl ist das Internet schon mal eine gute Richtung, denn hier verstecken sich viele Möglichkeiten, der Langeweile zu entfliehen.

Was kann ich gegen Langeweile tun?

Eines Tages werden womöglich wissenschaftliche Abhandlungen darüber verfasst, wie Netflix die Langeweile abgeschafft hat. Damit wären wir bei Anti-Langeweile-Maßnahme Nr. 1: Streaming. Wir leben in neuen Zeiten, in denen wir nicht mehr auf das Fernsehprogramm angewiesen sind, sondern uns Tag und Nacht Serien, Filme oder Dokus anschauen können, die uns interessieren. Wir können im Sekundentakt zwischen unzähligen verschiedenen Sendungen wechseln. Es müssen nicht einmal „echte“ Sendungen sein, Plattformen wie Youtube bieten uns die Möglichkeit, komplett in die Welt kurioser Amateuraufnahmen, provokanter Kurzfilme und süßer Tiervideos zu versinken. Aus eigener Erfahrung muss ich peinlich berührt bestätigen, dass man sich für Stunden in Youtube verlieren kann, ohne es richtig zu merken.

Immer nur regungslos auf den Bildschirm zu starren kann jedoch mitunter zu einer anderen, mutierten Form der Langeweile führen. Dagegen helfen Online-Games. Von Poker bis Memory kann man inzwischen fast jedes Spiel im Word Wide Web zocken. Gegen echte Gegner, die irgendwo sitzen, wo man selbst noch nie war. So viele Möglichkeiten, sich in trivialen Wettkämpfen mit Gleichgesinnten zu messen, hatte man zuletzt im Kindergarten – und da konnte man sich von den Gewinnen allenfalls etwas im Puppenladen kaufen.

Eine Tätigkeit, die online wie analog funktioniert und einige Erfolge in der Bekämpfung der Langeweile aufzuweisen hat, ist das Lesen. Ein Buch, eine Zeitschrift, einen Blog, die Facebook-Posts von Prominenten, völlig egal, hauptsache Lesestoff, der unterhält.

Wer seine akute Langeweiltitis nicht im Internet auskurieren kann oder will, dem empfehle ich Hausmittel, auf die man schon zu Großmutters Zeiten schwörte:

  • Nähen
  • Stricken
  • Häckeln
  • Malen
  • Kochen
  • Aufräumen
  • Singen
  • Tanzen
  • Leute vor dem Spiegel imitieren
  • Einkaufen
  • Meditieren
  • Gartenarbeit

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