Was heißt: Islamismus?

Ich zitiere erst einmal aus der Süddeutschen:

"Im Gegensatz zum Islam, der eine Religion ist und mit dem Christentum oder dem Judentum wesentliche Elemente gemeinsam hat, ist Islamismus eine politische Ideologie.

Sie trennt nicht Religion und Staat, sondern geht davon aus, dass Gott mit seiner Offenbarung an den Propheten Mohammed eine perfekte Anleitung für alle Lebenszusammenhänge gegeben hat. Wenn die Bestimmungen des Korans zu hundert Prozent streng befolgt würden, so die Überzeugung, gäbe es keine Ungerechtigkeit oder auch Armut auf der Welt.

Die Zahl der Islamisten in Deutschland wird auf 36 270 geschätzt."

Ich finde es schon spannend, welche Auswirkungen die Islamismus-Debatte in Deutschland zeigt. Und finde die hier zitierte Definition sehr hilfreich in den immer wieder aufbrechenden Diskussionen. Ich verweise dazu nur auf einen Kommentar hier im Blog.

Mir liegt es fern, als Verteidiger des Islam (oder jeder anderen Religion) aufzutreten. Und doch: ich würde mir wünschen, dass wir mehr differenzieren zwischen Islam und Islamismus; zwischen Glauben und Politik.

Zugegeben: die Trennung ist oft nicht einfach zu erkennen, zumal der Islam sich anmaßt, über das gesamte Leben – bis in alle Einzelheiten – bestimmen zu können. Dass es auch Stimmen gegen diese orthodoxe Sichtweise gibt, zeigen die Bücher von z.B. Katajun Amirpur über die Reformbestrebungen innerhalb des Islam.

Doch darüber muss man sich vermutlich als “Normalbürger” weniger den Kopf zerbrechen; eine Unterscheidung auch der Islamisten aufgrund der verschiedenen Schulen ist nicht immer unbedingt notwendig. Notwendig ist aber, dass wir lernen, zwischen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden.


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