Was ist uns unsere Gesundheit wert…?

Posted by Marlene on Mai 17, 2015 · Hinterlasse einen Kommentar 

Ernaehrung

Das Thema ist mir in letzter Zeit öfter begegnet, denn ich bin von Dänemark nach Deutschland umgezogen. Statt in einer Kita, die unseren Kindern täglich zu 90 Prozent vor Ort zubereitetes Bio-Essen präsentierte, gehen sie nun in eine Einrichtung, die von einer Großküche mit lange aufgewärmten Mahlzeiten beliefert wird.

Nach Gesprächen mit Freunden, Bekannten, Kita-Personal und Gemeinderatsmitgliedern, die versuchen, die aktuelle Situation vor Ort zu verbessern, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dem Durchschnittsdeutschen die Qualität seines Essens offenbar egal ist. Ich kenne selbst Leute, die trotz normalem Einkommen und hoher Bildung auch bei Nahrungsmitteln von Angebot zu Angebot hecheln.

Diese Statistik von Statista zeigt, dass die Ausgaben für Nahrungsmittel in Deutschland seit Jahrzehnten extrem zurückgehen. 1900 brachten die Menschen noch 57 % ihres Einkommens für Nahrungsmittel auf, 1950 noch 44 %, 2000 nur noch 14,7 %.

Kinder mit Pestiziden füttern

Bei einem Elternabend unserer neuen Kita hielt eine Ärztin einen Vortrag über die Bedeutung der gesunden Ernährung gerade für Kinder im Kindergartenalter, wo die Essgewohnheiten für das gesamte spätere Leben geprägt werden. Leider waren kaum Eltern gekommen. Die lokale Gemeinde möchte gern eine qualtitaiv hochwertigere Versorgung ermöglichen. Die meisten Eltern schauen jedoch offenbar aufs Geld, nicht darauf, was sie in die Körper ihrer Kinder hinein lassen.

Dass Kinder hierzulande mit Pestiziden gefüttert werden, ist hierzulande völlig normal.

Dass Kinder hierzulande mit Pestiziden gefüttert werden, ist hierzulande völlig normal.

Wenn man nun noch den von Maria empfohlenen Artikel von Huffington Post liest, kann es einem ganz anders werden. Der handelt von einem Experiment der skandinavischen Supermarktkette Coop, die den Urin einer sich konventionell ernährenden Familie untersuchte und dort reichlich Insektizide, Pilzbekämpfungsmittel und Pflanzenwachstumsmittel fand. Die gleiche Familie wurde dann zwei Wochen lang vollständig mit Biokost ernährt – und schwupp waren alle Pestizidrückstände verschwunden.

Bio – eine Mogelpackung?

Wie oft höre ich Leute sagen „Bio-Essen hat meist gar keine bessere Qualität, manchmal sogar schlechter (hab ich im Fernsehen gesehen)“ …! Am besten ich drucke mir die Coop-Studie aus und steck sie in die Handtasche. Wer danach noch freiwillig konventionell kauft und in der Kita weiter auf den billigsten Essensversorger pocht, verhält sich sich und seiner Familie gegenüber grob fahrlässig. Mein eigenes Einkommen ist nicht riesig, aber man muss Prioritäten setzen. Und die wenigsten verwenden die verbleibenden 85 % ihres Einkommens komplett für Miete, Strom und Wasser – oder?

{EiNab}

Dieser Artikel passt natürlich wieder prima zu unserer Linkparty „Einfach. Nachhaltig. Besser. Leben.“, die diesen Monat von Grüne Zwerge veranstaltet wird. Wer auch passende Posts zu grünen Themen hat oder kennt, kann diese einfach per Kommentar einreichen.


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