Was ist denn hier eigentlich die Frage?

Was ist denn hier eigentlich die Frage?
Was ist denn hier eigentlich die Frage?

Verschwörungstheorien in Wirtschaft und Politik,
Männerhass und Männerfantasien,
Häme und Empörung haben wir schon genug gelesen.

FAKT: Der Chef des Internationalen Währungsfonds und bis vor kurzem möglicher nächster franz. Präsidentschaftskandidat wird von einem Stubenmädchen eines New Yorker Hotels der Vergewaltigung bezichtigt, wird verhaftet und tritt heute zurück. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Dominique_Strauss-Kahn

Abgesehen von strafrechtlichen und moralischen Überlegungen ist es meines Erachtens irrelevant, ob Strauss-Kahn nun die Tat begangen hat, oder ob er in eine Sex-Falle getappt ist.

Menschen - meist Männer - an der Macht rechtfertigen ihre hohen Gehälter und Annehmlichkeiten u.a. mit der hohen Verantwortung, die sie als "Weltenlenker" tragen und dem übermenschlich hohen Grad an Besonnenheit und Beherrschung, der gefordert ist, wenn es um Milliarden Dollars, Euros oder Menschen geht.

Sie können nicht nachweisen, dass ihre Schulzeugnisse besser sind, i.d.Regel auch nicht, dass ihre eigene Arbeitsleistung den Umsatz einer Firma angehoben hat, dass sie was erfunden haben... etc. also bleibt, dass sie angeblich kühler, beherrschter, rationaler, einfach besser sind als wir,
um dieses alles zu verdienen.

Und deshalb ist es egal, ob Herr Strauss-Kahn seinen Lümmel oder sein Hirn nicht im Griff hatte. 
Einerlei, ob er so unbeherrscht war, die älteste Falle der Welt zu übersehen oder so überheblich war zu glauben, mit einer raschen Triebbefriedigung davon zu kommen:
Der Gedanke, dass wir solchen Menschen weitreichende Entscheidungen in dieser Welt anvertrauen, ist unerträglich.